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Jugendring fordert Konsequenzen für Neonazi-Aufmärsche

13.03.2009 | 18:05 Uhr
Jugendring fordert Konsequenzen für Neonazi-Aufmärsche

Unter dem Motto „Ja zum Rechtsstaat - Nein zum Missbrauch des Rechts” hat der Jugendring eine ausführliche Dokumentation zum Neonazi-Aufmarsch vom letzten September und die Folgen für den Stadtteil vorgelegt.

Wegen des Neonazi-Aufmarschs wurde die östliche Innenstadt abgeriegelt. Dadurch hatten viele Passanten, darunter auch Hochzeitsgäste, Probleme. Sie mussten zu Fuß zur Kirche gehen. (Fotos: Alex Völkel)

Darin zeigen sie geballt die gravierenden Einschränkungen für das öffentliche Leben auf und lassen betroffene Anwohner und Unternehmer zu Wort kommen. „Ziel ist es, aus den Erfahrungen und Erlebnissen Konsequenzen zu ziehen, was es bedeutet, wenn ein Stadtteil einen Tag lang im Ausnahmezustand ist”, erläutert Andreas Roshol, Vorsitzender des Jugendrings. „Außerdem seien damit konkrete Forderungen für die Zukunft konkretisiert.

Ziel: Mobilisierung von Handel und Gewerbe

Anfrage an Landesregierung
Grüne fragen nach Sicherheitskonzept für 5.9.

- Mit Blick auf den 5. September will die grüne Landtagsabgeordnete Monika Düker von der Landesregierung wissen, wie Gegendemonstranten vor Neonazi-Übergriffen bei An- und Abreise geschützt werden sollen. Im Februar war es vor und nach Protesten gegen einen Aufmarsch in Dresden an Raststätten zu Überfällen gekommen.

- Mehrere Personen wurden zum Teil erheblich verletzt. Beteiligt waren mutmaßlich auch Mitglieder der Skin-Front Dorstfeld. Auch dazu erwartet Düker Infos vom Land.

- „Polizei und Innenministerium müssen deshalb gerade vor diesem Hintergrund erklären, wie sie normale Reisende und Gegendemonstranten schützen wollen”, betont der grüne OB-Kandidat Mario Krüger. „Es darf nicht sein, dass diejenigen, die gegen Nazis demonstrieren wollen, aus Angst vor Übergriffen während ihrer Anreise gar nicht erst nach Dortmund kommen”, ergänzt die Grünen-Kreisverbandssprecherin Hilke Schwingeler.

Gleichzeitig verbindet der Jugendring die Dokumentation mit dem Aufruf, sich beim nächsten Aufmarsch selbst gegen die Neonazis einzubringen: „Bei der Auseinandersetzung sind alle gefragt - alle demokratischen Parteien und Gruppen”, fordert Roshol. „Es geht darum, das zu schützen, was uns wichtig ist, nämlich die Demokratie.”

Das unterstrich auch Hartmut Anders-Hoepgen, Sonderbeauftragter des OB für Vielfalt, Toleranz und Demokratie: Die Zusammenstellung dokumentiere eindrücklich die Hintergründe. „Dabei kann man zornig werden”, betonte der Kirchenmann. Aber sie könne zur Mobilisierung dienen - nicht nur der betroffenen Bürger, sondern auch von Handel und Gewerbe. Denn beim nächsten Aufmarsch könnte der eigene Stadtteil betroffen sein. Erste Leidtragende vom letzten Jahr haben schon Konsequenzen gezogen: Hatte das Audi-Zentrum 2008 noch seinen gesamten Fuhrpark in Sicherheit gebracht, beteiligt sich das Autohaus beim nächsten Aufmarsch mit einer Autorenlesung am Aktionstag des Stadtbezirks.

Kritik: "Bunkermentalität der Polizei"

Mit der Zusammenstellung richtet sich der Jugendring auch die Polizei: „Es geht nicht darum, Feindbilder aufzubauen”, betont Anders-Hoepgen. „Wir haben ein kritisches, aber dialogisches Verhältnis”, beschreibt Jugendring-Geschäftsführer Josef Niehaus das Verhältnis. Es geht nicht darum, die Polizeiführung an den Pranger zu stellen, sondern mögliche andere Wege aufzuzeigen, ohne in die Polizeihoheit einzugreifen. Zum Beispiel könnten ortskundige Bürger auswärtigen Polizeieinheiten an Absperrungen zur Seite stehen, um die Beeinträchtigungen für Anwohner zu minimieren. „Ich würde mir wünschen, dass die Polizei wieder bürgernäher agiert. „Im Moment ist leider eine Bunkermentalität zu verspüren, was aber auch an dem veränderten Demoverhalten liegen könnte.”

Download der gesamten Broschüre

Alexander Völkel

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Kommentare
16.03.2009
15:22
Jugendring fordert Konsequenzen für Neonazi-Aufmärsche
von jcm | #11

@Kirchhörder
Die mit dem fragwürdigen deutsch kommen nicht selten aus der rechten Szene - weshalb ein Kommentar in der Süddeutschen bei der NPD auch von einer Partei von Dumpfbacken für Dumpfbacken sprach. Legasthenischer Sprachgebrauch inbegriffen.

Ist aber kein Vorwurf, Bildung galt in diesem Lande ja lange Zeit nix...

16.03.2009
13:28
Jugendring fordert Konsequenzen für Neonazi-Aufmärsche
von Kirchhoerder | #10

Mich würde einmal interessieren, ob einige, die sich hier mit einem fragwürdigen Deutsch verewigen, sich, wenn sie Worterklärungen wie z:B. Demokratie oder Toleranz im Duden suchen, ausversehen bei den Wort Intoleranz landen, es aber als Toleranz deuten.

15.03.2009
01:08
Jugendring fordert Konsequenzen für Neonazi-Aufmärsche
von jcm | #9

Wenn ihr vonne NPD (die sich zum Glück gerade selbst zerlegt!) doch nur endlich begreifen würdet, dass die Mehrheit der Bevölkerung erkennt, dass es sich bei euch um dumpfbackige Demokratie-Schmarotzer handelt (eben weil ihr - um vor der Pozilei geschützt zu werden - nur scheinheilig das Wort Demokratie in den Mund nehmt!)!

Ansonsten kann hoffentlich die Dokumentation erhellen, ob der Pozilei-Präsi mal wieder über die Stränge geschlagen hat - sprich: wg. einer Handvoll potenzieller Totschläger, die demokratieschmarotzend DO wieder einmal in Verruf brachten, die halbe Innenstadt lahm zu legen. Und als Dank gab es dann für seine Untergebenen auch noch Gewalt aus den Reihen der ewiggestrig Kackbraunen!

Zur Zeit ist Bunkermentalität zu spüren - da wird sich auch nix dran ändern. Nicht bei dieser Pozilei-Spitze, deren Untätigkeit imho verantwortlich dafür ist, dass sich der braune Mob in DO so ausbreiten konnte, was - wie gesagt - ein schlechtes Bild auf diese Stadt wirft!

14.03.2009
16:06
Jugendring fordert Konsequenzen für Neonazi-Aufmärsche
von NPD KV UNNA HAMM | #8

Wenn die Linken akzeptieren würden, dass auch Nationalisten Grundrechte besitzen wie Demonstrations- und Versammlungsfreiheit würden solche Polizeiaktionen überflüssig sein, da Gewalt immer von der Antifa ausgeht.

14.03.2009
16:03
Jugendring fordert Konsequenzen für Neonazi-Aufmärsche
von henry gondorf | #7

Halten wir es mit Markuse:
Alte Botschaften werden immer wieder anders formuliert. die diesem Volk viel Leid,Schmerz zugefügt haben.
Wer die Progrom-Nacht, die Wannsee-Konferenz, nicht werten kann, nicht werten will, hat ein Problem mit der demokratischen Ordnung dieser Republik.
Totalitäre Glücksideale haben dieses Land/Volk 1945 in ein Chaos geführt.
Politisches Gedankengut, was eine andere Republik befürwortet, steht außerhalb der demokratischen Grundordnung!
Man muss feststellen, dass das Gedankengut von Ernst Jünger, Carl Schmitt und v. Salomon, immer noch geistige Früchte trägt. Diese Autoren werden immer noch publiziert und haben ihre Anhänger/Leserkreis.
Diese Autoren haben in der Vergangenheit, das geistige Fundament gelegt, um die schrecklichen Auswirkungen von 33-45 zu legitimieren.
Was diese Gesellschaft in der Zukunft braucht ist eine Diskussion, warum der Geist , eines E.Jüngers mit dem Buch Stahlgewitter, eines v. Salomon mit dem Fragebogen sowie Carl Schmitt mit Lebenserinnerungen, wieder geistigen Einfluss in dieser Gesellschaft findet.
Was wir vorfinden ist eine geistige Aufrüstung im rechten Spektrum dieser Gesellschaft.
Halten wir er mit Carl Zuckmeyer:
Zitat aus dem Film Des Teufels General:
Für die Freiheit zu kämpfen, müssen wir täglich üben!

14.03.2009
15:14
Jugendring fordert Konsequenzen für Neonazi-Aufmärsche
von cicero sorge | #6

Wer die deutsche Geschichte nicht kennt, die Auswirkungen der NS-Zeit nicht begreift, hat ein angespanntes Verhältnis zum demokratischen Rechtsstaat.

14.03.2009
13:24
Jugendring fordert Konsequenzen für Neonazi-Aufmärsche
von mokdo | #5

@ Dorstfelder Deine Ausführungen erinnern mich an Herrn Hitler und seine Deportationen von Juden, Kommunisten und anderen die Her Hitler nicht mochte.

14.03.2009
13:18
Jugendring fordert Konsequenzen für Neonazi-Aufmärsche
von Kirchhoerder | #4

Am heutigen Samstag besuchte die NPD-Dortmund den im Osten der Stadt gelegenen Ortsteil Brackel, um weitere Unterschriften für die Kommunalwahl während eines Infostands zu sammeln.

Gegen 9 Uhr bauten die Aktivisten der NPD an der Flughafen Str. / Ecke Brackeler Hellweg ihren Stand auf und suchten bei Sonnenschein Kontakt mit den Bürgern vor Ort.

Die NPD-Funktionäre informierten über ihr Wahlprogramm und sprachen in zahlreichen Gesprächen mit den Bürgern vor Ort dessen Ziel aus: SPD abwählen, damit Dortmund endlich sozial und national gestaltet werden kann! Nein zu Sierau, nein zur weiteren Millionenverschwendungen, u.a. für Multi-Kulti-Wahnsinn!

Gegen 12 Uhr, als erneut reichlich Unterschriften gesammelt waren, wurde der Infostand planmäßig und störungsfrei beendet.

NPD-Dortmund

M.Wächter

14.03.2009
11:50
Jugendring fordert Konsequenzen für Neonazi-Aufmärsche
von Dorstfelder | #3

Beide Gruppen wenn sie auftauchen mit Wasserwerfern zusammentreiben, mit Knüppeln ausser gefecht setzen, in Ketten zum Güterbahnhof treiben,in Güterwagons pferchen nach einem Hafen, dort in Container stecken, mit dem Schiff auf eine einsame Insel, dort rausschmeissen und eine Europalette mit Messern hinstellen damit sich diese Linken und Rechten idioten gegenseitig abschlachten.

Bums-Aus-Ruhe

13.03.2009
20:25
Jugendring fordert Konsequenzen für Neonazi-Aufmärsche
von mokdo | #2

@ Kirchhörde. Die Linken haben doch nur spielen U.a. wurden in der Nähe des S-Bahnhofs Stadthaus Brände gelegt, Schienen herausgerissen, Mülltonnen wurden In Brand gesetzt usw.
Alles auf Kosten der Steuerzahler. :>(

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