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Alle Stimmlagen optimal besetzt

27.10.2008 | 17:18 Uhr
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Marten. (-y) Für einen erlebnisreichen Konzertabend sorgten die Chorgemeinschaft St. Marien aus Waltrop und die Neue Philharmonie Westfalen, geleitet von Barbara Klier. ...

Die Chorgemeinschaft St. Marien und die Neue Philharmonie Westfalen musizierten in der Immanuel-Kirche. (Foto: Matzanke)

... Leider, beklagen die Akteure, waren nicht so viele Zuhörer in der evangelischen Immanuel-Kirche erschienen, wie erhofft. Barbara Klier präsentierte mit ihrem über 50 Sängerinnen und Sängern optimal besetzten Chor eine der bekanntesten und beliebtesten Messen Wolfgang Amadeus Mozarts, der Lichtgestalt der Musikgeschichte, die "Missa C-Dur, KV 317", die "Krönungsmesse". Dieses Werk, das Mozart 1779 schrieb, stammt aus seiner Salzburger Zeit, in der er insgesamt 17 Messen komponierte.

Der Chor zeigte sich infolge sorgfältiger Vorbereitung hervorragend disponiert und erfüllte in jeder Stimmgruppe die Anforderungen der kompositorischen und liturgisch mentalen Auffassung. Auffallend die verblüffende Kondition des Soprans. Das "Credo" wurde ein gefühlvolles Glaubensbekenntnis, mit viel Akzent vorgetragen und mit dem innigen "Et in carnatus est" des Solo-Quartetts. Grandios verlief das "Hosianna" im "Sanctus" mit frohlockenden Sopranen.

Das mit Ellen Hennecke (Sopran), Daria Jakovieva (Alt), Thomas Bräutigem (Tenor) und Anreas Sickert (Bass) besetzte Quartett erfüllte seine Aufgabe zuverlässig und souverän, wurde allerdings vom "Benedictus" vom Orchester ein wenig überdeckt.

Ellen Hennecke überzeugte im "Agnus Dei" mit dem Glanz ihrer schönen Stimme. So wurde dieses Mozart-Werk für Chor, Solisten und Orchester ein künstlerischer Erfolg, auf den Barbara Klier stolz sein durfte. Sie selbst, erfahrene Sopranistin, leitete das Programm mit Mozarts "Exultate, jubilate" ein und schuf mit schillernden Koloraturen des "Halleluja" ausdrucksvolle Strahlenkraft.

Berühmt ist Joseph Haydn auch durch seine großen Instrumentalwerke. Aus diesem reichen Schatz hatte die Neue Philharmonie Westfalen das "Konzert für Violoncello" ausgewählt, das Solist Mark Mefsut souverän und in virtuoser Spielweise interpretierte. Er verstand es, den einzelnen Sätzen kontrastreichen Charme zu verleihen, ließ im zweiten Satz träumerische Elemente einfließen und entfachte im 112gro" eine grandiose Spannkraft.

Das Publikum bedankte sich mit stürmischem Applaus, und Hans-Werner Hohmann, Vorsitzender des St. Marien-Chores und ganz Charmeur, ließ es sich nicht nehmen, der Dirigentin Barbara Klier und der Solistin Ellen Hennecke Blumen zu überreichen.

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Alle Stimmlagen optimal besetzt
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