"Liste der Grausamkeiten" kommt
30.03.2010 | 18:14 Uhr 2010-03-30T18:14:00+0200Lütgendortmund. Der Haushalt ist stillgelegt und deshalb sieht die Schulausschuss-Vorsitzende Gabriele Schnittker eine „Liste der Grausamkeiten” auf die Schulen zukommen.
Erste Anzeichen: „Viele Baustellen an Schulen wurden bereits stillgelegt”, so Schnittker. Und weil Geld fehlt, sieht das Ratsmitglied der Stadt auch für eine hochwertige sonderpädagogische Förderung schwarz.
Kinder und Jugendliche frühzeitig fördern
Um die ging es hauptsächlich am Montagabend beim Auftakt der bildungspolitischen Reihe des Arbeitskreises Bildung des SPD-Stadtbezirks Lütgendortmund mit dem Thema „Kompetenzzentrum”. Außer Schnittker diskutierten auch Elisabeth Truß, Ursula Merchel, Ulrike Dreps und Prof. Dr. Gerd Bollermann (SPD) mit rund 50 Zuhörern und Interessierten im Tagungssaal des Hotel Specht. Oberstes Ziel des Kompetenzzentrums ist es, Kinder und Jugendliche mit Lern-Behinderungen frühzeitig zu fördern. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler möglichst inte-grativ in den allgemeinbildenden Schulen gefördert werden. „Die Weiterentwicklung von Diagnostik und Beratung, von Prävention und Unterricht: Dies sind die vier Säulen des Pilotprojekts 'Ausbau von Förderschulen zu Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung'”, erklärte Ursula Merchel, Schulleiterin der Schule an der Froschlake.
Diese „Inklusion” wonach die Bildungs- und Erziehungsbedürfnisse aller Schüler zu befriedigen seien, befürwortete Ulrike Dreps, Schulleiterin der Friedens-Grundschule und Sprecherin der Grundschulen Dortmund. Doch Inklusion gebe es nicht zum Null-Tarif, so Dreps. Dringend benötigt werde Geld.
Gemeinsames Lernen der richtige Weg
Auch widerspreche das dreigliedrige Schulsystem den Bedürfnissen aller. „Eine Trennung schon nach der Grundschule ist nicht richtig”, so Dreps. Auch Bollermann äußerte Kritik am Schulsystem: „Eine Integration von Kindern mit Behinderung wird so nicht gewährleistet.” Und deshalb sei ein gemeinsames Lernen bis zur 7. Klasse der richtige Weg. Zudem forderte Bollermann eine verbesserte Ausbildung der Pädagogen und mehr Fachkompetenz für den Umgang mit Kindern mit Behinderung. Die zum Teil miserablen Bedingungen in den Schul-Räumen begründete Bollermann damit, dass es an Geld fehle. Die Kommunen seien unterfinanziert.
23:24
@eskom: Bis auf die CDU sprechen es doch alle aus. Linke, Grüne und SPD fordern doch das Gemeinschaftsschulkonzept. Und selbst die FDP ist zumindest für die Abschaffung der Hauptschule.
11:40
Das sogenannte dreigliedrige Schulsystem hat längst ausgedient!
Das wissen auch viele Politker (CDU,FDP,SPD...)
Nur, keiner von denen hat Mut es offen auszusprechen.
Eine einheitlich Schule bis Klasse 8 und dann sortieren, selektieren, fördern...
So wird es in vielen Ländern gehandhabt, wo die PISA-Besten herkommen!
08:10
@#1
Erst das Gehirn einschalten und dann einen Kommentar abgeben.
Ja, es ist ist kein Geld mehr da, aber gottseidank, wie blöd ist das denn?
Hauptursache für die prekäre Lage der Kommunalfinanzen ist
eine Steuersenkungspolitik beginnend unter Rot-Grün, über Rot-Schwarz
bis hin zu Schwarz-Gelb, d.h. seit nunmehr gut 10 Jahren.
Folgen sind: Eine gigantische Umverteilung von unten nach oben und
Milliarden an Einnahmeverlusten für die öffentliche Hand.
Das 3-gliedrige Schulsystem hat sich nicht bewährt.
Sie entspringen offensichtlich auch diesem Schulsystem,
denn mit ihrem Kommentar , gehören sie für mich zu den Minderbegabten.
06:49
schöne spielwiese. gottseidank ist kein geld mehr da. ich bin für das 3-geteilte schulsystem mit frühzeitiger trennung von den minderbegabten.