Turmspitze aufgesetzt
21.06.2009 | 18:10 Uhr 2009-06-21T18:10:00+0200Eving. Adem Sönmez, Vorsitzender des DITIP-Kulturvereins, sprach von einem „historischen Moment". Kurz zuvor war die Turmspitze per Hebekran hochgehievt worden. Das Minarett der Selimiye-Moschee ist nun vollständig - 24 Meter hoch, das erste in Dortmund.
Damit ist die im Oktober 2008 begonnene und rund 65 000 Euro kostende Baumaßnahme nahezu abgeschlossen: Ein Halbmond aus Messing muss noch angebracht werden. Auch Feinarbeiten wie der Anstrich des Minaretts stehen noch aus. Doch als die Spitze aus Stahl und Kupferblech, am Samstag eingehüllt in die türkische und deutsche Nationalflagge, den Turm komplettierte, hatte das für den türkischen Kulturverein in Eving einige Symbolkraft.
„Zeichen, dass wir uns
dauerhaft niederlassen”
„Das ist ein Zeichen dafür, dass wir uns dauerhaft niederlassen", sagt Adem Sönmez, der auch dem Ausländerbeirat der Stadt vorsteht. Als Vorsitzender des DITIP-Kulturvereins spricht er für 470 Mitglieder. Der Verein besteht seit 32 Jahren. Seit längerem werden hier auch Sprach- und EDV-Kurse sowie Hausaufgabenhilfe angeboten. Und er repräsentiert ein gutes Stück weit auch alle anderen Muslime, die - viele seit Jahrzehnten - in Eving leben. Etwa 10 000 Migranten gebe es im Stadtbezirk, davon rund 70 Prozent Muslime, größtenteils türkischer Herkunft, viele mittlerweile mit deutschem Pass, zählt Sönmez auf.
Ihre Religion können sie in den Moscheen seit langem ausüben. Aber das symbolträchtige Minarett in Eving, das erste in Dortmund, wird als ganz wichtiger Schritt betrachtet - und zwar im Sinne von Integration.
Das betont Adem Sönmez ausdrücklich: „Wir sehen den Bau als einen Beleg dafür, dass die Mehrheitsgesellschaft tolerant ist." Der DITIP-Vorsitzende ist sich der bestehenden Vorbehalte in Teilen der Bevölkerung aber bewusst. Bevor der Rat der Stadt das Projekt im vergangenen Jahr - keineswegs im breiten Konsens - absegnete, hatte es vor Ort auch Widerstände gegeben.
Deswegen betont Sönmez, dass man „grundsätzlich offen" sei. „Jeder, der uns besuchen möchte, kann ohne zu zögern kommen". Das gelte auch für den Spielplatz auf dem Gelände an der Hessischen Straße. Der sei nicht nur für türkische Kinder da. Und Feste seien immer offen für Deutschstämmige und andere Bevölkerungsgruppen.
Dass der Kulturverein auch den politischen Dialog suche, sei erst kürzlich wieder deutlich geworden - bei einer Diskussionsrunde, zu der man die OB-Kandidaten Ullrich Sierau (SPD), Joachim Pohlmann (CDU/FDP) und Mario Krüger (Grüne) eingeladen habe.
Offizielle Einweihung
am 3. Oktober geplant
Und nicht zuletzt weist Adem Sönmez auf den „Tag der offenen Moschee" hin. Der findet traditionell am 3. Oktober statt und wäre - nach dem Ramadan und dem Abschluss der Feinarbeiten am Minarett - ein passender Termin für die offizielle Einweihung des dann komplett fertigen Bauwerks.
Fest steht das Datum noch nicht, aber irgendwann im Oktober soll es dann auf jeden Fall soweit sein, hofft der Vorsitzende.
23:14
@8: Der Versuch, erstere mit schlichten Unterstellungen aus dem öffentlichen Diskurs auszuschließen findet nicht statt. Hier ist eine privat-öffentliche Plattform, Kommentare die gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen werden anscheinend von Zeit zu Zeit gelöscht. Das hindert (offensichtlich) niemanden daran weiterhin hier zu posten. Wenn z.B. ich hier auf einen Kommentar antworte, was ist das anderes als das Betreiben eines öffentlichen Diskurses?
21:39
@ 7 jefffej
Sorry, ich bin Marketing-Mensch. Als ich mein Gewerbe anmeldete und die Verw.-Tusse mich eingruppierten wollten, ich Merchandising-Verkaufstrainer sagte, die Mitarbeiterin am Stutzen war und plötzlich aus dem anderen Zimmer lauthals verkündet wurde: Schreib PROPANGIST, da wurde mir schon etwas anders. Auf Wikipedia ist das ja der Ausdruck treffend beschrieben.
Halte mich zurück mit propangandistischen Parolen
21:37
Einige Leute wittern stets nur dann Propaganda, wenn ihnen Islamisierungs-Kritiker gegenüberstehen. Islamisierungs-Befürworter brauchen ihre Aussagen niemals mit Fakten zu untermauern und geraten auch niemals in den Propaganda-Verdacht. Sie haben einfach ihre (ideologische) Weisheit mit Löffeln gefressen. Der Versuch, erstere mit schlichten Unterstellungen aus dem öffentlichen Diskurs auszuschließen, zeugt nicht gerade von argumentativer Überzeugungskraft und beleidigt einen jeden wahrhaften Demokraten.
20:35
@#5: Oder ist die Wahrheit so schwer zu ertragen?
Um was eine Art Wahrheit geht es denn? Fakten nennen Sie hier nicht. Jedenfalls keine nachprüfbaren (Siehe Umfragen). Eine logische Herleitung kann ich auch nicht erkennen. Bleibt im Grunde nur Ihre persönliche Weltanschauung, die Sie durch die angebliche Rückendeckung einer Volkesmehrheit aufzuwerten versuchen.
Mein (unprofessioneller) Eindruck der geschmacklosen Volksverhetzung gründete sich allerdings nicht - alleine - auf Ihren Beitrag. Es war die Sammlung von ca. 7 Kommentaren die sich lasen wie aus dem ersten Kapitel des Anfängerhandbuchs für Propaganda. Propaganda ist im Gegensatz zu Volksverhetzung nun kein Straftatbestand. Allerdings beleidigt es irgendwann die Intelligenz der Leser, wenn immer wieder die gleichen manipulativen Kommentare von den gleichen Leuten zu bestimmten Themen geäußert werden. Für wie dumm muss jemand da die Leser dieser Website halten, darauf hereinzufallen?
19:35
@jefffey
...wenn man hier Ross und Reiter nennt z.B. wie ein anderer Kommentator, Kennzeichens eines Zuhälterautos, dann wird man zensiert.
Möglicherweise hat auch der Ratsvertreter mit der fleischfarbenden Badekappe der Zeitung eine Verfügung angedroht
Völlig richtig ist, -i.m.h.o.- die Z e n s u r allerdings für jegliche Art der Volkverhetzung !
19:27
Was ist an dem gestern eingestellten Kommentar volksverhetzend oder geschmacklos? Die Hinweise auf bestehende Probleme? Ein Zitat aus dem Artikel?
Text vom 21.06.2009: Aber das symbolträchtige Minarett in Eving, das erste in Dortmund, wird als ganz wichtiger Schritt betrachtet - und zwar im Sinne von Integration - was eindeutig zu bezweifeln ist.
Freie Religionsausübung in Deutschland - anders als in islamischen Ländern - ist ein uraltes Gastrecht unseres Volkes. Der Bau orientalischer Türme aber hat eine weitergehende religiöse und politische Bedeutung - eine, die von der Mehrheit des Volkes (Siehe Umfragen) nicht gewollt ist.
Da kann etablierte Politik reden was sie will und auf sozial adäquate Antworten hoffen, der Konflikt besteht und manifestiert sich - am Rande - auch in den orientalischen Türmen ....
Oder ist die Wahrheit so schwer zu ertragen?
17:37
@1: Ich habe A n g s t vor Der dunklen Seite der Macht
Wenn Gruppentherapie nicht hilft, vielleicht ein iPhone mit Yedi-Schwert besorgen für die übelsten Symptome? Oder verstehe ich Ihre Ironie nur nicht?
Wenn derWesten Kommentare entfernt ist das immer etwas zwiespältig. Andererseits verstoßen viele Kommentare hier sowohl gegen die Nutzungsbedingungen (http://www.derwesten.de/nachrichten/nutzungsbedingungen.html) wie auch gegen den guten Geschmack - um es mal milde auszudrücken (Stichwort: Volksverhetzung). Bei den Kommentaren die gestern noch unter diesem Artikel standen, traf das - soweit ich es beurteilen kann - jedenfalls zu.
16:35
...keine Zensur ? Wo sind denn die Kommentare von gestern ?
16:33
Artikel 5 (des GG):(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
15:44
Die freiheitlich demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland ist für mich das das höchste Rechtsgut!
Zitat GG: Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
Als Mitglied der Grubenwehr der Zeche Hansa war ich 1980 beim Rettungseinsatz von 6 türkischen Kollegen (Bergleuten) beteiligt.
Ich gehe zu einer türkischen Friseurin, da es dort gut und günstig ist und die am Montag aufhaben.
Selbstverständlich esse ich auch Döner von meinem türkischen Imbiss
Mein Obst kaufe ich bei einem türkischen Lebensmittelhändler, weil es so schön frisch ist
Gleichwohl-und ich spreche hier für Einige-
Ich habe A n g s t vor
Der dunklen Seite der Macht