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PCB nicht Schuld an Tod eines Envio-Arbeiters

17.05.2011 | 16:32 Uhr
PCB nicht Schuld an Tod eines Envio-Arbeiters

Dortmund. Eine Vergiftung durch PCB ist nicht Schuld am Tod eines Arbeiters, der bis 2008 auf dem Gelände der Skandalfirma Envio am Dortmudner Hafen gearbeitet hatte und 2011 plötzlich tot zusammenbrach.

Nach dem Ergebnis des rechtsmedizinischen Gutachtens aus dem Universitätsklinikum Essen lässt sich ein Zusammenhang zwischen der PCB-Belastung und dem Tod eines Arbeiters in Bochum nicht belegen. Der 57 Jahre alte Mann war am 24.01.2011 an seinem Arbeitsplatz plötzlich tot zusammengebrochen. Er hatte bis November 2008 für die Fa. TSW auf dem Dortmunder Envio-Gelände in der Halle 55 (im sogenannten „weißen Bereich“) gearbeitet.

Das forensisch-toxikologische Gutachten hat keine Hinweise auf Wirkstoffe mit todesursächlicher Relevanz ergeben. Die feingeweblichen Untersuchungen ergaben eine Koronararteriensklerose, eine mäßiggradige Herzhypertrophie und eine teilweise ausgeprägte Verschwielung des Herzmuskels. In der Zusammenschau aller Befunde kommt als Todesursache daher am ehesten ein sogenannter „plötzlicher Herztod“ in Betracht.

Bei den bislang eingeholten Gutachten im sog. „Envio-Verfahren“ sind Zusammenhänge zwischen PCB und Herzerkrankungen nicht bekannt geworden. Um jedoch alle Zweifel auszuräumen wird die Staatsanwaltschaft den Fall zusätzlich noch einem renommierten Kardiologen zur Beurteilung vorlegen.

DerWesten



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