Kleiner Esel in Dortmund quälte sich bis zum Tod
04.01.2010 | 18:13 Uhr 2010-01-04T18:13:00+0100
Dortmund.Dortmund. Der kleine Esel stand, wenn überhaupt, nur noch auf drei Beinen, unter Schmerzen. Ein Gummiband um seinen Hinterlauf war eingewachsen ins Fleisch; die Entzündung hatte Sehnen und Bänder zerstört, den Knochen angegriffen. Der Tod – eine Gnade. Und ohne Konsequenzen für die Besitzerin.
Diese Tragödie bleibt für die 43-jährige Tierhalterin ohne weitreichende Konsequenz. Sie darf ihr Pony, acht Hängebauchschweine, Schafe, Hühner, Katzen und Gänse weiter behalten.
Gabi Bayer von der Tierschutzorganisation Arche 90 klingt mitgenommen. Vor fast genau einem Jahr hatten sie und ihre Mitstreiter eine Teilräumung an der Derner Straße erreicht. Damals waren Hühner und Kaninchen aus den Stallungen und Baracken an der Autobahnbrücke geholt worden. Das ganze Jahr über: Anrufe von Dortmundern, die auf Missstände hingewiesen hatten. Immer wieder auch Kontrollen durch das Veterinäramt. – „Nach Anmeldung”, sagt Bayer und unterstellt: „Dann hat sie schnell Stroh und Heu gestreut”.
Auflagen immer umgehend erfüllt
Dazu blieb am Samstag keine Zeit: Bayer hatte Polizei, Veterinäramt und einen Tierarzt aus der Pferdeklinik alarmiert. Der habe sich geweigert, den verletzten Esel vor Ort zu behandeln: „In dem Siff könne er nicht mal eine Wundversorgung durchführen”, zitiert Bayer. Die Ställe zum Teil überschwemmt, auf der Wiese gefrorenes Futter, das Pony mit Eisplatten an den Beinen, die Hängebauchschweine mit wunden Läufen... „Das ist keine artgerechte Tierhaltung”, urteilt Bayer.
Das sieht das Veterinäramt anders. Die Haltung der Tiere an der Derner Straße sei noch zu tolerieren, erklärte Stadtpressesprecher Michael Meinders. Er betonte, dass seine Kollegen dabei nicht den Gesamteindruck des Geländes zu bewerten hätten, sondern den Zustand der Tiere. Die machten einen „relativ guten” Gesamteindruck. Zumal gestern frisch eingestreut gewesen sei. Futter und Streu seien auch im letzten Jahr immer wieder Thema bei den amtlichen Kontrollen gewesen – Auflagen, die die Halterin dann aber umgehend erfüllt habe.
Die Halterin selbst? Gabi Bayer zögert. Vermutlich habe sie ein Herz für Tiere, auch ihre Tiere, die angeblich alle aus schlechter Haltung gerettet worden seien. „Aber es läuft einfach aus dem Ruder”. Zumal die Frau Hilfe ablehne. So habe sich die Arche 90 vor dem Abtransport des Esels in die Tierklinik angeboten, das Tier zu übernehmen. Das hatte sie nicht gewollt. Erst als fest stand, dass das Eselchen eingeschläfert werden würde, habe sie nochmal nachgefragt: Ob die Arche ihn jetzt übernehmen wolle?
Auch das Veterinäramt habe mehrfach angeregt, Zahl und Artenvielfalt der Tiere zu beschränken – ohne Erfolg. Genau untersucht wird jetzt allerdings der „Fall” des kleinen Esels – sein Tod könnte letztlich doch Konsequenzen nach sich ziehen.
16:13
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09:02
WAR natürlich mit H hatte wohl einen Freudschen Versprecher und den englischen Wortschatz im Kopf
08:57
Immer dies Sprüche kümmert euch um Menschen denen geht es auch schlecht.Nehmen wir doch gemeinsam jedes Unrecht war für mensch und Tier gleichberechtigt und setzen uns mit aller Kraft ein.
17:43
Ich könnte echt brechen,wenn ich das lese. Ich habe selber Tiere.Mache aus schlechter Haltung und wenn die krank sind, gehts zum Doc. Da gibts keine Diskussion! Tierliebhaber kümmern sich um Tiereswohl- diese Frau kann in meinen Augen keine solche sein. Dies ist aber meine denkweise. Es waren doch schon oft Offizielle Leute dort- Anlaufstellen hatte sie doch auch.
Wäre das meine Nachbarin, wäre ich jeden Tag bei Ihr und würde mindestens so oft beim Vetamt anrufen.
Diese Behörde ist unterbesetzt, wie meine Meinung ist und könnte aufgestockt werden.
Ich habe vor einigen Jahren mit Ihnen Zusammengearbeitet und bin damals zu dem Schluss gekommen.
Es geht hier sicherlich um Tiere. Aber es hätte auch ein Kind sein können, wo die Hilfe nicht da war! Und das obwohl es Augenscheinlich viele wußten, aber wo der Handlungsspielraum nicht machbar war! Ja. echt ein Jammer !!!
11:19
Dortmund : nur peinlich
Eine Sauerei sondergleichen. Man kann sich nur schämen, ein Dortmundr Bürger zu sein.
07:44
Ist ja wohl mehr als ein schlechter Witz.
Das Veterinäramt bzw. die Mitarbeiter sollten sich dafür verantworten müssen.
So etwas bleibt nicht ohne Meldung durch Passanten.
Aber ist ja gerade Ferienzeit da hat man besseres zu tun.
Ich würde mich schämen.
22:35
... ich muss mal wieder mit einem Rad auf dem Bordstein stehen, um zu sehen wie die Behörden...
angerannt kommen.
22:14
Schlimm und traurig, gewiss!
Aber es gibt Schlimmeres und Traurigeres:
Verwahrloste Alte und verhungerte Kinder!!!!
http://www.sueddeutsche.de/politik/859/486277/text/
Auch MEIN Dank an die Tierschützer,
aber WO sind in unserem Land die
MENSCHENSCHÜTZER ???
20:41
Mir fehlen die Worte,
Auch deswegen:
http://www.animals-angels.de/Transporte_Fragen%20&%20Antworten,138.html
http://www.boards-united.com/tierforum/342357-tierversuche-2-7-millionen-tiere-mussten-sterben.html
19:15
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