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Junger Blick auf den Heckenschnitt

21.02.2008 | 17:50 Uhr

Brackel. Was Jugendliche von ihren Stadtbezirk halten, das fotografierten und malten sie jetzt. Diese ganz persönliche Sichten auf Gärten und Fassaden, Supermärkte und Kirche sind am 7. März während einer Ausstellung im balou zu sehen.

Die ersten Arbeiten präsentierten gestern der Leiter des Projektes, Rudolf Preuss, zusammen mit den Frauen und Männern aus dem Stadtbezirksmarketing. Fotos von grünen Hecken vor Einfamilienhäusern - mal wild wuchernd, mal akkurat geschnitten -, Collagen aus realen Ansichten von Großsiedlungen und gewünschten farbigen Fassaden, Detailaufnahmen von Pflanzen im Asphalt - den Jugendlichen entging fast nichts.

"mapping brackel" nennt sich die Aktion, für die es 4000 Euro vom Stadtbezirksmarketing gegeben hat. Das Geld gab man gerne, so Ulrich Begemann, einer der beiden stellvertretenden Bezirksvorsteher, die die Politik in dieser Runde vertraten. Man verspricht sich durch diese Art der Heimatkunde eine langfristig Wirkung wie auch einen Dialog mit der Jugend, ergänzte Ulf Katler, Begemanns Kollege. Und nicht zuletzt auch Werbung für Ortsteile von Wambel bis Wickede. Denn "mapping brackel" ist ein Pilotprojekt für eine Aktion rund um die Kulturhauptstadt Ruhr 2010.

Je 500 Euro bekamen die drei Klassen der Max-Born-Realschule, der Europaschule und der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, deren Schüler und Schülerinnen mitarbeiten. Die weiteren 2500 Euro werden für die wissenschaftliche Bearbeitung gebraucht, für die Vergrößerung der Fotos für die Ausstellung und die Öffentlichkeitsarbeit.

Mapping, so erklärte Preuss, ist eine Methode zur subjektiven künstlerischen Erfassung von Räumen. Und Kunst und Kultur, so Bezirksverwaltungsstellerleiter Werner Nowack, habe für die Menschen am Hellweg eine große Bedeutung. Das sei während Veranstaltungen wie der Stadtbezirks-Olympiade immer wieder geäußert worden.

Nach der Ausstellung im März lässt das Ostwall-Museum einen Katalog drucken. Die langfristige Wirkung, die sich alle wünschen, ist damit garantiert.

Von Susanne Schulte



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