Putzaktion gegen Rechts
28.03.2010 | 18:01 Uhr 2010-03-28T18:01:00+0200Kirchlinde. Die Nazi-Aufkleber, mit denen die rechte Szene das Schulzentrum an der Bockenfelder Straße verschandelt hatte, fristeten ein kurzes Dasein:
Bei einer „Putzaktion gegen Rechts” entfernten Gymnasiasten sowie Real- und Hauptschüler das Propagandamaterial. 30 Jugendliche von Bert-Brecht-Gymnasium, Droste-Hülshoff-Realschule und Hauptschule Kirchlinde waren auf dem Gelände unterwegs – mit Spachteln, Eimern und Spülmitteln. Wenige Tage zuvor hatten Neonazis hier serienweise Aufkleber hinterlassen. Was die Schüler(innen) sich nicht bieten lassen wollten: „Die Welt können wir nicht verändern, aber unsere Schule”, sagt die 16-jährige Anna (BBG). Während Zahid (17), stellvertretender Schülersprecher des Gymnasiums, meint: „Wir müssen ein Zeichen setzen, sonst denken sie, dass sie hier Platz einnehmen können.” Und dass Nazis am Schulzentrum keinen Meter Raum gewinnen dürfen, unterstreicht auch die 16-jährige Realschülerin Svenja. Aus dem Geschichtsunterricht weiß sie: „Was im Nationalsozialismus passiert ist, hat Menschen entwürdigt.” Woran die Droste-Hülshoff-Realschule, seit einiger Zeit offiziell „Schule ohne Rassismus”, bereits mit mehreren vielfältigen Projekten erinnert hat – etwa mit der Aktion „Stolpersteine” sowie einer Dauerausstellung. „Die Schüler entwickeln viel Eigeninitiative”, betont Lehrerin Elke Gagon, die an der Realschule die AG gegen Rassismus leitet. Eine gleichnamige AG hat sich jetzt am Bert-Brecht-Gymnasium gegründet. Auch hier gebe es „großes Interesse”, so Sabine Schmidt-Strehlau, stellvertretende Schulleiterin. Und angesichts zahlreicher Aktivitäten gegen Neonazismus erhält das BBG im Mai ebenfalls den offiziellen Titel „Schule ohne Rassismus”. Insofern waren sich die Schülervertretungen über die „Putzaktion gegen Rechts” schnell einig. Die Kommunikation untereinander ging ganz fix – worauf die Hauptschule mit Lehrer Patrick Neubauer und einer 10-köpfigen Putzdelegation anrückte.
14:58
Meine Gute.
Was bin ich froh - von Berufs wegen nicht als Lehrer an irgendeiner Schule tätig da zu sein. Einen solchen Zirkus brauche ich darum zum Glück nicht mitmachen: Wo sich Elternschaft oder Schulhof zusammen mit dem Lehrerzimmer als Saubermänner und Sauberfrauen oder gar als Bilderstürmer da betätigen. Mutig solle ein Zeichen gesetzt da werden - so lautet bei solchen Leuten häufig das Argument - Jesus angeblich habe das verlangt.
Vor mehr als dreißig Jahren kam ich nach Abitur und Bundeswehr hier nach Dortmund. Da hatte Dortmund mehr als sechshuntert tausend Einwohner. Heute dagegen hausen sage und schreibe zwei Abgeordnete der Nazis in dem Parlament der Stadt - laut Bericht der Polizei unterstützt von einer Schar von rund sechzig bis funfundachtzig Atkiven. Dieser überschaubare Trupp überfodert also kein Polizeipräsidium.
Ali Baba samt den vierzig Räubern dagegen schon. Es genügt dazu ein Blick auf die Vorstadt von Paris: Wo das Militär da aufmarschiert. Wo für Polizei und Feuerwehr oder Sänitäter nicht mehr feststellbar da ist - was sich auf der anderen Seite einer Barrikade da vollzieht.
23:34
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18:33
Ach dann mal fleißig putzen , hoffe doch das Ihr wenigstens auf unser aller Eigentum acht gibt mit Euren Spachteln und nicht den schönen Lack was gleichzeitig auch Rostschutz ist .
Sonst haben Wir das resultat das die Laternen usw. Rosten und Wir alle dafür zahlen müssen . ;)
13:33
@ #1 Dr.Thor
Ich bin ganz Ihrer Meinung: Die Probleme sollten unbedingt weggeputzt werden.
Sie und Ihre Kameraden sind nun UNSER Problem!
Geschichte würde sich nur dann wiederholen, wenn wir es Ihnen gleichtun und unsere neo-nazistischen Probleme mit den Methoden Ihrer Vorgänger wegputzen würden. Vielleicht haben Sie es noch nicht bemerkt: Egal wie viele lächerliche Propaganda-Aufkleber weggeputzt werden müssen: Wir diktieren hier die Regeln. Das ist gut so und es steht außerhalb Ihrer Möglichkeiten dies jemals wieder zu ändern.
13:02
@#1 Dr.Tor
ein bisschen Ignoranz steckt ja schon in der Androhung die Aufkleber weiterzuverteilen, obwohl sie nicht erwuenscht sind. So macht ihr euch auch nicht beliebter ... andererseits: das will ja auch keiner ... deshalb: weiterkleben!
btw: bei einem kannst Du dir ganz sicher sein: die Geschichte wiederholt sich nicht immer - eigentlich sogar nie. Dazu gibts naemlich nicht genug Doofe ... oder widersprichst Du mir da jetzt etwa?!
Danke an die Putzer!
12:01
Das habt ihr super gemacht!
Weiter so!
Toll finde ich auch das gemeinsame Arbeiten der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums.
Nur Gemeinsam kann man was bewirken!
21:56
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