Beirat lehnt neuen Sportplatz-Standort ab
24.01.2010 | 14:18 Uhr 2010-01-24T14:18:00+0100Husen/Kurl. Der Beirat der Unteren Landschaftsbehörde (Umweltamt der Stadt) lehnt einen neuen Sportplatz für den SC Husen-Kurl auf der Freifläche westlich der Kurler Straße ab. Statt dessen schlagen die 16 Mitglieder des Gremiums eine Alternative vor. Der Beschluss des Beirats fiel einstimmig.
Zur Begründung führte der Beirat an: Der geplante Standort liege in einem Landschaftsschutzgebiet östlich des Naturschutzgebietes "Buschei". Der Gebietsentwicklungsplan stelle dort einen regionalen Grünzug und einen Bereich zum Schutz der Landschaft und landschaftsorientierten Erholung dar. „Die Umweltqualitätsziele zur Freiraumentwicklung empfehlen ebenso wie die Klimaanalyse für diesen Bereich den Verzicht auf jegliche Bebauung.” Südlich des geplanten Standortes östlich des Asselner Baches befänden sich eine Wallhecke und Feldgehölz entlang eines Bachlaufs, das im Biotopkataster des Landes dargestellt sei.
Ein Sportplatz mit Vereinsheim, Umkleidekabinen und Parkplätzen sowie der Betrieb stellten zusätzlich zum Sportplatz „einen erheblichen Landschaftseingriff und eine Beunruhigung für Mensch und Tierwelt dar. Wegen der Bedeutung dieses Freiraums wurde bereits in den 1980er Jahren die Verlegung der Kurler Straße (L 556n) verworfen.”
Von den seitens der Verwaltung untersuchten sechs Standortalternativen wäre der Standort an der Husener Straße (ehem. Zeche Kurl) mit den geringsten Landschaftseingriffen verbunden. Dieser Standort würde auch der Zielsetzung des Landes entsprechen, zunächst Altstandorte zu reaktivieren, bevor Freiraum in Anspruch genommen wird. So weit der Beirat, dessen Votum für einen politischen Beschluss zu berücksichtigen wäre.
Unterdessen trafen sich Bürgerinitiative (BI) auf der einen und SC Husen-Kurl auf der anderen Seite zu einem Meinungsaustausch. Astrid Grolla (BI) und Andreas Edelstein (Vereinsvorsitzender) sowie ein weiterer Vertreter des Vereins führten nach Angaben von Grolla ein freundliches Gespräch. Grolla: „Herr Edelstein machte deutlich, dass eine möglichst schnelle Entscheidung und Realisierung (über-)lebenswichtig für den Verein sei. Gleichzeitig betonte er, dass es ihm am liebsten wäre, mit seinem Verein am jetzigen Standort zu verbleiben.” Das sei aber wohl rechtlich nicht möglich. Die Bürgerinitiative, so Grolla weiter, würde den Verein unterstützen, wenn dessen neuer Standort der alte Zechenstandort wäre.
Am Dienstag, 26. Januar, beschäftigt sich auch die Bezirksvertretung Scharnhorst mit dem Thema. Ein Mitarbeiter der Stadt wird die Dinge aus seiner Sicht berichten und für Rückfragen zur Verfügung stehen. Die Bürgerinitiative will an der Versammlung ebenfalls teilnehmen, kündigte Grolla an.
Die Bezirksvertretung Scharnhrost tagt ab 15.30 Uhr im PZ der Gesamtschule öffentlich.
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