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„Die Leute sind hungrig auf Sonne“

23.07.2012 | 17:23 Uhr
„Die Leute sind hungrig auf Sonne“
Wasserspaß auf dem Martener Volksfest . In diesem Jahr soll ein neues Fahrgerät die Besucher anlocken. Foto: Michael Printz

Marten.   Der Juli geht langsam zu Ende, was im Dortmunder Westen bedeutet, dass das Martener Volksfest (kurz: MaVoFe) mit großen Schritten näher rückt. Denn eines verändert sich auch bei der mittlerweile 63. Auflage des Volksfestes nicht: Gefeiert wird traditionell am letzten Juli-Wochenende.

Der Juli geht langsam zu Ende, was im Dortmunder Westen bedeutet, dass das Martener Volksfest (kurz: MaVoFe) mit großen Schritten näher rückt. Denn eines verändert sich auch bei der mittlerweile 63. Auflage des Volksfestes nicht: Gefeiert wird traditionell am letzten Juli-Wochenende.

Mit Blick auf das kommende Wochenende reiben sich die meisten Beteiligten in freudiger Erwartung die Hände: „Endlich ist der Knoten geplatzt“, sagt Reinhard Gallen, als frühere Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Martener Vereine jahrelang an vorderster Front: „Die Leute sind hungrig auf Sonne.“ Auf ein Volksfest bei Sonnenschein und blauem Himmel hoffen vor allem die Schausteller des Vereins „Rote Erde“, die bereits zum zweiten Mal nach 2011 als Veranstalter auftreten, was wiederum Gallen freut: „Das ist eine gute Lösung und Sache der Schausteller, ein solches Fest zu organisieren.“ Der Planungsaufwand war für alle Beteiligte hoch: „So ein Volksfest ist nicht eben in einer Woche zu organisieren“, sagt Schausteller Patrick Arens. Bei der Auswahl der Fahrgeschäfte klopfen sich die Schausteller aber auf die Schultern: Ein Gerät namens „Hip Hop Fly“ – dessen Reiz offenbar darin besteht, dass man darin von links nach rechts pendelt und sich zeitgleich um die eigene Achse dreht – soll die amüsierfreudigen Massen anlocken.

„Lebendige Volksfest-Szene“

Wer es etwas weniger dramatisch bevorzugt, für den stehen das Kettenkarussell und ein Autoscooter bereit. Die Kleinen haben die Auswahl zwischen drei Kinderkarussells. Dazu kommt die Grundausstattung eines zünftigen Volksfestes: Schießbuden, Losstand, Ring- und Pfeilwerfen sowie allerlei Bier- und Bratwurststände. Das Angebot soll aber nicht nur die Martener anziehen – auch wenn der Reiz des MaVoFe laut Reinhard Gallen darin besteht, „dass man alles fußläufig erreichen kann“ – sondern auch für Zulauf aus den umliegenden Gemeinden sorgen. So ein Volksfest vor Ort sei ja „die günstigste Städtewerbung“ überhaupt, sagt Schausteller Arens. Auch die Besucher würden von der eintrittsfreien Veranstaltung profitieren: „Man kann sich frei bewegen, ohne einen einzigen Euro auszugeben.“

Ein derart sparsames Verhalten wäre wohl aber keineswegs im Sinne der Schausteller. Diese betonen zwar einerseits, die vielen Vorteile des Standortes Dortmund: Zum einen seien die Gebühren im Gegensatz zu anderen Kommunen bezahlbar, zudem gebe es in Dortmund – anders als in Gelsenkirchen oder Essen – einen „lebendige Volksfest-Szene“, sagt Arens.

Andererseits sei es immer schwieriger – weniger in Marten, mehr in Lütgendortmund – die Erlaubnis von Feuerwehr und Stadt für die Aufstellung der Geräte und Stände zu bekommen – eine Folge des Loveparade-Unglücks. Wenn deswegen Beschicker ihre Stammplätze räumen und Umsatzeinbußen in Kauf nehmen müssten, führe das dazu, dass diese wegblieben – und damit irgendwann auch die Besucher. Das wiederum sei „der schleichende Tod des Schaustellergewerbes“, klagt ein Schausteller. Ganz ohne düstere Prognosen geht es eben auch bei strahlendem Sonnenschein nicht.

Janis Brinkmann



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