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Fusion der Volksbanken Dortmund und Hamm rückt näher

13.06.2012 | 17:36 Uhr
Fusion der Volksbanken Dortmund und Hamm rückt näher
Die Dortmunder Volksbank hat rund 60 Geschäftsstellen in Dortmund, Unna, Schwerte und Castrop-Rauxel. Nun prüft sie eine Fusion mit der Volksbank Hamm.Foto: Helmuth Voßgraff

Dortmund/Hamm. Die Fusion der Dortmunder Volksbank mit der Volksbank Hamm scheint nun doch nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Nachdem über 90 Prozent der Hammer Genossenschaftsmitglieder dem Vorstand bei der Vertreterversammlung am Dienstag dieser Woche grünes Licht gaben, damit eine Fusion mit den Dortmunder Nachbarn geprüft werden kann, ist ein Zusammengehen sogar noch in diesem Jahr möglich.

„Wir haben aber ganz und gar keine Eile“, unterstreicht Martin Eul, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Volksbank. Erst einmal „zum Kaffeetrinken“ wollen sich die Dortmunder und Hammer Volksbank-Vorstände am Mittwoch der nächsten Woche treffen, so Eul. Am gestrigen Mittwoch informierte Eul die Vertreterversammlung der Dortmunder Volksbank, dass man an die Prüfung einer Fusion gehe.

Erst einmal gegenseitig die Bücher prüfen

Nachdem der Zusammenschluss bereits vor gut zwei Jahren als Wunsch der Vorstände und der Mitarbeiter beider Volksbanken angekündigt worden war, hatte 2010 die Vertreterversammlung in Hamm den Plan gebremst. Nur 61 Prozent der Vertreter stimmten damals dem Plan zu, nötig gewesen wären 75 Prozent. Eul: „Alle Beteiligten in Hamm haben die letzten zwei Jahre als schwierige Bankenjahre wahrgenommen.“ Das habe die Bereitschaft gestärkt, sinnvolle Kooperationen zu suchen. Am Dienstag stimmten in Hamm nur noch acht von 245 Vertretern gegen Fusions-Gespräche.

In den kommenden Monaten werden sich die beiden Banken gegenseitig in die Bücher schauen (Due Dilligence-Prüfung), um mit der gebotenen Sorgfalt die Stärken und Risiken beim potenziellen Partner zu erkunden. Anschließend könnten darauf aufbauend Vertragsverhandlungen beginnen.

Noch jeweils drei Vorstände

Nach wie vor gelte, so Eul, dass es für einen zu vereinbarenden Zeitraum keine Kündigungen von Mitarbeitern geben soll. Auch ist denkbar, dass Vorstände der Bank sowohl in Dortmund wie auch in Hamm ihren Sitz haben könnten. Ob die Verhandlungen in drei, sechs oder mehr Monaten zum Ende geführt werden können, sei nicht entscheidend. „In aller Ruhe“ werde man miteinander reden.

Sowohl bei der Dortmunder Volksbank wie auch der Volksbank in Hamm leiten jeweils drei Vorstände die Geschäfte. Einer der Vorstandsmitglieder in Hamm wird Ende 2013 ausscheiden, ein zweiter ein Jahr später. Der dritte Vorstand in Hamm ist erst seit dem 1. Januar 2011 im Amt. Durch diese Konstellation ist es möglich, ein aufgeblähtes Vorstandsgremium nach einer möglichen Fusion zu vermeiden.

Alle Fakten zur Dortmunder Volksbank

  • Die Dortmunder Volksbank ist mit 4,5 Mrd Euro Bilanzsumme die größte Volksbank in NRW und eine der größten in Deutschland.
  • Die Volksbank Hamm hat eine Bilanzsumme von 1,1 Mrd Euro. So das eine fusionierte Einheit auf 5,6 Mrd Euro Bilanzsumme - nach gegenwärtigem Stand der Dinge - kommen würde.
  • 725 Mitarbeiter arbeiten bei der Dortmunder Volksbank. Die Mitarbeiterzahl bei der Volksbank Hamm liegt bei 253.
  • Zum Dortmunder Vorstand gehören Martin Eul (Vorsitzender), Manfred Hoyer und Jürgen Beissner. In Hamm bilden Jürgen Kraft, Dr. Klaus Kalefeld und Markus Dünnebacke den Vorstand.
  • 16 Filialen hat die Volksbank Hamm, rund 60 die Dortmunder Volksbank (inkl. Unna, Schwerte und Castrop-Rauxel).

Klaus Buske

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2012-06-13 17:36
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