Das aktuelle Wetter Dortmund 12°C
Politik

Lehrer nach ProNRW-Demo vom Unterricht ausgeschlossen

12.06.2012 | 16:40 Uhr
Lehrer nach ProNRW-Demo vom Unterricht ausgeschlossen
Anhänger der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW protestierten am Samstag in Köln gegen die Kundgebung der Salafisten.Foto: dapd

Dortmund.   Der Dortmunder Lehrer, der auf einer Demonstration der rechtspopulistischen Partei ProNRW sagte, er habe mehr Angst vor Ismalisten als vor Nazis, ist von der Stadt vom Unterricht entbunden worden. Weitere Disziplinarmaßnahmen sind geplant.

Die Bezirksregierung Arnsberg prüft, ob ein Lehrer des Dortmunder Stadtgymnasiums durch verschiedene öffentliche Äußerungen gegen dienst- und beamtenrechtliche Vorschriften verstoßen hat, als er auf einer Kundgebung der Partei ProNRW teilgenommen hatte.

Die Schulleitung des Stadtgymnasiums hat den Lehrer am Dienstag vom Unterricht entbunden. Die Bezirksregierung behält sich vor, dem Lehrer bis zur Klärung des Sachverhalts die Ausübung sämtlicher Dienstgeschäfte zu verbieten.Zudem prüft die Bezirksregierung, ob aufgrund der öffentlichen Äußerungen des Lehrers ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet wird.

Der Lehrer hatte auf der Kundgebung von ProNRW gesagt, er sei eigentlich dem „linken Spektrum“ zuzuordnen und wähle die Grünen. Als „bekennender Homosexueller“ und als Lehrer habe er aber mehr Angst vor Islamisten als vor Nazis.



Kommentare
12.06.2012
19:54
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #42

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.06.2012
19:52
Russische Verhältnisse?
von Kodiak | #41

Man darf eben nicht mehr seine Meinung offen sagen, selbst dann, wenn es gegen kein Gesetz verstößt und niemanden beleidigt. Ein kleiner Putin sitzt überall und dreht einem einen Strick daraus!

12.06.2012
19:46
Lehrer nach ProNRW-Demo vom Unterricht ausgeschlossen
von DocMichi | #40

Zu meinem Leid, kenne ich diesen Menschen leider persönlich!

Er hat schon öfter bekundet, dass er Wilders und Co gut, dann aber einen Rückzieher gemacht und nichts mehr dazu bei Facebook geschrieben. Als er dann bis Sonntag noch in meiner Freundesliste war, habe ich mir sein Profil noch mal angeschaut und seit ein paar Tagen hetzte er wieder extrem gegen den Islam.

Wegen der Sache mit der Kundgebung wurde er auch am Sonntag von einer Veranstaltung in Köln ausgeschlossen. Er versuchte bei uns dies runterzuspielen und wir wussten nicht, was Sache war. Aber dank Smartphone war die Sache erschreckender Weise schnell klar und sein Profil sagte auch sehr viel aus.

Er ist zudem eh provokant und in Dortmund aus zwei regionalen Gruppen ausgeschlossen worden, was verschiedene Gründe hatte. Jeder hoffte, dass sein Verhalten, was er zeigte, aber bis dato nicht rechtspopulistisch war, reichen würde, ihn vor den Schülern zu schützen.

Nur macht er es selber! Wir danken dir dafür! *kopfschüttel*

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #40-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.06.2012
19:43
Lehrer nach ProNRW-Demo vom Unterricht ausgeschlossen
von gruftie | #39

Hat ein Lehrer sich auch außerhalb der Schule unpolitisch zu verhalten? Ist mir neu diese Einstellung.
M.E. ist hauptsächlich sein Outing als "bekennender Homosexueller" den Herrschaften in Arnsberg/Dortmund ein Dorn im Auge: Willkommen in den 70ern - im Jahrzehnt der Berufsverbote! Gründe dafür finden sich doch immer wieder.

12.06.2012
19:40
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #38

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.06.2012
19:38
Lehrer nach ProNRW-Demo vom Unterricht ausgeschlossen
von Punisher123 | #37

@ #35

Das ist doch vorgekommen: Im letzten Landtag saß eine Abgeordnete der LINKEN, die bis zur Annahme ihres Mandates Gymnasiallehrerin war und einem öffentlich-rechtlichen Politmagazin kurz nach ihrer Wahl 2010 offenbarte, dass die DDR für sie kein Unrechtsstaat gewesen sei. Die Dame soll Gesellschaftswissenschaften unterrichtet haben.

@ 36

Zweifelhaft sind linksextreme Foren und Personen, die derartige Praktiken auch noch goutieren.

1 Antwort
...
von rookhome | #37-1

What?

12.06.2012
19:30
@HolgerA #18
von rookhome | #36

"ProNRW ist für mich als Partei ein NoGo - die eigentlichen Macher sind erzkonservative Christen - wieso man dort als Homosexueller nach Gleichgesinnten sucht ist mir rätselhaft ..."

Einer der wenigen klugen Sätze zwischen lauter zweifelhaften Kommentaren hier im Forum. "He jumps out of the frying pan into the fire". Viel Toleranz wünsche ich dem homosexuellem Lehrer bei den christlich-fundamentalistischen Spießbürgern von PRO NRW.

12.06.2012
19:29
Komisch,
von PSorensen | #35

die Partei ist nicht verboten, damit darf der Lehrer das, das ist vom GG geschützt. Interessant wäre es zu erfahren, ob Lehrernnen auch vom Unterricht ausgeschlossen werden, wenn sie in der Partei DIE LINKE Mitglied sind, denn die werden ja auch vom BfV beobachtet -ach nein, das Schlimme an seiner Äu´´erung war ja, daß er sagte, er habe mehr Angst vor dem Islamismus, dabei bereichert dieser doch vor allem unsere großstädtische Kultur so ungemein...

1 Antwort
Na dann...
von rookhome | #35-1

...viel Vergnügen in der dörflichen Idylle Brandenburgs oder MeckPomms, wo kein Migrant den teutonischen Frieden stört.

12.06.2012
19:29
Lehrer nach ProNRW-Demo vom Unterricht ausgeschlossen
von Ratingagentur | #34

Wahrscheinlich hätte sich der Lehrer auch lieber zu Demonstranten von SPD und Grünen gesellt. Aber es waren ja keine da. Die kommen ja nur, wenn es gilt den Papst zu beleidigen.

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #34-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.06.2012
19:18
Lehrer nach ProNRW-Demo vom Unterricht ausgeschlossen
von knutknutsen | #33

In diesen Artikeln und vielen hirnlosen Kommentaren wird das immer so dargestellt, als ob man sich zwischen einem der beiden Übeln, Islamismus oder den Faschos von den Pro Sekten entscheiden müsste.
Ich sage laut und deutlich: Nö!
Lehne ich beides ab! Religiöse und politische Eiferer sind sich ähnlicher als sie es selber wahrhaben wollen...

Aus dem Ressort
Live Ticker - Jahreshauptversammlung von Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
Die Vorzeichen waren schon einmal besser, wenn Borussia Dortmund zur Jahreshauptversammlung lud. Sportlich steht die Veranstaltung im Schatten des unnötigen Remis in Paderborn. Wirtschaftlich wird sich der Verein kerngesund präsentieren. Doch über allem schwebt die Frage: Wie geht es Marco Reus?
Unveränderlich: Neue Semesterticket-Preise stehen fest
Diskussion in der Uni
Im Gespräch zwischen Vertretern des Verkehrsbunds Rhein-Ruhr (VRR) und Studenten über die Preiserhöhung des Semestertickets gibt es noch immer keine Einigung. Luis Jos Castrillo, Vorstandsmitglied des VRR, hat mit Studenten der TU und FH diskutiert. Wir waren dabei.
Bundeswehr wirbt auf Jugendmesse "You" – Proteste geplant
Jugendmesse
Bei Deutschlands größter Jugendmesse "You" Ende November wird auf die Bundeswehr offensiv um Nachwuchs werben. Kriegsgegner wollen den Messestand verhindern. Doch vom Prokuristen der Westfalenhallen fühlen sie sich eingeschüchtert. Der Mann soll ihnen mit einem Geheimdienst gedroht haben.
"In Dortmund gewinnt der Billigste"
Bus-Skandal
Nach dem Skandal um nicht angeschnallte Kinder im Bus einer Transportfirma aus Asseln besteht bei den Unternehmen Ärger darüber, dass ein "schwarzes Schaf" die Schlagzeilen bestimmt. TRD-Geschäftsführerin Anja Fischer erklärt, wie es in der Branche aussieht - und wie es zu dem Skandal kommen konnte.
Sieben Tage, sieben Fragen - unser Dortmund-Quiz
Testen Sie Ihr Wissen
Na, haben Sie in den vergangenen sieben Tagen gut aufgepasst? Wir stellen Ihnen sieben Fragen zu sieben Nachrichten aus Dortmund. Machen Sie mit und finden Sie heraus, wie gut Sie informiert sind!
Fotos und Videos
Mensch stirbt bei Feuer in Marten
Bildgalerie
Fotostrecke
Neues Wohnen im Denkmal
Bildgalerie
Fotostrecke
Welcher Stand ist der schönste?
Bildgalerie
Fotostrecke
Mini-Sportabzeichen bei DJK Scharnhorst
Bildgalerie
Fotostrecke