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Flieger landet im Graben

Schock für 165 Passagiere

03.01.2010 | 17:22 Uhr

Chaostag am Dortmunder Flughafen

Die erwartete Nachricht kam erst um kurz vor 12 Uhr. „Der Flughafen ist bis auf Weiteres gesperrt.” Viele der betroffenen Passagiere hatten vormittags auf eine Aussage des Flughafens gewartet, sie mussten sich aber bis mittags gedulden. Dann wussten sie endlich, woran sie waren. Dass die Sperrung bis zum frühen Abend gegen 18 Uhr dauern würde, hatte den Passagieren zu dem Zeitpunkt niemand verraten.

Am Morgen gegen 7 Uhr war eine Boeing 737-800 der Air Berlin, eigentlich auf dem Weg nach Gran Canaria, nach einem Startabbruch über die Landebahn hinaus gerollt und mit dem Bugrad erst auf der angrenzenden Wiese zum Stehen gekommen. Die Maschine hatte 165 Passagiere, fünf Besatzungsmitglieder und einen Hund an Bord. Sie waren geschockt, blieben aber unverletz. Der Flughafen wurde sofort geschlossen. Der Vorfall wurde von Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) unter die Lupe genommen. Es wurde eigens ein Spezialbergungsfahrzeug aus Düsseldorf herangefahren.

Ankommende Maschinen wurden auf andere Flughäfen umgeleitet. Der Transfer von Fluggästen einiger Dortmunder Flüge erfolgte mit Bussen zu anderen Flughäfen. Nicht immer gelang es. So wurde Passagieren eines Fluges, der eigentlich um 11.10 Uhr nach Mallorca gehen sollte, erst kurz vor Mittag gesagt, dass für sie der Reisetag zu Ende ist. Sie konnten für den selben Tag nicht mehr umgebucht werden. Der Abflug verschob sich auf den heutigen Montag. Unmut gab es unter Passagieren, weil sie zu lange im Unklaren gelassen worden seien.

Der Zwischenfall hatte am frühen Morgen auch die Feuerwehr auf den Plan gerufen. Sie rückte mit 120 Mann an. Die Umstände des Vorfalls waren da noch ungeklärt. Mit Flughafenangestellten brachten sie die Passagiere der Maschine, denen der Schock über den abgebrochenen Start und Halt im Grünen noch ins Gesicht geschrieben stand, ins Terminal. „Der Tower”, so Feuerwehrsprecher Thomas Osthoff, „hatte den Crashmelder betätigt. Da rücken wir immer mit vielen Leuten aus.”

Während des Starts hatten die Instrumente im Cockpit verschiedene Geschwindigkeiten angezeigt. Warum, dazu konnte Air Berlin-Sprecherin Nadine Bernhardt noch nichts sagen: „Wir müssen die Untersuchungen abwarten.” Man stelle sich aber die Frage, warum der Flieger in den Graben rutschte. Auch das müsse untersucht werden, deutete Bernhardt ein mögliches Versäumnis des Airports an.

Flughafen-Sprecher Marc Schulte widersprach: Die Bahn sei morgens (wie Tage zuvor auch) auf Glätte untersucht und enteist worden.

beus/FB

Gregor Beushausen

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Kommentare
05.01.2010
22:58
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von Dr.Thor | #18

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04.01.2010
23:22
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von Moderation | #17

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04.01.2010
01:15
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von Moderation | #16

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04.01.2010
00:49
Schock für 165 Passagiere
von vaikl | #15

Werter Falsche-Malbücher-Leser, allein der Investitionsaufwand für die ab 2011 gültigen Verschärfungen des Lärmschutzes und die damit verbundene Ausweitung der Nachtschutzzone würde 40 Mio. Euro kosten. Sie können die 2008 dazu vorgelegten FH-Gutachten hier im Archiv einsehen.

Träumen Sie bitte weiter.

04.01.2010
00:20
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von Dr. Thor | #14

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03.01.2010
23:55
Schock für 165 Passagiere
von Howitowner | #13

wenn sie nicht nur einer sind, ist es um so trauriger was sie von sich geben....aber da hat vaikl schon den Nagel auf den Kopf getroffen...

mehr lohnt sich einfach nicht dazu zu schreiben....

03.01.2010
23:33
Schock für 165 Passagiere
von vaikl | #12

Ja, Fakeilein, und Ihre Argumente sind genauso erheiternd und dumm wie die der Bravo.

Sie gehen also morgen in den Rat und fordern die Fraktionen auf, der DSW21 eine Investition von min. 120 Mios aufzuzwingen, die nur dazu dient, der bisherigen Bahn-Zulassung bei unveränderten Typenklassen ein klein wenig mehr Sicherheitspuffer durch einen Bahnverlängerung zu verschaffen.

Und wenn sich der Ratssaal von der allgemeinen Lachattacke wieder erholt hat, können Sie ja ganz nach Bravo-Manier argumentieren, dass man nach einer Verlängerung natürlich auch größere Maschinen abfertigen kann, aber dann wieder die Bahn verlängern müsste, damit das auch feuerwehrsicher klappt.

Ich hab ja zum FH schon viel Blödsinn gelesen, aber Ihre Fantasie toppt alles.

03.01.2010
23:27
Schock für 165 Passagiere
von Ouroboros | #11

Flughafen können die Dortmunder auch nicht, wie denn auch bei dieser SPD.

03.01.2010
22:44
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von Dr. Thor | #10

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03.01.2010
21:34
Schock für 165 Passagiere
von Howitowner | #9

@thor

relativ simpel, die Verlängerung der Piste führt nicht unbedingt zu mehr Sicherheit und die Argumente liefern sie noch selbst dazu!! Letztendlich wird bei der Berechnung über den Flight Computer die Bahnwerte verwendet, wenn sie längere Pisten haben, werden auch die Entscheidungspunkte versetzt...das ausführlich zu schreiben würde hier aber zu theoretisch und deutlich zu lang...
Die Vorschriften die einen bestimmten Betrieb mit Flugzeugtypen zulassen sind klar geregelt, da hat die FW nichts bei zu melden... und es gibt Flieger die auch 4000m Pisten überrollen!!

Betriebsgenehmigung nach Ausbau: Die 757 ist in DTM schon gar nicht mehr zulässig, wenn man sich das Argument dafür anschaut kann ich jedoch nur schmunzeln...Anzumerken ist noch das die Maschine nicht mehr gebaut wird und bei vielen Airlines in der Ausmusterung ist...

A 321 gehört nicht in die nächstgrößere Flugzeuggruppe...sie ist ein Bestandteil der A320 Familie und ist letztendlich 7m länger wie ein A320 und beide Maschinen sind im regelmäßigen Verkehr in DTM eingesetzt...

Wenn Sie den Billigfliegern dann unterstellen wollen, sie setzen nur laute Flieger ein, sorry aber das zeigt wie sachlich Sie beim Thema sind...Alle Billigflieger in DTM betreiben sogenannte Capital III Flieger und betreiben in der Regel sogar deutlich jüngere Flotten als es die renomierten Airlines machen.
z. B. Wizz Air betreibt eine der jüngsten Flotten in Europa, die zudem von der LH Technik betreut wird.

Soweit zu Ihrer Sachkenntnis...
Und als kleine Anmerkung noch: Ich gehöre weder zu den FH-Gegner oder Kritikern...

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