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Deusenberg

Gottesdienst in luftiger Höhe

09.08.2009 | 16:19 Uhr

Deusen/Huckarde. Die Szenerie dürfte auch Nicht-Kirchgänger beeindruckt haben: In luftiger Höhe, auf dem Deusenberg nahe der Kokerei Hansa, zelebrierte Pfarrer Michael Ortwald am Sonntag eine kurzweilige Bergmesse - zum Auftakt des 1. Heimattages von Pastoralverbund und Siedlergemeinschaft.

Es waren gut und gerne 400 Menschen, die eine kleine Bergwanderung auf sich nahmen, um dem Gottesdienst des Pastoralverbunds Huckarde/Deusen (St. Urbanus, St. Stefanus und St. Christophorus) beizuwohnen. Der Rahmen war beeindruckend, denn vom Deusenberg aus bietet sich ein schöner Blick - nicht nur über das frühere Industriegelände Hansa, sondern über (fast) die gesamte Stadt. Insofern war der Gottesdienst „ein besonderes Ereignis", wie nicht nur Pfarrer Michael Ortwald (St. Urbanus) fand. Der Huckarder Geistliche war sichtlich erfreut, dass sich so viele Gläubige im Festzelt versammelt hatten - und zelebrierte eine kurzweilige Messe. Die beinhaltete sowohl humorvolle als auch anrührende Momente. So ließ Pfarrer Ortwald eingangs die Bemerkung einfließen, er hätte sich vor Jahren nicht träumen lassen, als Geistlicher mal „auf einem Müllberg eine Messe zu halten". Ansonsten ging es in der Predigt mit dem gebotenen Ernst zu. Und an einer Stelle wurde es gar etwas anrührend: bei der Taufe von Louis und Leon, den kleinen Söhnen der Familie Wilhelm aus Deusen. Baby Louis war zuvor eingeschlummert - und wurde erst durch das Taufwasser aus dem Schlaf gerissen. Nicht weiter schlimm: „Der Kirchenschlaf ist ja der gesündeste", bemerkte Ortwald.

Nach der Messe, die vom Blasorchester Kirchlinde begleitet wurde, ging es zum zünftigen Teil des Heimattages über. Diesen Part hatte die Siedlergemeinschaft Deusen organisiert. Hier gab es Unterhaltsames für Freunde handgemachter Musik: Die Band „Tommy and the Blue Boys” hatte Rock`n`Roll sowie Pop- und Schlagerklassiker im Programm. „Die Jungs sind bei unserer 75-Jahr-Feier super angekommen, da haben wir sie gleich noch mal engagiert", erklärte Reiner Schramowski, Chef der Siedlergemeinschaft. So eine Veranstaltung auf dem (Deusen-)Berg bedeute schon einen logistischen Aufwand. Deshalb sei eine Neuauflage stark davon abhängig, ob man, so Schramowski, auch im nächsten Jahr mit einer so großartigen Unterstützung rechnen könne. cc

Chrsitian Chmel

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