Bürgerinitiative wehrt sich plakativ und virtuell
08.03.2010 | 16:55 Uhr 2010-03-08T16:55:00+0100Husen/Kurl. Die Bürgerinitiative gegen einen neuen Sportplatz an der Kurler Straße verstärkt ihr Engagement.
Mit einem Plakat machen die Aktiven auf die Nachteile aufmerksam, die ihrer Ansicht nach von einem Bau des Sportplatzes auf dem Freigelände für die Natur ausgehen würde. Buntspecht, Eisvogel, Kuckuck und Kiebitz seien u. a. bedroht. Als Fazit darunter „Dortmund - Natur hat keinen Wert”.
Außerdem stellte die Bürgerinitiative eine Internetadresse online (die noch in Arbeit ist), um für ihre Ziel zu werben. „Wir halten es für unverantwortlich und kurzsichtig, die Kosten für eine neue Sportanlage nur nach den Baukosten zu berechnen. Die Stadt vergisst in ihren Berechnungen den Preis der Natur. Die Entscheidungsträger in Dortmund rechnen Naturflächen immer noch als eine kostenfreie Position in ihre Kalkulation ein”, heißt es dort.
Die Anwohner machen darauf aufmerksam, dass die geplante Anlage 260 mal 175 Meter misst. „Die Haken an der Sache: Die Anlage würde in nur 50 Meter Entfernung zum Waldrand des Naturschutzgebietes liegen. Zur anderen Richtung blieben etwa 60 Meter zum Wohngebiet – neue Konflikte mit den Anwohnern sind vorprogrammiert, zumal die Bebauung genau in der vorherrschenden Windrichtung liegt.”
Wie berichtet, stehen FDP und Grüne der Lösung kritisch gegenüber; SPD und CDU scheinen sich einig, dem SC Husen an der Kurler Straße einen Ausweg aus seinem jetzigen Dilemma anbieten zu wollen. Allerdings schwebt über dem Projekt die Haushaltsmisere der Stadt.
14:23
@7 gedankenflucht:
Ich kann Ihre Sorge verstehen, aber: Es ist sicher nicht die Sprache der Sportler. Der SC Husen/Kurl hat genauso wenig Interesse daran, die Fronten zu verhärten wie wir. Ich tippe da eher auf einen oder mehrere krawallige Sympathisanten, die sich nicht trauen, öffentlich zu argumentieren, sondern stattdessen ungewollt die Sportler in ein schlechtes Licht rücken. – Sollte derjenige oder diejenigen das hier lesen: Redet mit uns! Oder schreibt doch mal, was Euch so wütend macht.
10:41
zu Daniel R.
Sie haben Recht, es geht um Egoismus - Egoismus ist, wenn eine klägliche Minderheit einer Mehrheit ihren Willen aufzwingt.
Bezüglich des Schildes empfehle ich Anzeige wegen Sachbeschädigung.
Wenn das die Sprache der Sportler ist, was steht uns dann bevor, wenn der neue Sportplatz fertig ist?
20:47
Ich fände es in ganz Husen-Kurl viel wichtiger, wenn in den wärmeren Monaten nicht ständig irgendwelche grölenden (oder auch nur laut quatschenden) Typen durch die Nacht laufen würden und einen aus dem Schlaf reissen. Schließt nicht den Sportplatz, sondern dieses unselige Painthouse. Jugendliche Fast- oder Baldalkoholiker kann man da z.B. an Sonn- und Feiertagen in den Morgenstunden besichtigen. Wenn dann die Köter irgendwelcher anderer Typen nicht die Bürgersteige vollscheißen würden (von den Rasenflächen mal ganz abgesehen), dann kann der Sportplatz in der Eichwaldstraße ruhig bestehen bleiben. Wer von den Beschwerdeführern hat da schon vorher gewohnt, als es den noch nicht gab ? Wieso können die sich eigentlich so durchsetzten ? Das ist genauso bekloppt, wie sich als Anwohner über Lärm am Hellweg zu beschweren, der schon zu Opas Zeiten da war. Da bauen wir dann auch eine teure Straße durch das letzte Stück Natur zwischen Asseln und Kurl.
11:43
@Daniel R.:
Unter unseren Mitstreitern sind etliche Eltern mit schulpflichtigen Kindern. Worauf stützt sich Ihre Behauptung, dass unsere Argumente vorgeschoben seien? Auf Ihre höchstpersönliche Vermutung? Reden Sie mit uns! Unsere E-Mail-Adresse und Telefonnummer finden Sie auf unserer Internetseite: www.prosportplatz-pronatur.de
10:13
Sehr geehrte Frau Grolla,
bitte machen Sie sich und anderen Leuten doch nichts vor. Hier geht es weder um Naturschutz noch um Kinder, sondern Einzig und Allein um Egoismus, geschürt durch die Angst in der (Alters)ruhe gestört zu werden.
Sie befinden sich allerdings in guter Gesellschaft zu allen anderen BIs in Dortmund, denen es natürlich ausschließlich um das Wohl der Natur und Kinder geht in B1-(Tunnel), Flughafen oder Tedi Umgebung.
Wenn man seine Meinung öffentlich kund gibt, dann sollte [editiert von Moderator] sagen, worum es wirklich geht und nicht vorgeschobenen Argumente proklamieren.
Das Schild in Husen hat mittlerweile jemand modifiziert in Jugend hat keinen Wert. War auch meine Idee, leider hat Sie jemand vor mir umgesetzt.
23:29
@SCHusenKurl:
Ich wohne hier seit über 40 Jahren. Schon damals bin ich auf dem Sportplatz an der Eichwaldstraße gerannt. Gab es tatsächlich noch einen zweiten bzw. dritten in der Werimboldstraße? Wir setzen uns sehr wohl mit der Frage auseinander, wo die Kinder hin sollen. Aber eben nicht nur bis zur Nasenspitze, sondern darüber hinaus auch mit dem Natur- und Umweltschutz, der für die Zukunft der Kinder eine große Rolle spielen wird. Wir denken, dass beides geht, Naturschutz UND Sportplatz ist unser Anliegen. Rufen Sie uns doch einmal an oder schreiben Sie uns und machen Sie sich schlau. www.prosportplatz-pronatur.de
22:03
Armer Knubbel, ich finde, Dich muss man auch nicht haben. Sportler sind wirklich eine Plage der Menschheit. Mann, mann, was ist bloss aus unserer Gesellschaft geworden? Einfach Armseelig!!!
Die neuerliche Aktion der BI kann doch auch nicht wirklich ernst gemeint sein. Die Frage, die hier doch einzig erlaubt sein muss und die sich die Leute in Husen-Kurl stellen müssten, lautet: Wo sollen denn die Kinder hin?. Unglaublich, Vögel wichtiger zu nehmen als Kinder. Beschämend!!!
Haben denn die jetzigen Beschwerdeführer vergessen, dass dort wo sie jetzt wohnen, früher der Sportplatz des VFL Kurl war, und nur durch diese Wohnbebauung der damalige Naturraum samt Sportplatz vernichtet wurde. Es ist doch ein Hohn, daß ausgerechnet diese Leute heute von Zerstörung der Natur sprechen. Ich kann den Einwohnern von Husen und Kurl nur wünschen, dass baldigst eine Lösung gefunden wird, der Schaden ohne Fußball spielende Kinder oder generell Sport treibende Kinder, wäre verheerend. Ich persönlich schäme mich angesichts dieser Diskussion Mitbürger dieser Leute zu sein.
23:40
Ich kann die armen Leute verstehen, weil ich selbst in der Nähe eines solchen Sportplatzes wohne.
Da kommen die Sportler mit dem Auto und würden am liebsten auf dem Platz parken.
Weil das nicht geht, werden dafür die wenigen Parkplätze der Anwohnern immer wieder blockiert, andere Besucher kreisen mit ihren Fahrzeugen ständig um die Blocks, in der Hoffnung, auch noch irgendwo einen Parkplatz zu finden.
Dazu das laute Gejohle, das Gepfeiffe von irgendwelchen Wichtigtuern, die Lautsprecherdurchsagen, die bis in die Schlafzimmer dringen, die Klopperei mit den Bällen ... nee, sowas muss man wirklich nicht haben ...
14:23
@7 gedankenflucht:
Ich kann Ihre Sorge verstehen, aber: Es ist sicher nicht die Sprache der Sportler. Der SC Husen/Kurl hat genauso wenig Interesse daran, die Fronten zu verhärten wie wir. Ich tippe da eher auf einen oder mehrere krawallige Sympathisanten, die sich nicht trauen, öffentlich zu argumentieren, sondern stattdessen ungewollt die Sportler in ein schlechtes Licht rücken. – Sollte derjenige oder diejenigen das hier lesen: Redet mit uns! Oder schreibt doch mal, was Euch so wütend macht.