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Ein Stück Garten Eden für eine Saison

26.04.2010 | 17:40 Uhr

Grevel. „Sanssouci”, „Eden” oder „Schlaraffenland” – Paradiese, Traum-Gärten und Sehnsuchtsorte. Solche Name tragen seit Sonntag die 20 jeweils 50 Quadratmeter großen Parzellen auf dem Feld des Bauernhofs Mertin in Grevel.

Einweisung auf dem Hof Mertins: Rund 40 große und kleine Hobbygärtner wollen ihre Schollen in Grevel beackern. Foto: Marcus Simaitis

Am Wochenende fand die Übergabe der Gemüsebeete auf dem Bauernhof statt. Wanda Ganders und Natalie Kirchbaumer, Geschäftsführer des Vermittlers „meine ernte”, begrüßten zusammen mit Agnes und Friedrich Mertin die rund 40 großen und kleinen Hobbygärtner bei tollem Frühlingswetter. Dann ging es zu Fuß zu den rund 300 Meter entfernten Gemüsebeeten, auf denen schon im Vorfeld einmalig rund 20 Gemüsesorten gepflanzt und gesät wurden. Für eigene Wunsch-sorten wie beispielsweise Kräuter oder Peperoni gibt es auf jedem Beet extra freie Reihen.

Auf einer Gemeinschaftsfläche befinden sich die nötigen Dinge für eine erfolgreiche Gärtnerei wie Wassertanks und eine Hütte mit Gartengeräten. Dort finden ab sofort auch jeden Freitag um 17 Uhr die Garten-Sprechstunden bei Friedrich Mertin statt. Gegen 16.30 Uhr wurde dann das rote Band durchschnitten: Der Weg war frei zu den Beeten.

Kaum erwarten konnten es Marlies und Reiner Hölscher aus Scharnhorst, ihr kleines „Sanssouci” zu besichtigen. „Ohne Sorgen” - dieser Name des Potsdamer Schlosses passe auch gut zu ihrer Scholle. Reiner Hölscher erzählt: „Wir hatten schon mal früher unser kleines Sanssouci in der Gartenstadt Ardeyblick. Aufgrund der WM vor vier Jahren wurde unser Garten leider abgerissen.” Seitdem habe sich das Ehepaar immer nach einem neuen Stück Land gesehnt. Und dieses neue Gemüsebeet sei eine kostengünstige Alternative (149 Euro pro Saison für 50 Quadratmeter) zu einem Grundstück in einem Kleingartenverein.

Fast nebenan liegt die Parzelle namens „Knorr-Fit” von Karin Knorr (49) und Sohn Andreas (19). Über die Internet-Plattform „Xing” wurde die Ernährungsberaterin aus Lütgendortmund von „meine ernte” angesprochen und war sofort hellauf begeistert von dem Projekt. „Preiswert, gesundes Gemüse, Spaß haben und Kontakte knüpfen”, erklären die Knorrs ihre Beweggründe.

Anmeldung bis Mai

Im „petit jardin” hissten Petra Schäckermann und Tochter Victoria kurzerhand die schwedische Fahne. „Wir haben noch keine französische”, erklärte Petra lächelnd, während Victoria die Gießkanne am Wassertank nachfüllte.

„Noch sind rund 30 Parzellen frei. Interessierte können sich noch bei uns melden", betonte Natalie Kirchbäumer. Wer also Interesse an einem Gemüsebeet für eine Saison oder länger hat, der sollte sich bis Ende Mai entscheiden.

Thilo Kortmann

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