Fußball-Museum: Ein Volltreffer für die Stadt
25.04.2009 | 20:54 Uhr 2009-04-25T20:54:00+0200
Düsseldorf. „Jaaaa!” Kaum hatte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach das Abstimmmungsergebnis verkündet, brüllte die Dortmunder Delegation im Düsseldorfer CongressCentrum ihre Freude hemmungslos heraus: Das Nationale Fußballmuseum des Deutschen Fußball Bundes (DFB) kommt nach Dortmund.
Dafür stimmten gestern 137 der 257 Delegierten beim außerordentlichen DFB-Bundestag. Das reichte. Mitbewerber Gelsenkirchen kam auf 102 Stimmen bei 12 Enthaltungen.
Dortmund erhält das DFB-Fußballmuseum. Das ist nicht nur ein großer Schritt, es ist ein Riesensatz für die Stadt nach vorne. Was letztendlich den Ausschlag für Dortmund gegeben hat, ist egal. Der Standort mitten im Herzen der Stadt gegenüber des Bahnhofs ist jedenfalls ideal. In diesem Umfeld bewegen sich täglich etwa 140 000 Menschen. Hier hat das Museum die Chance, zur Marke zum absoluten Wiedererkennungsmerkmal für Dortmund zu werden. 250 000 Besucher im Jahr. Wirtschaftsförderung und DortmundTourismus bekommen angesichts dieser Kalkulationen des DFB große Augen. Bei aller Wertschätzung für das aktuelle Kulturangebot. Jetzt hat Dortmund eine Attraktion, die täglich viele Besucher aus dem In- und Ausland anziehen kann. 2010 Kulturhauptstadt. 2012 DFB-Museum. Die nächste Stufe ist gezündet. An die Arbeit!
Nachdem die ersten Freudentränen getrocknet waren, hatte Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer als erster seine Fassung wieder erlangt. „Für die Menschen in unserer sportbegeisterten Stadt ist das eine tolle Sache. Jetzt geht die Arbeit erst richtig los.” Zunächst werde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Spätestens Anfang 2012 soll dann das 30 Millionen Euro teure Museum auf 6000 Quadratmetern am Königswall an der Stelle eröffnet werden, wo heute der Busbahnhof steht. Die Kosten teilen sich das Land und der DFB. 250 000 Besucher pro Jahr werden erwartet.
Bereits auf der Hinfahrt nach Düsseldorf herrschte bei Kaffee und Wasser gute Stimmung im Dortmunder Bus. OB Langemeyer und Kulturdezernent Jörg Stüdemann betonten die Bedeutung des Museums als Wirtschafts- und Tourismusfaktor für die gesamte Region und versicherten auch im Falle eines Sieges Gelsenkirchens nicht allzu betrübt zu sein. „Hauptsache, das Revier profitiert.”
Mit jeweils einem Stand und einem Film präsentierten sich die Städte den DFB-Delegierten. Dortmund setzte alles auf eine Karte - den zentralen Standort. Das Museum als Sahnestück in einer Kunst- und Kulturmeile vom Konzerthaus bis zum U-Turm mitten in der Stadt. Gelsenkirchen versuchte mit seinem dezentralen Grundstück an der Fußball-Arena zu punkten.
Zwischendurch kamen Zweifel auf
Die vorhandenen Erlebnis-tempel waren die Prunkstücke. Dazu noch ein dynamischer Vortrag des Oberbürgermeisters Frank Baranowski und ein Schuss Selbstironie in dem Filmbeitrag mit Schauspieler Peter Lohmeyer, der die lange Zeit ohne Meistertitel des FC Schalke 04 aufs Korn nahm. „Dann holen wir die Schale wenigstens ins Museum.” Da kamen nicht nur OB Langemeyer Zweifel, ob Dortmunds Beitrag und die Worte von BVB-Legende Siggi Held genügend Eindruck bei den Delegierten hinterlassen hatten. Hatten sie. Dortmund hat das Museum. Champagner für alle.
16:01
Na und was machen die restlichen 5%? Die verstehen grundsätzlich gar nichts (Superlativ von nichts verstehen...), nicht wahr No 1 im Pott [:-))
Durch die gegenwärtige Krise, dem Ende des systematischen Stillhalten des Volkes durch Geschenke der Wohlfahrt, bedingt durch den Absturz des neoliberalen Kapitalismus, verstehen immer mehr Menschen grundsätzlich um was es ging und geht und werden zunehmend kritischer gegenüber der Herrschaftsmeinung.
Ergo: Auch ein schönes DFB-Museum in Dortmund, Gelsenkirchen oder anderswo nutzt zum Stillhalten nicht mehr, wenn Arbeitslosigkeit, Armut und Perspektivlosigkeit in breiten Schichten des Volkes angekommen sein werden ......
12:31
Und 10 % verstehen grundsätzlich nichts, nicht wahr DrFake:-)?!
12:24
@#18 und wer Ironie nicht versteht - besser die Pfoten von der Tastutur lassen ...:-))
(Angeblich verstehen ca. 85% der Deutschen keine Ironie)
11:31
Dr.Fake, Ihnen ist aber auch keine Ausrede zu peinlich, ihr gefährliches Viertelwissen schönzureden.
Halten Sie es doch mal mit Dieter Nuhr:
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten.
10:39
Mea culpa - Sorry, da lag ich wohl daneben.
Na, ganz im Ernst, das war eine Doppelstrategie. Wissend um die unklare Entscheidung und Dortmunds Favoritenrolle, wurde die Info: Gelsenkirchen is the winner gestreut um den Ansporn der Dortmunder hoch zu halten.
Wäre die Entscheidung anders gefallen: Sierau wäre natürlich Schuld gewesen. So bleibt der Hinweis auf die nicht unerheblichen Folgekosten ....
Ansonsten: Glückwunsch für Dortmund.
21:46
drfake schrieb :
Aufgrund meiner guten Quelle würde ich mich schon sehr wundern, wenn die Entscheidung doch noch pro Dortmund fallen würde.
und jetzt ?
Bekommt dein Feindbild SIERAU dafür die schuld ?
20:13
@#7 von unicblue/Franz Przechowski
Wenn jeder so dächte wie Sie und mit einer Haltung aus Noblesse und Fair Play reagieren würde, dann wäre schon viel gewonnen auf dem Weg zur Ruhrgebietssolidarität.
Faire Gratulation nach Schalke - für den Sieg beim FC Bayern!
Gratulation aber auch an den BVB für den 2:0 Sieg gegen den HSV, den fünften Sieg in Serie!
Sportliche Grüße
(auch an @#6 von dieterborussia)
15:29
Ob in Gelsenkirchen oder Dortmund, ist das nicht egal. Viel schlimmer ist doch die Tatsache, dass der DFB und das Land sich dieses kostspielige Museum teilen. Das heißt, dass Land NRW schustert mal eben 15 Millionen dazu. Wenn man aber vom Land verlangt wird etwas an unseren maroden Straßen zu tun, ist kein Geld da. Armes Deutschland!!!
13:16
Hömma Blauen aus GE,
vielen Dank für die fairen Glückwünsche aus Emschertown.
Der Schwatte!
12:59
gut das so viel Geld vorhanden ist. Besonders in NRW und Dortmund.
Sogar Bremen wollte da nicht dran.