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Linke nutzen Demo als Gewalthappening

08.09.2009 | 10:06 Uhr
Linke nutzen Demo als Gewalthappening

Dortmund. Linke Krawallmacher haben die Demonstrationen gegen den Neonazi-Aufmarsch in Dortmund zur Randale genutzt. Die Landesvorsitzende der Grünen, Daniela Schneckenburger, kritisiert: "Leider bleibt dieses Bild von linken Demonstranten haften. Das ist schädlich für die Sache."

Die Polizei nennt sie „erlebnisorientierte Jugendliche”. Auf den linken Demonstrationszügen am Wochenende wurde deutlich, was sich hinter diesem Begriff verbirgt: Junge Menschen nutzen die Gelegenheit einer friedlich geplanten Demonstration gegen Neonazis, um zu randalieren, zu zerstören und zu verletzen.

Video
Szenen der linken und rechten Demo aus Dortmund. Video: Katrin Figge

Die Landesvorsitzende der Grünen, Daniela Schneckenburger, hat über den gesamten Tag Kundgebungen beobachtet, um sich ein Bild von den Teilnehmern zu machen.

"Es war gezielte Randale"

Den Zug des Bündnisses S5 begleitete sie nur kurz, da er bereits nach wenigen hundert Metern aufgelöst wurde und es zu Attacken mit Steinen gegen die Polizei kam: „Eine gezielte Randale. Leider bleibt dieses Bild von linken Demonstranten haften. Das ist schädlich für die Sache.” Da die Neonazis weitgehend friedlich demonstrierten, sei damit zu rechnen, dass auch in den kommenden Jahren ein Verbot ihrer Demo keinen Erfolg habe und sie wieder marschieren würden. Also gebe es auch wieder Gegendemonstrationen. „Dabei müssen Stadt, Gewerkschaft, Kirchen und Parteien darauf achten, wie sie diese Jugendlichen in ihre Planungen mit einbeziehen.”

Aus Sicht der Polizei würde es schon helfen, wenn Randalierern der Zugang zu Pflastersteinen nicht so einfach gemacht werde wie am Samstag. Wegen der Bauarbeiten auf der Kampstraße lagen die Steine greifbereit auf einem Haufen. „Die hatten vorher besser gesichert werden müssen”, so ein Polizeibeamter.

Grenzen testen

Die Landesvorsitzende der nordrhein-westfälischen Grünen, Daniela Schneckenburger. Foto: ddp

Das Phänomen der „erlebnisorientierten Jugendlichen”, ist für den Soziologen Prof. Ronald Hitzler von der TU Dortmund der Versuch junger Menschen, Grenzen auszutesten. Der Jugendforscher sieht die Klientel zwischen 15 und 30 Jahren in einer streng reglementierten Gesellschaft, in der selbst eine Schulhof-Rangelei zu ächten sei, den Versuch unternehmen, ihre Grenzen auszutesten. „Das ist keine Rechtfertigung für die Gewaltexzesse, aber könnte eine Erklärung der Ursachen sein.” Ob sie dabei ideologisch motiviert seien oder einfach nur etwas erleben wollten, sei nur durch eine empirische Studie zu klären. Gerade um die ungefestigten Jugendlichen müsse sich laut Daniela Schneckenburger gekümmert werden, um sie nicht an gewaltbereite Linksautonome zu verlieren.

Gregor Boldt

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Kommentare
14.09.2009
07:51
Linke nutzen Demo als Gewalthappening
von narit | #72

#67 In den neun Jahren als gewaltfreie Antifaschistin habe ich hier in Dortmund die völlig unsinnigen Kesselungen der Polizei mitbekommen, wo der Polizeipräsident nach vier Jahren Gerichtsverhandlungen endlich eingestanden hat, dass diese nicht rechtmäßig gewesen seien. Ich habe viele friedliche Demos gegen Rechts erlebt, die von der Willkür der Polizei gestoppt wurden, während die Rechten laufen durften. Ich hatte eine Statistik von Übergriffen von Rechten hier hineingestellt, die aber seltsamerweise nicht stehenbleiben durfte, obwohl es belegbare Fakten waren. Würden die Rechten hier nicht so hartnäckig ihre Kundgebungen unter massivsten Polizeischutz durchziehen, hätte sich doch die ganze Eskalation erledigt. Und immer wieder...ich habe erst noch am Vinckeplatz die so gewaltfreien Rechten beobachten können, die einen friedlichen Gegendemonstranten angegriffen haben. Vom 1. Mai will ich gar nicht mehr reden....
und wieso wird eben immer nur von einer kleinen Gruppe Gewaltbereiter geredet und die im Gegensatz dazu immense Anzahl an friedlichen Demonstrante unter den Tisch fallen lassen. Seltsamerweise wird doch immer so fleißig seit Jahren alles von der Polizei gefilmt und genug Verhaftungen gab es auch, trotzdem sind sie nicht in der Lage, genau diese Übeltäter sich rechtzeitig herauszupicken? Oder liegt es eher daran, dass es genau so gewollt ist?

13.09.2009
12:46
Linke nutzen Demo als Gewalthappening
von Halbstark | #71

@narit
was möchtst du denn mit deinem fingerzeig richtung,polizei,hamburg und rechte im alltag überhaupt aussagen?

zb. das verhalten seitens linksautonomer,schwarze blöcke und erlebnisorientierte teenis gehet mir die lezten jahre sowas von auf die nerven.

diese gruppen bilden meist den kleinsten teil einer
demo.
zetteln aber den grössten stress an.
ich hab es schön öfters erlebt,dass sich genau diese gruppen nach erfolgreicher provokation
direkt unters friedliche demovolk mischen.

das ergebnis war teilweise,das die polizei komplette friedliche strassenfeste/demos usw. auseinander nahm.

nur dummköpfe kommen auf solche strategien.

narit,hast du denn sowas in deiner demolaufbahn noch nicht erlebt?

13.09.2009
09:26
Linke nutzen Demo als Gewalthappening
von Virenfrei | #70

Es gibt keine Linken Krawallmacher !
Das waren und sind verkleidete und bezahlte CDU anhänger!
Das weiß doch jeder und auf dem foto gut zu erkennen.

12.09.2009
14:38
Linke nutzen Demo als Gewalthappening
von narit | #69

Ein schönes Beispiel ist doch jetzt wieder Hamburg, 90 Neonazis werden von 2000 Polizisten geschützt. So kommen auf einen Rechten 22 Polizisten, wo bleibt da noch die Verhältnismäßigkeit? Und nur weil die Rechten meinen, gegen das Schanzenfest protestieren zu müssen? Armes Deutschland!!!

12.09.2009
14:34
Linke nutzen Demo als Gewalthappening
von narit | #68

#63 Möglich ist dies durch perfekte Kopierung der Linksautonomen ! Und nur weil die Rechten auf ihren einsamen Demos unter massiven Polizeischutz sich nicht mehr frei bewegen können, sagt das noch lange nichts über ihre angebliche Gewaltfreiheit aus. Wenn sie könnten, würden sie....so, wie sie es jeden Tag in Deutschlands Strassen tun mit Übergriffen gegen Ausländer und Behinderte....wie blind muss man eigentlich sein, um solche Kommentare abzugeben?

11.09.2009
14:57
Linke nutzen Demo als Gewalthappening
von Halbstark | #67

@narit

narit ! fakt ist,das die übergriffe aus dem linken blöcken kamen.
verlangst du jezt von jedem polizeibeamten oder aussenstehenden,das er deine quellen aus dem internet nuzt ?

du als angehender insider solltest einfach mal
darüber nachdenken ,wie es zu stande kommt das
sich rechte in euren blöcken einschleusen können.

da scheinen sich die rechten besser unter kontrolle zu haben.

11.09.2009
09:46
Linke nutzen Demo als Gewalthappening
von WATZZZZ | #66

Wenn jemand einen intelligenten Sozialsten kennt, dann kennt er bestimmt auch einen belesenen Analphabeten, oder?

10.09.2009
11:38
Linke nutzen Demo als Gewalthappening
von narit | #65

#58 Wer sich aktiv gegen Rechtsradikalismus einsetzt, kennt irgendwann die Gesichter. Da muss man sich nur ein bisschen mit dem Internet auskennen. Man sollte seine Feinde schon kennen, alles andere ist naiv! Und es ist nicht das erste Mal, dass sich Rechte auf Gegendemos einschmuggeln, um sich mit der Polizei Gefechte zu liefern. Das sind allgemein bekannte Tatsachen, die im Kommentar #56 angesprochen wurden. Und auch ich habe sehr aggressive Polizeibeamte bei der Demo miterlebt, die wegen kleinster Dinge z. B. hupende Autofahrer, regelrecht ausgerastet sind.

10.09.2009
09:56
Linke nutzen Demo als Gewalthappening
von technikus53 | #64

Der Streit um linke oder rechte Opfer der Gewalt ist lächerlich und unnötig angesichts der weltweiten Zahl an Gewaltopfer einer bestimmten religiösen Gruppierung.
Deren Vertreter sitzen im Dunklen und lachen sich kaputt über die doofen Deutschen, die sich selbst zerfleischen.

09.09.2009
20:11
Blockierter Kommentar.
von Thomas.Lau | #63

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