Langemeyer verzichtet auf Titel
17.02.2010 | 18:31 Uhr 2010-02-17T18:31:00+0100Der Frage, ob sich der führere Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer den Titel "Alt-OB" ans Revers heften darf, ist geklärt: Langemeyer verzichtet und entgeht einer peinlichen Abstimmungsniederlage.
Der Rat der Stadt wird Ex-OB Gerhard Langemeyer (SPD) am heutigen Donnerstag mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht den Ehrentitel „Alt-OB” zu kommen lassen. Um einer peinlichen Abstimmungsniederlage aus dem Wege zu gehen, wurde in den vergangenen Tagen hinter den Kulissen nach Lösungen gesucht.
Die bahnte sich gestern an. Aufgabe von SPD-OB-Kandidat Ullrich Sierau sollte es sein, in Hintergrundgesprächen auszuloten, ob Langemeyer bereit sein könnte, freiwillig auf den Ehrentitel zu verzichten. In dem Fall, so die erste Überlegung, könne sein Name aus dem Beschlussvorschlag der Verwaltung gestrichen werden. Übrig bliebe der Name von Ex-Bürgermeister Adolf Miksch (CDU) ('99 bis 2009), der den Ehrentitel „Altbürgermeister” erhalten soll. Bei der Personalie Miksch würden die Ratsfraktionen mitziehen, auch die SPD.
Zweite Lösung: Ex-OB Langemeyer ('99 bis 2009) verzichtet auf seine Ehrenbezeichnung, und die Verwaltung zieht den Beschlussvorschlag komplett aus dem Verkehr. Dennoch muss Ex-Bürgermeister Miksch auf seine Ehrung nicht verzichten. Sie könne ja auch per Antrag einer Fraktion entschieden werden, hieß es gestern.
Es ist der Versuch, Gesicht zu wahren und Peinlichkeit abzuwenden. Neben der CDU haben auch die Grünen, die FDP/Bürgerliste und die Linken erklärt, Langemeyer nicht den Titel „Alt-OB” zukommen zu lassen. Der Vorschlag der Verwaltung hätte keine Chance. Und was sagt der Betroffene? „Natürlich freut es mich, wenn es den Vorschlag gibt, mir eine Ehrenbezeichnung zu verleihen”, so Langemeyer auf WR-Nachfrage. „Ich selbst habe das aber nicht beantragt.” Der Titel Alt-OB sei auf Vorschlag seines Vorgängers Günter Samtlebe eingeführt worden, der auf die Ausübung eines Ehrenamtes gezielt habe. Zu Samtlebes Zeiten war der Posten des Oberbürgermeisters tatsächlich ein Ehrenamt. Seit '99, seit die Aufgaben des Oberstadtdirektors und die des OB in einem Funktion gebündelt sind, ist der OB „Beamter auf Zeit”. Er, so Langemeyer, trage am Ende seiner Laufbahn einen anderen Titel: OB a.d. (Außer Dienst).
13:59
Stimmt nicht mehr, er führt das Geld ab.
10:28
#5: Nö, Langemeyer kassiert selbst ab: http://www.derwesten.de/wp/politik/Langemeyer-will-lukratives-RWE-Mandat-behalten-id309355.html
09:28
Ist ja ein toller Titel Alt-OB! Langemeyer ist zum Glück nicht so eitel, sich das auch noch anzutun. Ich wünsche ihm noch einige angenehme Aufsichtsratssitzungen bei der RWE. Außerdem führt er das Geld weiter in die Stadtkasse ab..aber das wollen die Hetzer nicht zur Kenntnis nehmen. Die treten lieber nach! Ekelhaft!
22:11
Hallo Herr Langemayer,
das ist nur ein Schritt in die richtige Richtung, aber ein Verbleib im Aufsichtsrat der RWE ist den Bürgerinnen und Bürgern Dortmunds nicht mehr zu vermitteln und schadet dem Ansehen unsere Stad. Denken Sie an ihre Partei und treten Sie ab.
21:38
Nichts als vorauseilender Gehorsam. - Immerhin das hat er erkannt und zeigt ein beträchtliches Maß an Einfühlungsvermögen in die Befindlichkeit seiner städtischen sozialen Umgebung: Derjenige, dem man schon ausgeprägte autistische Züge nachgesagt hat.
... fehlt jetzt aber noch der
VERZICHT AUF DIE AUFSICHTSRATS-TANTIEMEN VON RWE
Erst dann könnte Volkes-Seele sich mit ihm wieder befrieden.
Also: Nachlegen, Langemeyer.
20:48
hömma, noch sonn witz du un ich lach mich schlapp, abba mitte OB a.D. find ich gut, könnte doch an ulliken auch verliehen werden, odda nich.wat meinse, gibbet dafür die mehrheit.
20:12
Es ist sehr ehrenvoll von Herrn Dr. Gerhard Langemeyer, auf einen Titel zu verzichten, den er niemals verliehen bekommen hätte.