Überzeugender Auftritt von Roger Hodgson
18.03.2009 | 20:04 Uhr 2009-03-18T20:04:00+0100
Roger wer? Roger Hodgson? Kenn ich nicht. Ach, der Ex-Sänger von Supertramp, ach der… Seinen Namen kennen viele nicht, seine Musik kennen Millionen: Roger Hodgson, die Ex-Stimme der legendären Band Supertramp.
Spätestens als die ersten Töne seines Klassikers „Take The Long Way Home” erklangen, wussten die leider nur 1200 Besucher, wer dort oben am Keyboard saß. Der Mann mit der hohen Stimme, dem wallenden Haar und seinem ihm so eigenen, unverwechselbaren Sound. „Ich möchte, dass Sie Spaß haben, dass Sie mit einem Lächeln anschließend nach Hause gehen”, strahlte ein sichtlich gut gelaunter Sänger ins Publikum.
Meist gab's schon Applaus bei den ersten Tönen, meist sangen die Fans jede Zeile der Songs mit. Oder sie pfiffen zur Freude des 58-Jährigen wie bei „Easy Does It” einfach mit und Hodgson ließ sie gewähren, lächelte ob der Vertrautheit, mit denen die Fans ganz nah bei ihm waren. Dabei sind die Supertramp-Zeiten schon lange vorbei, stieg der Engländer (er lebt heute in Kalifornien) doch schon 1983 bei der Band aus, die ein Meilenstein der Rockgeschichte war.
Alle Klassiker im Repertoire
Seit vier Jahren ist der kreative Kopf von Supertramp mit dem kongenialen Musiker Erin MacDonald unterwegs. Und die beiden waren mit ihrer Musikalität und Virtuosität dafür verantwortlich, dass das mehr als zweistündige Konzert ein Highlight des noch jungen Veranstaltungskalenders der Westfalenhallen wurde. Beide ergänzen sich glänzend. Dabei gefiel der Kandier MacDonald vor allem durch seine musikalische Vielfältigkeit, spielte Keyboards, Piano oder die unterschiedlichsten Blasinstrumente, die hervorragend mit Piano oder Gitarre von Roger Hodgson harmonierten. Ein Höhepunkt dieser Kooperation: „Fools Overture” mit minutenlangem Instrumentalpart und den markanten Glockenschlägen.
Im Repertoire alle Klassiker von Supertramp von „Breakfast in America” über „Dreamer” bis hin zu den umjubelten Zugaben „School” und „It's Raining Again”. Oder Solo-Songs wie das „Along Came Mary”, das sofort erkennbar die Handschrift von Hodgson trägt. Bleibt nachzutragen: Die Besucher verließen mit einem strahlenden Lächeln die Halle.
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