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Etwas Bewegung im Vahle-Konflikt

06.04.2011 | 17:00 Uhr
Etwas Bewegung im Vahle-Konflikt
In Brackel baut Vahle hauptsächlich Stromschienen für zahlreiche Kunden im In- und Ausland. Foto: Jochen Linz

Brackel. In den Konflikt zwischen den Anwohnern und der Firma Vahle in Brackel kommt Bewegung. Das Unternehmen an der Schimmelstraße ist bemüht, störende Lärmquellen in dem Wohngebiet zu beseitigen. Doch der große Durchbruch ist noch nicht in Sicht.

Wie mehrfach berichtet, fühlen sich die Anwohner der Schimmel- und anderer Straßen hauptsächlich von dem Lkw-Verkehr genervt. Vor einigen Wochen trafen sich Anwohner, Bürgerinitiative „Gemeinsam für Brackel“ und Firmenleitung in der Vahle-Niederlassung, um sich erstmals direkt auszutauschen (wir berichteten). Nach der zweieinhalbstündigen Aussprache über die Lärmquellen und mögliche Auswege aus dem Konflikt gingen beide Seiten mit einer dreiwöchigen Bedenkzeit auseinander. Nun meldete sich Geschäftsführer Michael Pavlidis wie zugesagt bei den Lärmgeplagten, um ihnen die Ergebnisse der firmeninternen Prüfung der neuralgischen Punkte mitzuteilen. Hier die Ergebnisse im Überblick.

Reduzierung der Transporte von und nach Brackel: Vahle habe in den vergangenen Tagen weitere Transporte von und nach Brackel zusammengefasst „soweit dies logistisch möglich war. Eine weitere Bündelung der Transporte ist uns leider derzeit nicht möglich“. Vahle hat seinen Hauptsitz in Kamen.

Die Bürgerinitiative hatte vorgeschlagen, über eine andere Zufahrt zum Werk Brackel nachzudenken. Geschäftsführer Pavlidis: Der Vorschlag, Be- und Entladung über die Bahntraße zu erledigen, „ist aus Sicherheits- und Kostengründen nicht darstellbar. Leider haben wir auch keine andere Lösung als die Zufahrt über die Schimmelstraße.

Anwohner hatten die lauten Schwellen auf dem Firmengelände kritisiert, die Lkw-Fahrer zum langsamen Fahren zwingen sollen. Pavlidis kündigte an, diese Schwelle in Kürze beseitigen zu lassen.

Ein großes Ärgernis aus Sicht der Anwohner ist der Lieferverkehr, der bereits ab 5.30 Uhr über die schlechten Straßen durch das Wohngebiet erfolgt. Der Vahle-Geschäftsführer zu diesem Punkt: Soweit möglich, werde Vahle die An- und Abfahrten von Schwerlastverkehr „außerhalb unserer Betriebszeiten vermeiden“.

Nicht nur die Anwohner sondern auch Vahle kritisiert den Zustand der Straßen in dem Wohngebiet. „Diese wünschenswerte Verbesserung haben wir bereits bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund angesprochen, jedoch noch keine Antwort erhalten“, so der Geschäftsführer.

Pavlidis legt Wert auf die Feststellung, „dass die eigentliche Produktion in unserem Werk Brackel kaum eine Lärmbelästigung für die Anwohner darstellt.“ Der eigentliche Konfliktpunkt sei der Lkw-Verkehr. Hier habe Vahle aber nur begrenzten Einfluss darauf, „wann und auf welcher Route diese Lkw unser Werk erreichen“. Fürs Staus und verzögerte Logistik sei Vahle nicht verantwortlich - genauso wenig wie für den Zustande der Zufahrtsstraßen mit ihrem schlechten Belag, was zum Lärm beitrage.

Der Vahle-Geschäftsführer kündigte weiter an, dass man ab Montag, 4. April, „strikt die genehmigten Betriebszeiten einhalten“ werde.

Die Bürgerinitiative „Gemeinsam für Brackel“ will nun das weitere Vorgehen beraten. Anwohner Dr. Alexander Busch zeigte sich in einer ersten Reaktion gegenüber unsere Zeitung nicht gerade glücklich. Sein vorläufiges Fazit: Solange sich Vahle nicht als Verursacher des Lärms verstehe, werde man keine vernünftige Lösung finden - der Konflikt also weiter bestehen.

Alexander Ebert

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Etwas Bewegung im Vahle-Konflikt
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2011-04-06 17:00
Nord-Ost