Pro und Contra zum Sportplatz Husen/Kurl
10.08.2009 | 18:02 Uhr 2009-08-10T18:02:00+0200Husen/Kurl. Die örtliche SPD begrüßt den neuen Sportplatz-Standort an der Kurler Straße, die CDU zeigt sich skeptisch.
Die SPD meint: „Wir unterstützen den neuen Standort an der Kurler Straße für einen neuen Sportplatz. Damit hat der SC Husen-Kurl endlich wieder eine Perspektive und den Belangen der Anwohner an der Husener Eichwaldstraße wird mittelfristig mit einer Verlegung des Sportplatzes Rechnung getragen. Die SPD wird entsprechende Beschlüsse in der Bezirksvertretung und im Rat mittragen”, so Vorsitzender der SPD Husen-Kurl und SPD-Ratskandidat Andreas Wittkamp.
Aus Verwaltungssicht sei der bisherige Standort „an der Husener Eichwaldstraße in keinem Fall zu halten”. Deshalb habe die Verwaltung sechs Alternativstandorte überprüft. Die städtische Fläche an der Kurler Straße westlich des Krankenhauses und südlich der Bahnlinie sei offensichtlich am besten geeignet.
Die SPD-Husen-Kurl hatte eigentlich die alte Zechenbrache als neuen Standort für den Sportplatz favorisiert, könne aber den fachlichen Argumenten der Verwaltung für die Kurler Straße folgen. Hauptargument gegen die Zechenfläche seien die Altlasten.
„Die Verwaltung hat bereits zugesagt, dass Verkehrs- oder Lärmbelästigungen für das Kurler Krankenhaus und für die Anwohner der Kurler Straße weitestgehend zu vernachlässigen sind. Die Abstände sollten ausreichen und entsprechende Gutachten und Messungen vor Ort bekräftigen diese Einschätzung”, so die SPD.
CDU trauert um Werimboldstraße
Die CDU hingegen „bedauert, dass die Stadt den Standort Werimboldstraße in Husen-Kurl verworfen hat. Bei der nun von der Stadt vorgestellten Alternative an der Kurler Straße südlich des Krankenhauses scheinen die Rahmenbedingungen für einen Sportplatz nach Auffassung der Stadtämter grundsätzlich gegeben zu sein," so CDU-Vorsitzender Uwe Waßmann, „allerdings haben wir seitens der CDU unmissverständlich darauf hingewiesen, dass auch an dieser Stelle der Lärmschutz in Richtung Krankenhaus und für die Anwohner Richtung Kurler Straße gewährleistet sein muss." Die Vertreter der Stadt versicherten, dass dies der Fall sein wird und dem Lärmschutz ausreichend Rechnung getragen würde. Dies würde auch in den anstehenden Verfahren den Bürgern vermittelt werden.
„Wir haben in dem Gespräch den Eindruck gewonnen, dass der vorgesehene Standort in Abwägung aller Fakten hinsichtlich der verschiedenen Anforderungen an die verkehrliche Anbindung, der finanziellen Machbarkeit und der Eingriffe in Freiflächen eine ernsthafte und realistische Alternative darstellt. Die Realisierung an dieser Stelle macht jedoch nur Sinn, wenn den berechtigten Interessen der Anwohner im Umfeld Rechnung getragen wird" sagt Waßmann weiter.
Ein Standort Werimboldstraße habe die Stadtverwaltung verworfen wegen des Eingriffs in den Naturschutz und schlechter Verkehrsanbindung. Nachdem auch das Zechengelände an der Husener Straße wegen unvorhersehbarer Sanierungskosten ausfalle, favorisiere die CDU hier „ortsnahes Gewerbe”. Es bestehe Bedarf z. B. an einem Sanitär- oder Elekrobetrieb.
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