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Hagener lädt nach Eskalation zu Facebook-Party in Dortmund

04.07.2012 | 07:40 Uhr
Hagener lädt nach Eskalation zu Facebook-Party in Dortmund
Timo K. hatte am Wochenende eine Facebook-Party in Hagen organisiert - sie endete in einem Großeinsatz.

Dortmund.   Der 18-jährige Timo K. ist offenbar unbelehrbar: Nachdem erst am Wochenende eine Facebook-Party in Hagen mit einem Großeinsatz der Polizei geendet war, plant er augenscheinlich schon die nächste Sause. Fast 20 000 Personen sind über das soziale Netzwerk in den Dortmunder Stadtgarten geladen. Die Polizei nimmt das Ausmaß „sehr ernst“.

Wieder droht eine Facebook-Party zu eskalieren, wieder ist ihr Veranstalter der offensichtlich unbelehrbare 18-jährige Hagener Timo K. Nachdem dessen erste Facebook-Party am Samstagabend in Hagen mit einem Großeinsatz der Polizei geendet war , lädt er nun erneut öffentlich im sozialen Netzwerk ein: Diesmal soll die nicht genehmigte Party im Dortmunder Stadtgarten steigen. Eingeladen sind 19 537 Personen, mehrere Hundert haben bereits zugesagt.

Polizei nimmt das Ausmaß „sehr ernst“

Die Polizei und das Ordnungsamt sind in Alarmbereitschaft. Zu präsent sind die Auseinandersetzungen mit dem Partyvolk in Hagen, um diesen fragwürdigen Trend zu unterschätzen. „Wir nehmen das sehr ernst und stellen der Lage angemessen Einsatzkräfte bereit. Wenn es ausufern sollte, sind wir bereit“, sagt Kim Freigang, Sprecher der Polizei in Dortmund. Er hoffe jedoch, dass die Klientel in Dortmund nicht wie die in Hagen die Konfrontation mit der Polizei sucht. Am Samstag hatte die Partymeute skandiert: „Pflastersteine auf die Bullenschweine.“ Im Anschluss warfen die Gäste Bierflaschen in Richtung der Polizeibeamten. Doch auch diesmal droht Ärger. So schrieb ein Facebook-Nutzer gestern: „Wir werden alle eine aufs Maul bekommen von den Bullen. Aber das lass ich mir nicht entgehen!“

Heute beraten Vertreter der Stadt Dortmund, der Polizei und von DSW 21, wie diese Veranstaltung doch noch verhindert werden kann. Sollte dies nicht gelingen, wird es für Timo K. allemal teuer: Neben den Kosten für die Hagener Party muss der junge Mann auch die Zeche für die noch ausstehende Party zahlen. „Und die liegt allein für den Polizeieinsatz im hohen fünfstelligen Bereich“, sagt Freigang. Hinzu kommen Kosten für die Reinigung des Stadtgartens sowie möglicherweise entstandene Schäden.

Dennis Betzholz


Kommentare
06.07.2012
23:49
Mein Vorschlag für das Unwort des Jahres 2012: „Generation doof“
von Tritt_Brettfahrer | #46

@ 43 Elfentraum: Ein Fehlverhalten einzelner – zudem noch im Entwicklungsprozess befindlicher – Jugendlicher, sollte nicht zur Herabsetzung einer ganzen Altersgruppe benutzt werden. Meiner Meinung nach werden derart undifferenzierte Parolen wie „Generation doof“ von Kommentatoren benutzt, die selbst „nichts auf der Pfanne haben“, sich aber durch ihre globale Beleidigung endlich einmal das Gefühl der Überlegenheit gönnen wollen. Und für diesen Kick sind sie sogar bereit – als „gereifte und Lebens erfahrene Persönlichkeiten“ – sich ausgerechnet noch unter das Niveau deren zu begeben, die sie gerade an den Prager stellen.
Apropos: War es nicht unsere „Generation Raffke“, die diese jungen Menschen ins Leben gerufen, bei der Erziehung versagt und die Rahmenbedingungen für Rumlungern und Komasaufen geschaffen hat?

06.07.2012
23:46
Wir leben in einer rechtlichen Grauzone.
von Tritt_Brettfahrer | #45

@ 38 Willi_Wurst, Ihr Vorschlag ist so bestechend, weil Facebook diese Partys regelrecht provoziert: Kurz vor meinem Geburtstag meldete sich Facebook mit einem Button „… Freunde einladen…“ Ganz bewusst habe ich auf Facebook weder mehr als zehn Freunde, noch den Button benutzt. Was ist aber bei denen, die 2000 Freunde haben und eine Sekunde lang nicht nachdenken?
Ähnliches gilt bei YouTube: Da lade ich gern die musikalischen Ergüsse meiner mittlerweile erwachsenen Kinder hoch. Neulich bekam ich eine Meldung, dass ich mittlerweile so viele Klicks bekommen habe (wahrscheinlich meine eigenen :-) ), dass ich Tantiemen aus den Werbeeinnahmen erhalten könnte. Wieder war da so ein Button, dem ich widerstanden habe. Ich denke, wer da klickt, muss am nächsten Tag ein Gewerbe anmelden. Das wird den Leuten von einem amerikanischen Unternehmen aber nicht gesagt…

06.07.2012
08:12
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Name von Moderation entfernt | #44

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05.07.2012
22:39
Hagener lädt nach Eskalation zu Facebook-Party in Dortmund
von Elfentraum | #43

noch ein Vertreter der "Generation Doof" ... ich hoffe nur, der vermehrt sich nicht auch noch irgendwann einmal ... *grusel*

1 Antwort
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Name von Moderation entfernt | #43-1

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05.07.2012
10:32
Hagener lädt nach Eskalation zu Facebook-Party in Dortmund
von bonafide | #42

wo werden diese Egomanen großgezogen??
Manchmal wäre ein wenig Spaß im Steinbruch mit Hacke und Schaufel eine gutes Mittel gegen Perspektivlosigkeit, Langeweile und sozialem Schmarotzertum

05.07.2012
10:18
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Name von Moderation entfernt | #41

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05.07.2012
07:57
Hagener lädt nach Eskalation zu Facebook-Party in Dortmund
von Kernow | #40

dieser Junge scheint unbelehrbar....oder braucht er einfach Aufmerksamkeit

05.07.2012
07:24
Hagener lädt nach Eskalation zu Facebook-Party in Dortmund
von denhoorn | #39

...und das ist unsere Zukunft!? Mir graut davor. Diesem Volldepp ist doch nicht mehr zu helfen. Die gesamten Einsatzkosten solltne him auf´s Auge gerdückt werden, bevor der Steuerzahler wieder für alles aufkommen muss.

1 Antwort
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Name von Moderation entfernt | #39-1

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05.07.2012
06:35
Hagener lädt nach Eskalation zu Facebook-Party in Dortmund
von willi_wurst | #38

Warum die Kosten nicht auch auf Facebook abwälzen?

Facebook zieht doch diese I.dioten erst heran, ist somit ein Mitstörer.

Die Zeitungen, die über solche Vollpfosten berichten, sollte man natürlich auch zur Verantwortung ziehen, da so mancher tolle Zeitungsartikel Nachahmer auf den Plan gerufen hat.

2 Antworten
Hagener lädt nach Eskalation zu Facebook-Party in Dortmund
von profilohnenutzen | #38-1

Ich würde nicht facebook, sondern die Nutzer dafür bezahlen lassen.

Was bringt es denn wenn einer allein 1000de € zahlen muss die er eh nicht zahlen kann?

Wenn man hingegen die Masse hinzuzieht (die ja mindestens genauso Schuld an der Eskalation hat, die haben schließlich auch IP´s) hat man wesentlich mehr erreicht. Zum Einen kommen die Kosten für den Einsatz dann auch real zusammen und alle wissen beim nächsten Mal das solche Aktionen Konsequenzen haben, ergo; bevor man wieder, was weis ich wie hoch der Betrag sein muss, zwei- drei hundert € Strafe zahlen muss, läßt man es dann lieber.

Find ich sinnvoller. Aber ich denke das der Wille DEN schuldigen zu bestrafen in der Gesellschaft wohl eher anklang findet. Entweder Schwarz oder Weiss oder es waren halt immer die Anderen.

Facebook an Kosten mitbeteiligen
von bluedroid | #38-2

@willi_wurst:
Ihre Idee finde ich hervorragend! Ich könnte mir vorstellen das man das mit der "Begünstigung einer strafbaren Handlung" o.ä. tatsächlich durchsetzen könnte!

Letztendlich hat nämlich Facebook sämtliche Werkzeuge dazu in den Händen um so ein Chaos zu verhindern.

05.07.2012
00:03
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Name von Moderation entfernt | #37

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