"Die Unruhe im Verein ist sehr groß"
30.12.2009 | 17:08 Uhr 2009-12-30T17:08:00+0100Husen/Kurl. Der SC Husen-Kurl drängt zur Eile: Wenn nicht bald ein neuer Sportplatz-Standort hergerichtet wird, droht dem Verein das Aus. Vorsitzender Andreas Edelstein sagt im Gespräch mit unserer Zeitung: Dem Ortsteil droht auch der Verlust eines starken Stücks Sozialarbeit.
Unter welchen Einschränkungen leidet Ihr Sportbetrieb?
Der Spielbetrieb leidet sehr. Insgesamt können nur 70 Prozent aller angesetzten Heimspiele in Husen durchgeführt werden. Die anderen Spiele werden auf dem Sportplatz von SV Dortmund 82 ausgetragen. Die Senioren können beispielsweise in den Wintermonaten erst um 15.30 Uhr und 17.30 Uhr spielen. Es gibt Jugendmannschaften, die in den letzten acht Monaten nur ein Spiel in Husen ausgetragen haben.
Und das sonstige Vereinsleben?
Das leidet natürlich auch: Es finden kaum noch Begegnungen am Sportplatz statt. Veranstaltungen wie Jugendturniere können nur stark eingeschränkt stattfinden. Doch sind es gerade diese Dinge, die ein Miteinander fördern. Ein Ort der Geselligkeit und des Miteinanders kann unter diesen Umständen wahrlich nicht entstehen.
Zudem ist wegen der ungewissen Situation die Unruhe im Verein sehr groß, da keiner so genau weiß, wie es auch vor dem Hintergrund der Finanzlage unserer Stadt weitergeht.
Welche Auflagen haben Sie von der Stadt?
Der Trainingsbetrieb in der Woche darf nur von 16 bis 20 Uhr durchgeführt werden. An Samstagen darf die reine Spielzeit von 180 Minuten nicht überschritten werden. Sonntags darf auch nur 180 Minuten gespielt werden, Mittagsruhe ist von 13 bis 15 Uhr.
Seit wann gelten diese Einschränkungen?
Seit Februar 2009.
Welche Konsequenzen hat das konkret?
Im Trainingsbetrieb müssen sich nun mehrere Teams die Trainingszeiten teilen, da in der Regel erst ab 17 Uhr trainiert werden kann, da die Trainer berufstätig sind. Dies führt dazu, dass manchmal fast 80 Kinder gleichzeitig trainieren. Im Spielbetrieb werden an den Spieltagen vier von sieben Großfeldspielen auf dem Sportplatz von Dortmund 82 ausgetragen.
Aus den Einschränkungen resultieren in letzter Konsequenz aber auch erhebliche Einnahmeverluste im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Die Haupteinnahmequelle im Jugendbereich „Turniere“ ist durch die starke Einschränkung komplett versiegt. Auf der Einnahmeseite fehlt dem Gesamtverein ein fast fünfstelliger Betrag.
Die Einnahmeausfälle können wir nicht auf die Vereinsbeiträge umlegen: Familien würden ihre Kinder abmelden.
Seit wann bemühen Sie sich um einen neuen Sportplatz-Standort?
Verein, Verwaltung und Politik seit Februar 2009. Wobei das Bemühen weniger beim Verein liegt, da wir keinerlei Einfluss auf eine Standortwahl haben. Die Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung ist sehr vertrauensvoll.
Kennen Sie die sechs von der Stadt geprüften Standort-Alternativen?
Ja.
Welchen Standort halten Sie für den besten?
Der Verein bleibt bei seiner Eingangsaussage: „Der beste Standort ist der, der am schnellsten realisierbar ist“. Unter den geprüften Standorten scheint der Platz an der Kurler Straße aber die beste Wahl zu sein.
Warum?
Weil hier nach den bisherigen Kenntnissen eine Umsetzung am ehesten realisierbar erscheint, da es sich um ein städtisches Grundstück handelt. Zudem liegt der Platz verkehrstechnisch gut und ist auch für die Jugendspieler in der schlechten Jahreszeit sicher erreichbar; dies erscheint an anderen Standorten nicht der Fall zu sein. Sehr reizvoll ist natürlich auch die Einbettung in die tolle Landschaft.
Die FDP in der Bezirksvertretung Scharnhorst führt an: Es sei angesichts der Finanzmisere der Stadt unvertretbar, drei Plätze für den 7500-Einwohner-Ort zu unterhalten: Den aktuellen Platz für den Schulsport, den alten Bolzplatz und den neuen Platz westlich der Kurler Straße. Was sagen Sie dazu?
Den alten Sportplatz an der Werimboldstraße noch als Sportplatz zu bezeichnen ist fernab jeglicher Realität. Dort wird seit über 30 Jahren kein organisierter Spielbetrieb mehr abgehalten. Zudem liegt die Unterhaltung nach unseren Erkenntnissen auch nicht mehr in der Obhut der Stadt. Der aktuelle Platz ist wegen der Anwohnerbeschwerden auf Dauer nicht zu halten, soll aber als Schulsportplatz weiterhin zur Verfügung stehen. Künftig könnte er ja auch für Investoren in Sachen Wohnbebauung attraktiv werden. Sollte der Spielbetrieb dort wegfallen, ist auch der Unterhalt der Anlage finanziell überschaubar.
Und das Kosten-/Nutzenverhältnis für den Ort?
Der Einwand, gemessen auf die Einwohnerzahl, erscheint durchaus vertretbar. Im Umkehrschluss muss man aber auch festhalten, dass unser Verein zu den größten Fußballabteilungen Dortmunds gehört, obwohl Husen/Kurl über eben nur 7500 Anwohner verfügt. Bringt man dies in Relation, sind wir, gemessen an der Einwohnerzahl, fast der mannschaftsstärkste Verein Dortmunds.
Inzwischen hat sich eine Bürgerinitiative gegründet gegen den neuen Sportplatz westlich der Kurler Straße. Wie gehen Sie damit um angesichts einschlägiger Erfahrungen mit Ihren jetzigen kritischen Nachbarn?
Bisher ist uns diese Bürgerinitiative nur aus der Presse und über T-Shirt-Aktionen bis hin zu Flugblättern bekannt. Wir müssen und werden deren Reaktion akzeptieren.
21:44
Der arme Verein. Nun sind se ganz verzweifelt. Die bösen Anwohner !
Als Sportler würde ich auch mal versuchen, die andere Seite zu verstehen. Würden sie dort wohnen, würden sie sehr schnell eine ruhige Lösung haben wollen. Wer an 7 Tagen in der Woche 35 - 40 Std Sportlärm aushalten, der wird schnell anders denken.
Immer dann wenn man gerade Freizeit hat, haben die anderen Fußballspaß.
Ich kann nicht verstehen, warum gerade Fußballer da so egoistisch denken.
Aber es gibt ja Gott sei Dank Gesetze. Und das stellt fest, dass es sich um Lärm handelt und deshalb gibt es das Sportanlagenlärmschutzgesetz - zum Schutz des Bürgers. So einfach ist das !
15:09
Ich habe da andere Informationen. Es haben wohl schon ein paar hundert Anwohner eine Unterschriftenliste gegen den Standort unterschrieben. Was soll denn in einer Unterlassungsklage stehen? Verbieten Sie die freie Meinungsäußerung!?? Also ehrlich, ich glaube, Sie schaden unserem Verein eher mit Ihren Äußerungen. Am besten wäre es vielleicht, wenn der Platz da bleiben könnte, wo er ist. Das finden viele andere Eltern auch.
22:51
Ich würde den Verein SC Husen Empfehlen eine
Demo bei Frau Astrid Grolla mit die Bürgerinnen
und Bürger aus Husen/Kurl zu unternehmen,viel
wird Frau Grolla endlich mal Wach werden,dass ein kleiner selbst genannter Haufen nicht in Kurl das Sagen haben.In Notfall könnte ich mir auch
Sagen haben.In Notfall könnte ich mir auch vorstellen gegen Frau Grolla eine Gerichtliche
Unterlassungklage ein zu reichen. Der grösste teil
der Bürgerinnen und Bürger möchten den Platz
an der Kurlerstraße haben,und nicht was eine
Frau Grolla bestimmt.
Hallo KLesche
Was sollen die Hassattaken gegen Frau Grolla?
Sie vertritt bzw ist Sprecherin von über 100 direkt betroffenen Bürgen und über 80
alten Menschen im Altenpflegeheim Plus Krankenhaus!
"Es können viele Menschen zusammen singen, aber nur einer sprechen"
Nicht gewusst??
10:36
Kann ich mir auch nicht vorstellen. Wäre wohl auch viel zu teuer mit der alten Zeche in Husen, die Schadstoffe da raus zu holen. Sollen sie doch drin bleiben, hat bisher auch keinen gestört.
08:11
Es wird mit Sicherheit im Januar Bewegung in der V.B Scharnhorst kommen da bin ich mir ganz sicher,
dass eine kleine Gruppe aus Kurl das Sagen haben
soll wo ein Sportplatz angelegt werden kann,kann
ich mir nicht vorstellen.
18:00
killah edelstein ya!!!