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Bürgerkonferenz

Initiative will Kleiderordnung für Prostituierte

11.01.2010 | 10:30 Uhr
Initiative will Kleiderordnung für Prostituierte

Dortmund. „Prostituierte sollen ihre Arbeitskleidung erst am Arbeitsplatz an- bzw. ablegen.” Das ist eine von vielen Anregungen der Initiative „Erlebenswertes Leben in der Nordstadt”. Am kommenden Samstag veranstaltet sie eine Bürgerkonferenz.

„Erlebenswertes Leben in der Nordstadt” – der Name der Initiative beschreibt zugleich deren Ziel: den Stadtbezirk Dortmunder-Nordstadt aufzuwerten. Die Bürgerkonferenz soll als Diskussionsforum und Ideenbörse dienen.

Erich Matzmohr hat die Veranstaltung initiiert. Als Organisator nachbarschaftlicher Flohmärkte auf dem Nordmarkt wähnt er sich am Puls der Anwohner. Er will den Nordmarkt „zu einem nachhaltig erlebenswerten Raum entwickeln, einem Platz der Begegnung und Gemeinschaft unterschiedlicher Generationen, Kulturen, Religionen und Nationen, mit Wohn- und Lebensqualität”.

"Kompetentes Management"

Bei der Bürgerkonferenz soll ein konkretes Nutzungskonzept auf den Tisch – Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit inklusive. Mehr noch: Die Initiative will ein „kompetentes Management” vorstellen – „verantwortungsvoll, zielgerichtet, nachhaltig, sozial und wirtschaftlich erfolgreich”.

Ungewöhnliche Vorschläge kündigen sich an. Etwa dieser: Die Kommunikations- und Beratungsstelle für Prostituierte (KOBER) und die Aids-Hilfe „könnten die Prostituierten darüber aufklären, dass sie ihre Arbeitskleidung erst am Abeitsort an- bzw. ablegen sollen”, meint Berthold Ebbing, Mitglied der Initiative. „Dazu bedarf es weder einer besonderen Fachhilfe noch Fachausbildung.”

Zur Bürgerkonferenz am kommenden Samstag, 16. Januar von 15 bis 17 Uhr, werden Vertreter aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Organisationen erwartet. Der Gemeindesaal der Eagle Church, Bornstraße 111, fasst 120 Personen.

Klaus Brandt



Kommentare
06.10.2010
00:07
Initiative will Kleiderordnung für Prostituierte
von Graetchen | #2

Naja...Grenzwertig. Wär aber echt nett von den Damen wenn die ihren Schlüppa erst am Arbeitsplatz ablegen. Ist kein schöner Anblick wenn die auf der U Bahn Rolltreppe an der Brunnenstrasse nichts drunter tragen und mein Kind die anatomischen Einzelheiten der Frauen genauestens erkennen kann. Mama gugge ma,die Tante hat nen Ring (Intimpiercing) am Popo!
Vielleicht noch nen Modeberater vor Ort? Manche Mädels könnten den da echt gut gebrauchen! ^^

06.05.2010
20:54
Initiative will Kleiderordnung für Prostituierte
von Impartial | #1

Eine Kleiderordnung für Prostituierte, das gabs im Mittelalter, da mussten die Hübschlerinnen bunte Bändchen an ihrer Kleidung tragen, damit man sie sofort als Huren erkannten und ehrbare Menschen ihnen sofort aus dem Weg gehen konnten - Mode als Mittel der sozialen Ab- und Ausgrenzung.
Es ist beschämend, dass im Land des Judensterns nun wieder Kleidung bzw. Kleidungsaccessoires als Mittel der Stigmatisierung eingesetzt werden sollen. Wer hätte es gedacht: Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch. (Bert Brecht)

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