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Heimliche Helfer im Rampenlicht

09.11.2008 | 18:53 Uhr

Glamour, Show, Musik und Tränen bei den Preisträgern: Die Verleihung des "Sternengreifer"-Awards im Casino Hohensyburg hatte alles, was eine große Gala ausmacht - einmal abgesehen von Marcel Reich-Ranicki. ...

Glamourös: Die Verleihung des Awards. (Foto: Printz)

... Im Mittelpunkt standen aber ohnehin die Helden des Alltags. Die Gala der "Sternengreifer" war mehr als drei Stunden alt und schon fast zu Ende, da setzte Bodo Harenberg zur Zusammenfassung an. "Hier geht es endlich einmal nicht um die Menschen, die schon im Mittelpunkt stehen", sagte der Verleger in seiner Laudatio für die Preisträgerin im Bereich Kultur, Daria Nitschke von der Märchenbühne im Aplerbecker Wasserschloss Haus Rodenberg. "Es geht um die Menschen, die überhaupt nicht den Anspruch haben, im Mittelpunkt zu stehen." Das Casino als Stifter des elegant matt glänzenden "Sternengreifer"-Awards rückte vier Ehrenamtliche aber genau dorthin - und zwar mit viel Show und Glamour drumherum. So moderierte TV-Moderatorin Sabine Peper, die Jury bestand u.a. aus Harenberg, BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball, Probst Andreas Coersmeier und Wirtschaftsförderer Udo Mager. Star-Entertainer Dennis LeGree sowie die Jungstars der Essener Folkwang-Hochschule brachten eine Musikshow voller Emotionen auf die von allen Seiten ausgeleuchtete Bühne. Am Ende sang und klatschte der ganze Saal stehend mit und sorgte so für Gänsehautstimmung.

Ausgezeichnet wurden neben Daria Nitschke, die "mit ihren magischen Figuren nach Sternen griff, um sie an andere weiterzugeben" (Harenberg), drei weitere engagierte Dortmunder Persönlichkeiten. So erhielt Rüdiger Teepe, Mitbegründer und Vorsitzender der Dortmunder Tafel, den Preis im Bereich "Gesellschaft". Laudator Coersmeier würdigte ihn als "echten Macher im Dienste des Guten". Teepes "segensreiches Engagement" biete wöchentlich 20 000 Menschen etwas zu Essen, davon seien ein Viertel Kinder.

Die selbstständige Kfz-Sachverständige Elke Viehmeyer erhielt den Award im Bereich Wirtschaft. "Als es galt, den Betrieb ihres verstorbenen Vaters trotz privater Schicksalsschläge zu weiterem ökonomischen Erfolg zu führen, hat sie sich tapfer durchgeboxt", sagte Laudator Udo Mager. Eine gerührte Elke Viehmeyer kommentierte unter Tränen: "Ich stehe auf Wurzeln. Dieser Preis gilt auch meinen Eltern."

Klemens Wittig, der 71-jährige mehrfache Welt- und Europameister im Ausdauerlauf, machte die Preisträgerriege im Bereich "Sport" komplett. Er warb in seiner Dankesrede für den Sport: "Ich kann nur jedem empfehlen, sich zu bewegen. Wer was für den Herzkreislauf tut, hilft der Volksgesundheit!"

Von Bernd Peters

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