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Fehlendes Vertrauen

02.09.2008 | 22:05 Uhr

"Das gebrannte Kind scheut Feuer." Die Redewendung passt sehr gut auf Dortmunds Polizei. Polizeipräsident Hans Schulze und seine Führungsspitze setzen weiter auf die großräumige Trennung der Neonazis und Antifaschisten. ...

... Vom "Dortmunder Konzept", welches die Demonstrationszüge von Links und Rechts bis auf wenige Meter aneinander heran führte und ein verbales (und dabei gewaltfreies) Abreagieren erlaubte, ist nichts mehr zu sehen.

Die Eskalation der Gewalt sei der Grund, warum dies nicht mehr versucht werde. Allerdings waren gerade die Demonstrationen friedlich, die die Gruppen auf Hör- und Rufweite aneinander brachte. Allerdings entlud sich die Gewalt erst, als die direkte Konfrontation nicht mehr möglich war - und Polizisten wurden zum Ziel der Gewalt.

Den Demokraten sei es nicht mehr gelungen, einvernehmlich gegen Rechts zu demonstrieren. "Das war der Grund zur Trennung", begründet der Polizeipräsident. Dass es aber erstmals wieder eine Einheit unter der Federführung von Hartmut Anders-Hoepgen gibt, reicht Schulze nicht. "Ich kann nicht erkennen, dass es einen Veranstalter gibt, der die Interessen zu bündeln versteht." Harte Worte - und ein Zeichen fehlenden Vertrauens.

Von Alexander Völkel

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Kommentare
04.09.2008
11:48
Fehlendes Vertrauen
von jcm | #8

@#7
Bleibt die Frage, ob dieser Schulze-Satz vorsätzlich oder fahrlässig in die Welt gesetzt wurde. Wie auch immer: Egal was passieren wird, die Polizei-Spitze wäscht sich damit JETZT SCHON die Hände in Unschuld!
Wie immer...

Und, Olli, wo habe ich hier irgendwo einen Satz geschrieben, in dem Gewalt toleriert wird? Wenigstens heuchele ich hier nicht herum! Oder meinen sie, dass ihnen nach all den braunen Kommentaren hier irgendjemand ab nimmt, sie würden unter bestimmten Bedingungen an der Gegendemo teilnehmen?!

03.09.2008
22:28
Fehlendes Vertrauen
von Logermann | #7

Ich kann nicht erkennen, dass es einen Veranstalter gibt, der die Interessen zu bündeln versteht, genau dieser Satz wurde in der gerade beendeten Bezirksvertretungssitzung der Innenstadt-Nord vom örtlichen Bezirksvertreter der DVU zitiert, um die Arbeit wie die Integrität von Herrn Anders-Hoepgen zu diskreditieren.

Es ist bedauerlich, dass der leitende Repräsentant eines wichtigen Exekutivorgans durch ungeeignete Wortwahl genau diejenigen Menschen in Bedrängnis bringt, die - im übrigen durch Ratsbeschluss beauftragt - um einen friedlichen und einvernehmlichen Verlauf der kommenden Kundgebungen bemüht sind.

Dass Herr Schulze damit dem Dampfplauderer einer rechtsextremen Partei rhetorische Munition zur Verfügung stellt - wie auf der Sitzung der Bezirksvertretung jetzt erlebt - , ist das vollkommen unangemessene Ergebnis.

03.09.2008
22:20
Fehlendes Vertrauen
von miriamlessmann | #6

Dieser Kommentar entsprach nicht den AGB und wurde daher entfernt!

03.09.2008
17:09
Fehlendes Vertrauen
von Olli | #5

Die Art, wie Sie Gewalt tolerieren, so lange sie von der richtigen Seite kommt, spricht Bände.

Dann wünsche ich Ihnen mal viel Spaß bei den Straßenschlachen auf Ihrer Friedensdemo.

03.09.2008
17:03
Fehlendes Vertrauen
von jcm | #4

P.S.: Vielleicht versuchen diese Gestalten deshalb schon seit Jaahren, DO zu einer Hochburg für ihre Aktivitäten aus zu bauen, weil auch ihnen der Ruf der Polizeiführung zu Ohren kam. Gedankliche Unbeweglichkeit anstatt Flexibilität für die Umsetzung spezifischer Problemlösungen etwa.

Die Null-Toleranz-Taktik Knüppel raus bzw. Kessel bilden (oder gar beides) hat auch nicht gerade dazu beigetragen, dass der Dortmunder an sich unbefangen der Polizei gegenüber treten kann!!!. Und wer selbst mal in so einem Willkür-Kessel steckte, schon garnicht!

Fehlendes Vertrauen seitens der Polizei - da lachen ja die Hühner! Vertrauen muss erarbeitet werden - auch von der Polizeiführung!!! Und bei der jetzigen Taktik, diese Demokratie-Schmarotzer völlig ungeniert durch DO ziehen zu lassen (und womöglich noch die Gegendemo ein zu kesseln...), wird es auch wieder zu überzogenen Schlussfolgerungen kommen: die Pozilei schützt diese braunen Totschläger...

03.09.2008
12:48
Fehlendes Vertrauen
von jcm | #3

Die Dortmunder Polizei ist für seine Stümperhaftigkeit bundesweit bekannt. Als sich die Braune Brut in Berlin-Neukölln kürzlich auf die Strasse traute, gelang der Polizei genau jenes, was die Dortmunder als nicht durchführbar betrachtet: Die Dumpfbacken mussten durch ein Spalier schimpfender Gegendemonstranten, die von ihnen durch ein Polizeikorridor getrennt waren! Ein schmachvoller Auftritt für die Braunen - ohne dass es zu nennenswerten Zwischenfällen kam!

Mehr als Leute ein zu kesseln hat der DO-Führungsstab offensichtlich nicht im Repertoire! Egal ob friedliche Demo oder im Umfeld von Bundesliga-Spielen! Jeder, der die Peinlichkeiten der Dortmunder Polizeiführung noch imGedächtnis hat, weiss, wovon ich hier rede. Die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit stelle ich mir anders vor!

Dennoch: wenn ich mir hier die Kommentare ansehe, weiss ich, dass es wichtig ist, an der Gegendemo teil zu nehmen. Und ich weiss, auf welcher Seite diese Kommentatoren anzutreffen sein werden! Es sind die üblichen Verdächtigen - ihre Wortwahl ist einfach zu verräterisch...

03.09.2008
09:57
Fehlendes Vertrauen
von Olli | #2

Ich kann bei den Linken und den Demokraten auch nicht erkennen, dass sie sich in irgendeiner Form von den randalierenden Chaoten abgrenzen wollen.
Dabei müsste ihnen doch klar sein, dass es die eigene Sache (oft ja nach dem Motto: Gegen Gewalt) ad absurdum führt.
Ich werde jedenfalls an keiner Demo gegen rechts teilnehmen, solange die Veranstalter nicht mit der Polizei zusammenarbeiten und bei der Aufklärung von aus den eigenen Reihen begangenen Straftaten mithelfen. Irgendwie traurig.

02.09.2008
23:14
Fehlendes Vertrauen
von miriamlessmann | #1

Das fehlende Vertrauen des PP ist völlig berechtigt.

Im Mai 2008 (von den Medien schön dolumentiert) sind Linksradikale und Rechtsradikale überall wo es irgendwie möglich war, aufeinander los gegangen um sich die Fressen zu polieren

Zusätzlich haben die Linksradikalen für hohe Sachschäden gesorgt; durch vorsätzliche Brandstiftung und fachgerechtes Entglasen.

Im Mai 2007 kam es in Dortmund zwar zu den Sachschäden durch den linken Mob, schwerere Ausschreitungen wie in Hamburg im Mai 2008 konnten jedoch dank des Polizeieinsatzes vermieden werden.

Die Rechtsradikalen hatte die Dortmunder Polizeiführung 2007 gur im Griff. Die brandschatzenden Linksradikalen offenkundig nicht. Für den Dortmunder Bürger offenbarte sich das schlußendlich in der Dortmunder Innenstadt, als Polizisten die linken Randalierer nach herrlichen Jagdszenen stellte.

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