Plötzlich war das 120.000 Euro teure Gold-Nugget weg
30.11.2011 | 09:00 Uhr 2011-11-30T09:00:00+0100
Dortmund. Schmerzlicher Verlust bei den Westdeutschen Mineralientagen in Dortmunds Westfalenhalle: Ein kostbares Gold-Nugget fand am Wochenende einen neuen Liebhaber. Das wertvolle Stück verschwand - trotz Sonderbewachung - spurlos aus einer Vitrine der Sonderausstellung. Der Veranstalter bestätigt den Diebstahl.
Schmerzlicher Verlust bei den Westdeutschen Mineralientagen in Dortmunds Westfalenhalle: Ein kostbares Gold-Nugget fand am Wochenende einen neuen Liebhaber. Das wertvolle Stück verschwand - trotz Sonderbewachung - spurlos aus einer Vitrine der Sonderausstellung. Der Veranstalter bestätigt den Diebstahl.
Es war am Samstagnachmittag, als der Verlust des Goldklumpens auffiel. Unbemerkt hatte ein Unbekannter das massive Edelmetall aus der Auslage entnommen. Wenig später wurden Polizeibeamte auf der Messe gesichtet.
Doch das Nugget im Wert von 120.000 Euro war entwendet. Selbst der 6-er beim Lotto am Samstag war letztlich weniger wert. Ein benachbarter Aussteller regt sich auf, dass der Veranstalter nicht vor Langfingern gewarnt habe. Erst am Wochenende zuvor sei bei einer anderen Ausstellung ebenfalls ein teures Ausstellungsstück entwendet worden. Wertvolle Sammler-Mineralien, schöne Edelsteine, edle Metalle, außergewöhnliche Schmuckstücke- diese Aufzählung lockt anscheinend - mehr noch als die fossile Dino-Kralle aus Dortmund - versierte Trickdiebe an.
Langfinger erwartet
5600 Besucher kamen zu den Westdeutschen Mineralientage. Rund 200 Aussteller aus etwa 20 Ländern präsentierten ihr Angebot und überzeugten damit eingefleischte Sammler genauso wie Schmuckliebhaber. Und eben auch potenzielle Langfinger.
„Bei so einer Massenveranstaltung können Sie es gar nicht verhindern, dass da auch mal etwas weg kommt“, versucht Hallen-Sprecher Andreas Weber zu erklären.
Versichert
Die kostbaren Stücke seien ohnehin für alle Fälle versichert. Der Aussteller bleibe nicht auf dem Schaden sitzen, so Webers Überzeugung. „Es ist das erste Mal, dass bei den Mineralientagen in Dortmund ein so wertvolle Stück weg kommt.“
Es sei ausreichend Sicherheitspersonal im Einsatz gewesen. Aber das könne seine Augen eben auch nicht überall haben. Die Anregung des Ausstellers, der der WR den Hinweis gab, will Weber aber im nächsten Jahr beherzigen. „Wir werden uns Gedanken machen und die Aussteller im Vorfeld der nächsten Veranstaltung auf die Gefahren hinweisen“, so Weber.
„Objekt der Begierde“ war in diesem Jahr auch die 91 Millionen Jahre alte Sichelkralle des Dortmunder Raubsauriers, die vor zwei Jahren von Fossiliensammler Karl Stekiel unweit der Westfalenhalle gefunden worden war und nun erstmals auf den Westdeutschen Mineralientagen der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
Bei der Saurierkralle handelt es sich laut Aussage des Landwirtschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) um den bisher einzigen Raubdinosaurier-Fund in Deutschland aus dieser Zeit. Schöne Edelsteine, edle Metalle und außergewöhnliche Schmuckstücke standen im Mittelpunkt des Interesses.
07:16
Und ich dachte, die Aussteller freuen sich, wenn was weg kommt. Dafür gibts doch die Versicherung.
Und was die Warnung vor Langfingern angeht: da stimm ich #1 zu. Warum liegen die Ausstellungsstücke gleich in Vitrinen und überall steht Wachpersonal? Achjaaa... :-)
13:16
War ja bloß GOLD.
Bei der Tutanchamun Ausstellung in Köln gegen Ende der 70er Jahre standen noch Wachen mit MP im Anschlag am Eingang. Ich schätze mal, dass, wie überall im Leben, Personal eingespart wird. Woher soll denn die Motivation für aufmerksames Aufpassen kommen? Etwa vom Hungerlohn für Wachpersonal, der gezahlt wird?
Es rechnent sich scheinbar immer noch Personal einzusparen. Na dann mal weiter so.
12:50
und in der überwachungskamera war ne zwiebel drin.
10:51
Zitat: Die Anregung des Ausstellers, der der WR den Hinweis gab, will Weber aber im nächsten Jahr beherzigen. „Wir werden uns Gedanken machen und die Aussteller im Vorfeld der nächsten Veranstaltung auf die Gefahren hinweisen“
Ist das jetzt ernst gemeint??? Der benachbarte Aussteller regte sich auch tatsächlich darüber auf, dass der Veranstalter vorher nicht gewarnt hat, dass eventuell Langfinger unterwegs sind? Bei einer Ausstellung mit wertvollen Stücken?
Also, wenn Sie am Strassenverkehr teilnehmen, kann es auch zu Unfällen kommen. Nur nicht, dass Sie in so einem Fall (wobei ich hoffe, dass es Ihnen nicht passiert!!!) hinterher sagen, dass man Ihnen das nicht mitgeteilt hat.
Leute, Leute, Leute!
Egal wo, überall wird geklaut! Selbst auf der IFA, wo jedes Auto vom eigenen Sicherheitsmann bewacht wird, bauen die den Airback reihenweise aus!!!