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Protest gegen neuen "Nachbarn"

29.09.2009 | 16:39 Uhr

Das war unsportlich. Finden die Anwohner der Kurler Straße. Und wollen diesen Nachbarn auf keinen Fall haben: den neuen Sportplatz des SC Husen-Kurl.

Die Unterschriftenlisten füllen sich: Mit ihren Namen protestieren die Anwohner energisch gegen eine Verlegung des Sportplatzes von der Eichwaldstraße auf eine Fläche westlich der Kurler Straße. Die allerdings sei nach einem Ortstermin eben mit Anwohnern, Vereinsvertretern und Kommunalpolitikern auf Einverständnis gestoß´en, hatte es aus der Verwaltung geheißen. Bis 2011 soll der Spielbetrieb dort ermöglicht werden – vor allem, um die Klagen der jetzigen Sportplatz-Nachbarn abzustellen. Sie nämlich beschweren sich massiv über die Lärmbelästigung.

Da können die „künftigen” Nachbarn nur den Kopf schütteln: Beim Ortstermin seien wohl hauptsächlich die Anwohner des bisherigen Standorts dabei gewesen. Und mitnichten hätten sich alle mit dem neuen Standort einverstanden erklärt. Sind sie nämlich auch nicht: deshalb sammeln sie schon jetzt Unterschriften gegen die Errichtung des Sportplatzes an der Kurler straße, adressiert an das Planungsamt. Wenn nötig, kündigen sie darin an, würden sie sich durch alle Instanzen klagen. Und sehen gute Chancen.

Was war zuerst da?

Dabei geht es auch um die Frage, wer/was zuerst da war: An der Husener Eichwaldstraße nämlich der Sportplatz, dann die Häuser (der Anwohner, die sich jetzt über Lärm beschwerten und Recht bekämen).

Tatsächlich handelt es sich bei der Fläche an der Kurler Straße um den zurzeit favorisierten Standort für einen neuen Sportplatz. Das Bauleitplanverfahren, so Stadtpressesprecher Michael Meinders, laufe jetzt aber erst an. Was bedeutet, dass es im Rahmen des Planungsverfahren natürlich auch eine öffentliche Auslegung etwaiger Pläne und eine Beteiligung der Bürger geben werde.

Anja Schröder

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02.05.2010
17:39
Protest gegen neuen Nachbarn
von Kamilla B. | #4

Der Sportplatz soll bleiben wo er ist in der Nähe einer Schule ein optimaler Standort. Es kann nicht angehen, dass man das Landschaftsschutzgebiet wegen einem Sportplatz minimiert weil es Leuten zu laut wird die schlißlich dort eingezogen sind als der Sportplatz schon da war. Dieser war zuerst da und wenn die Lautstärke icht passt muss man eben wieder umziehen. Außerdem ist es an den Spieltagen gar nicht so laut!!!

01.10.2009
09:19
Protest gegen neuen Nachbarn
von Thomas Hauck | #3

Es ist natürlich einfach etwas als pauschalisierten Unsinn abzutun, was leider Fakt ist und überall zu beobachten ist. Egal ob Tunnelbau, Flughafen, TEDi-Ansiedlung etc.

Ein guter Wille dürfte für eine Industriebrachen wohl nicht ausreichen, sondern eher ein guter Geldbeutel, Sie beantworten die Frage nach einer Alternative schon selbst, indem sie von Gebieten mit Altlasten sprechen.

Was meinen Sie, wer als nächstes die Stadt verklagt, weil Baudenkmäler dem Verfall preisgegeben werden? Eben jene betagten Leute...

Aber man muss sich anscheinend damit abfinden, dass jeder an sich denkt und Millionen an Steuergeldern versenkt werden, weil es mittlerweile immer irgendwen geben wird, der im Grunde sinnvolle Vorhaben behindert.

Im übrigen kann ich es auch nicht nachvollziehen, wieso der Sportplatz keinen Bestandsschutz an seinem alten Standort genießt. Ebenso unfassbar...

30.09.2009
10:15
Protest gegen neuen Nachbarn
von Astrid Grolla | #2

Pauschalierter Unsinn. Es ist richtig, sich einzumischen und zu wehren. Und ich freue mich, dass ein Großteil der hiesigen Anwohner dazu bereit ist und nicht den Kopf in den Sand steckt. Hier wohnen überwiegend betagte Leute – ich schätze, zwei Drittel sind über 70 Jahre alt –, die verständlicherweise sehr besorgt sind, dass eine Sportstätte für einen Verein errichtet werden soll, der wegen Lärms nicht mehr an seinem alten Spielort bleiben kann. Die Anlage soll zudem im Landschaftsschutzgebiet mit angrenzendem Naturschutzgebiet errichtet werden. Dafür wird dann eben der städtische Flächennutzungsplan geändert. Wir sind hier der Ansicht, dass mit gutem Willen ein anderes Gebiet gefunden werden kann. Meine persönliche Meinung ist, dass man darüber nachdenken sollte, den Kindern nicht die Industriebrachen mit ihren Altlasten weiterzuvererben, sondern diese jetzt zu sanieren und dort eine Sportstätte zu bauen. Statt lukrativer Wohnbebauung. Das nötige Geld könnte man m.E. bei der Sanierung von Kirchen oder Baudenkmälern einsparen.
PS. Meine Garage wurde bereits vor Jahren mehr oder weniger kunstvoll bemalt – sieht besser aus als vorher. :o)

30.09.2009
08:54
Protest gegen neuen Nachbarn
von Thomas Hauck | #1

Was hier in Dortmund in letzter Zeit mit Klagen und Gegenklagen vor sich geht, ist nur noch mit Sittenverfall zu bezeichnen. Jeder denkt nur an seinen eigenen Vorteil und versucht nichtmal auch die positiven Seiten zu sehen.

Vermutlich ist es den Anwohnern lieber, wenn es keinen Sportplatz mehr gibt und die Jugendlichen vor Langeweile ihre Häuserwände kunstvoll bemalen...

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