Sir Bob Geldof rockt gegen Rechts
26.08.2009 | 08:51 Uhr 2009-08-26T08:51:00+0200
Dortmund. Unter dem Motto „Schluss mit lustich - Es reicht” wird Sir Bob Geldof mit seiner Band am 5. September auf dem Friedensplatz gegen Rechts rocken. Die Stadt veranstaltet an dem Samstagabend ein Friedensfest mit viel Musik.
Am 5. September wollen die Neonazis erneut Dortmund als Aufmarschplatz missbrauchen. Zwar ist die Demo der Rechtsextremisten bislang verboten, doch will die Stadt trotzdem ein Zeichen setzen, was sich schon im Motto widerspiegelt „Es reicht”. Neben Bob Geldof werden noch auf die Bühne kommen: die German Tenors (u.a. mit dem Dortmunder Johannes Groß), die Dortmunder HipHop-Formation „Too Strong” sowie „Creemcheeze” mit dem Dortmunder Schlagzeuger Tony Liotta sowie mit Kultgitarristen John Hayes von „Mother's Finest”. Das Fest steigt zwischen 18 und 24 Uhr auf dem Friedensplatz. Eintritt frei.
Derweil beschäftigen die verschiedenen für den Tag angemeldeten Demos die Gerichte. Neonazis Christian Worch versucht nun, vor dem Oberverwaltungsgericht Münster das Verbot zu kippen, das Polizeipräsident Hans Schulze für den Aufmarsch der Rechten verhängt hatte. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte das Verbot in erster Instanz bestätigt. Nun zog der Hamburger Worch vor das Oberverwaltungsgericht.
29 Demos, Aktionen und Feste
Vor das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen zog zwischenzeitlich das „Bündnis Dortmund stellt sich quer”, da ihnen die beantragte Route nicht genehmigt wurde. Statt nach Dorstfeld, eine der Hochburgen der rechten Szene, ziehen zu dürfen, wurden dem Bündnis, das zwischen 2000 und 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet, „nur ein Spaziergang in den Westpark genehmigt”, so Markus Bernhard für das Bündnis.
„Während die Neonazis in der Vergangenheit gar kostenlos mit Bussen transportiert wurden und entlang der Naziroute die Plakate von Grünen und Gewerkschaften durch Polizeikräfte entfernt wurden, verbietet der Polizeipräsident nunmehr de facto eine breite antifaschistische Demonstration, die von honorigen Nazigegnern wie dem Liedermacher Konstantin Wecker und dem Schauspieler Rolf Becker unterstützt wird.”
Insgesamt wurden für den 5. September 29 Demos, Aktionen und Feste angemeldet, die sich gegen die Nazis richten. Diese betreiben zwischenzeitlich mächtig Werbung für ihre verbotene Demonstration. So verteilten sie Infomaterial vor dem Max-Planck-Gymnasium. Lehrer hatten die Polizei gerufen, die die rechten Aktivisten überprüfte, aber nicht einschritt. Am Montagnachmittag fand eine rechte Aktion an der Katharinentreppe statt.
19:58
es ist unser aller pflicht nach dortmund zu fahren und dem rechten gesocks friedlich aber bestimmt zu zeigen, wo ihre grenzen sind. wenn die friedlichen gegendemonstranten zusammenhalten und aufeinander acht geben lässt sich das gefahrenpotential deutlich reduzieren. köln hat vergangenes jahr auf beeindruckende weise gezeigt, wie eine stadt position beziehen kann - gegen braun, für bunt (siehe gegenveranstaltungen zu antiislamisierungskongress). das sollte vorbild für uns pottler sein: keine brötchen für nazis, keine taxen für nazis, kein ohr für nazis, kein platz für nazis. gemeinsam gegen verblendete vollidioten. das sollte zu schaffen sein!
08:29
#22
Danke, stimmt wahrscheinlich. Ich finde die Polizei sollte rechts wie links in die Grenzen verweisen wenn es unfriedlich wird. Ansonsten können von mir aus linke und auch rechte friedlich demonstrieren. Das Openair ist eine gute Idee hat aber wenig mit Kampf gegen rechts zu tun. Egal - ich freu mich auch auf Deichkind am Morgen und gehe da hin, auch wenn es angeblich gefährlich sein könnte.
17:22
#21
Lass dich nicht veräppel, dass ist son brauner der hier Panik verbreiten will.
17:09
@Polizeiler Du machst doch hier nur Panik. Wenn Du nicht teilnehmen willst ist das Deine Sache. Ich werde mir das Konzert ansehen und vorher zuschauen, wie die Polizei den doofen Linken was auf die Glocken haut, einsperrt und auch einige penetrante Rechte festnehmen wird.
14:48
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13:16
Die Polizei, Bundespolizei, Feuerwehr und Rettungsdienst werden am 5.9.2009 erneut umfangreiche Kräfte in Dortmund zusammenziehen. Der genaue Umfang kann hier verständlicherweise nicht bekanntgemacht werden.
Dies ist die Folge der auch öffentlich absehbaren Risikoeinschätzung des Wochenendes. Dabei wird die größere Gefahr durch Ausschreitungen lInksautonomer Kräfte angenommen.
In Anbetracht dieser Lage werde ich meinen Angehörigen und Freunden raten am diesem Wochenende die Dortmunder Innenstadt zu meiden. Auch wenn das Friedensfest attraktiv gestaltet ist, die damit verbundenen Gefahren schätze ich als hoch ein.
12:40
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23:09
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20:17
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19:35
@KeineAngstVorNazis:
rechts mit links zu vergleichen ist in etwa so sinnvoll wie arschbacken mit kuchen backen zu vergleichen ^^
LOL! Das kann man wohl so sagen. Allerdings gibt es natürlich auch linksaußen einigen sprichwörtliche Knallfrösche. Die sind aber weniger gefährlich.