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Neues Leben im Schwesternhaus

05.06.2012 | 16:02 Uhr
Neues Leben im Schwesternhaus
Das sanierte Schwesternhaus.

Brackel. Das ehemalige Schwesternhaus auf dem Gelände des Knappschaftskrankenhauses sollte eigentlich abgerissen werden, nachdem es schon einige Zeit leer stand. Mit einem Abriss wollte sich der Geschäftsführer des Klinikums Westfalen, zu dem das Knappschaftskrankenhaus zählt, aber nicht abfinden. „Meine Idee war es, Kosten, Rohstoffe und Energie zu sparen und den Kern des Gebäudes zu erhalten“, sagt Andreas Schlüter.

Ein solches Vorgehen wurde bislang aber nur an kleinen Gebäuden praktiziert. Erfahrungen zum Umbau eines so großen Nachkriegsgebäudes mit 125 Zimmern bestanden bisher nicht. Nachdem ein Architekt gefunden und die Finanzierung gesichert war, startete der Umbau im Juli 2011.

1956 entstand auf dem Gelände des Knappschaftskrankenhauses Dortmund als eines der ersten Gebäude das Schwesternhaus. Zunächst wohnten hier Schwestern und Schwesternschülerinnen des Krankenhauses, dann änderte sich nach und nach die Gebäudenutzung. Eine Schwesternschule fand hier ebenso Platz wie die Neurologische Klinik, die Pathologie und Schreibbüros. Zuletzt wurde das Haus auch von der Verwaltung und der Pflegedienstleitung genutzt. Einige Zimmer dienten als Bereitschaftszimmer. Die Bausubstanz schien schließlich sehr angegriffen und der anschließende mehrjährige Leerstand zehrte weiter an der Bausubstanz, so dass eigentlich nur ein Abriss des Gebäudes blieb. Aber in den Jahren des Gebäudeleerstands wurden deutschlandweit neue Bautechniken entwickelt und erprobt.

Innerhalb von zwölf Monaten sollte auf den Außenmauern des Schwesterhauses ein neues Gebäude entstehen. Die zeitliche Vorgabe für das Projekt war eng. Zunächst wurden die völlig maroden Seitenflügel des Schwesternhauses abgerissen. Das viele Eisen in den Decken und Wänden – schließlich war das Schwesterhaus 1956 noch fliegerbombensicher gebaut worden – stellte eine Herausforderung für das Abbruchunternehmen dar. Für die neue Nutzung musste das Gebäude entkernt werden und neue Stahlträger wurden eingezogen, um die Decken zu stützen.

Während der Kernsanierung errichtete die Bauunternehmung eine weitere fünfte Etage für die Geschäftsleitung auf dem bereits bestehenden Gebäude.

Schlaflabor im zweiten Geschoss

Die dritte und vierte Etage sind ebenfalls für die Verwaltung bestimmt, die zuvor über das ganze Krankenhausgelände verstreut untergebracht war. Im zweiten Geschoss nimmt im Juni das Schlaflabor seinen Betrieb auf, das ebenso wie die Bereitschaftszimmer im ersten Geschoss über eine angeschlossene Nasszelle verfügt. Das REMEO-Beatmungszentrum hat die neuen Räume im Erdgeschoss gemietet. Auch außen erhielt das Gebäude ein komplett neues „Gewand“. Auf der Westseite entstand ein Neubau mit Aufenthaltsräumen für das Beatmungszentrum. Neue großzügige Balkone schmücken die Südseite des Gebäudes. Zum Norden hin wurden ein neues Treppenhaus sowie ein Fahrstuhlschacht gebaut. Zum Osten hin verbindet in sechs Metern Höhe eine Brücke mit geschlossenem Durchgang das Westfalium mit dem Krankenhauskomplex.


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