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Gynäkologe soll Patientinnen mit Kamera in Uhr gefilmt haben

24.07.2012 | 06:00 Uhr
Gynäkologe soll Patientinnen mit Kamera in Uhr gefilmt haben
Foto: WAZ FotoPool

Dortmund.  Neun Frauen stellten bislang Strafanzeige gegen den Dortmunder Gynäkologen, der intime Bilder seiner Patientinnen gemacht haben soll. Bei der Durchsuchung seiner Praxis wurden ein Kugelschreiber und eine Uhr mit einer Kamera gefunden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Heimlich soll ein Dortmunder Gynäkologe intime Bilder von seinen Patientinnen gemacht haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zurzeit. Jetzt werden verstörende Details offiziell: Der Gynäkologe soll die Bilder mit Hilfe einer Armbanduhr und einem Kugelschreiber, jeweils mit eingebauter Kamera, angefertigt haben. Neun Frauen haben bereits Strafanzeige gegen den Arzt gestellt.

Kugelschreiber und Armbanduhr wurden bei der Durchsuchung der Praxis Mitte Juni sichergestellt, ebenso wie CDs, DVDs und Computer. Das bereits ausgewertete Bildmaterial war an zwei Tagen im Oktober 2010 sowie an einem Tag im April 2012 entstanden.

Wurden die Bilder im Netz verbreitet?

„Über die Krankenakten und die Dateinamen wurden die Betroffenen ermittelt“, informiert Henner Kruse, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Bereits neun Frauen haben sich daraufhin auf den Aufnahmen wiedererkannt und Strafanzeige gestellt. Auf den Bildern sind die Geschlechtsteile, der Vaginalbereich und der Brustbereich zu sehen. Mindestens drei weitere Frauen sind zudem gefilmt worden. Ob weitere Frauen betroffen sind, wird derzeit ermittelt.

„Es mag noch mehr Bildmaterial auf den Datenträgern geben“, sagt Kruse. Allerdings gebe es eine dreijährige Verjährungsfrist – das frühere Anfertigen der Bilder kann strafrechtlich nicht verfolgt werden. „Im Moment gibt es keinen Anhaltspunkt, dass die Bilder weiter verbreitet wurden“, so Kruse.

Christina Römer


Kommentare
24.07.2012
22:44
Gynäkologe soll Patientinnen mit Kamera in Uhr gefilmt haben
von Graetchen | #4

Wie gräßlich muss es sein als Betroffene bei der Polizei zu sitzen und aus einer Kartei voll mit Geschlechtsteilen rauszusuchen welches das eigene ist?.

24.07.2012
12:29
Gynäkologe soll Patientinnen mit Kamera in Uhr gefilmt haben
von Ex-Leser | #3

Wer ist denn so blöd und nimmt sich Arbeit mit nachhause?

24.07.2012
09:44
Gynäkologe soll Patientinnen mit Kamera in Uhr gefilmt haben
von Sturmlanze | #2

#1 und die Qualität muss einfach berauschend gewesen sein mit solchen top high tech Mitteln.

1 Antwort
Gynäkologe soll Patientinnen mit Kamera in Uhr gefilmt haben
von Czerwi | #2-1

Ich tippe mal auf einen Schro...äh...Versand-Händler aus Buggingen. Deren Katalog, zumindest einige Produkte daraus, amüsieren mich immer wieder aufs neue...;-)

24.07.2012
07:24
Gynäkologe soll Patientinnen mit Kamera in Uhr gefilmt haben
von Czerwi | #1

Das muss wahnsinnig spannend sein, sich nach Feierabend selbstgedrehte Videos von Geschlechtsteilen anzuschauen, mit denen man Tag für Tag im Rahmen der gut-bezahlten Berufstätigkeit ohnehin zu tun hat.

4 Antworten
Gynäkologe soll Patientinnen mit Kamera in Uhr gefilmt haben
von Schnitzelchen | #1-1

Ich vermute eher, sowas lässt sich gut weiterverkaufen.

...
von sebas | #1-2

Vielleicht "benötigte" er die Videos ja als Masturbations-Hilfe!?

Die Vermutung, dass die Bilder nicht nur dem "Eigenbedarf" dienten, liegt trotzdem nahe......

Hat der Gynäkologe seine Praxis denn nun geschlossen?
Oder praktiziert er weiter?

Auch wenn sein Name (verständlicherweise) nicht genannt wird, so wird sein Verhalten im Umfeld der Praxis (und somit auch bei den Patientinnen) bekannt sein
oder werden.

Die 3-jährige Verjährungsfrist halte ich für falsch und somit reform-bedürftig!
Wenn das entdeckte Bild-Material "leidiglich" aus 2009 oder früher wäre, käme der Arzt straffrei davon. Und das kann doch wohl nicht sein! Das wird kaum jemand, als gerecht empfinden!?

Im vorliegenden Fall ist es aber fast egal, wie alt die Bilder sind.
Denn durch das Bekanntwerden seines Verhaltens und der daraus folgenden "Ächtung" durch sein Umfeld, durch seine Patientinnen, bis hin zum Existenzverlust, erfolgt die Strafe ohnehin von ganz Alleine.

Gynäkologe soll Patientinnen mit Kamera in Uhr gefilmt haben
von kuhlewampe | #1-3

Ja da hat er sich gar prächtig amösiert nach Feierabend

Gynäkologe soll Patientinnen mit Kamera in Uhr gefilmt haben
von Auntie | #1-4

# 1-2

Eine Ächtung erfolgt fast bei allen STrafttaten. Wenn jemand eine Bank überfällt, als Trickdieb auffällig wird - oder sogar Ladendiebstahl begeht. Die Ächtung ist ihm sicher, sofern es bekannt wird.

Hier kommt allerdings dazu, dass Vertrauen schändlich ausgenutzt wird. Wenn ein Hausarzt schon rumerzählt, dass sie z. B. ein Abzess haben - ist das schon ein Regelmissbrauch. Aber das Zeigen von diesen intimen Details ist hochgradig unanständig und hat wenig damit zu tun, dass man "nur" Opfer einer Straftat ist. Man gerät dadurch selber ins Zwielicht, wenn diese Details in bestimmten Kreisen (internet) öffentlich gemacht werden. Dieser Vertrauensbruch macht es unmöglich, dass dieser Mann wieder in seinen Posten arbeitet. Ist ein Lehrer, der Kinder mißbraucht auch genug bestraft, wenn er seine Stelle verliert und die Achtung seiner Umfeld erfährt?

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