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Erste "Quittungen" für langen Streik im Cinestar Dortmund

29.05.2012 | 23:00 Uhr
Erste "Quittungen" für langen Streik im Cinestar Dortmund
Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.  Im Cinestar Dortmund wird seit Dezember 2011 gestreikt. Bislang ist keine Annäherung in Sicht. Befristet Beschäftigte erhielten nun dafür die ersten „Quittungen“ und wurden gefeuert.

Sie streiken seit Mitte Dezember. Mal weniger, inzwischen wieder mehr, mehrfach die Woche eben, meist vor den Abendvorstellungen. Befristet Beschäftigte bei Cinestar bekommen für ihr Engagement für einen Tarifvertrag und einen branchenüblichen Lohn jetzt eine unschöne Quittung: die Kündigung bzw. keine Vertragsverlängerung.

Das, sagt Verdi-Verhandlungsführer Frank Schreckenberg, komme leider immer wieder mal vor. Auch er weiß, dass die Länge des Arbeitskampfes an Ausdauer und Moral nagt. „Wir müssen“, sagt er, „jetzt noch mal den Druck erhöhen.“

Dabei ist der nicht ohne: Sieben von bundesweit 73 Kinos werden inzwischen bestreikt, zumeist die größeren Häuser wie Dortmund mit seinen an die 100 Mitarbeitern; daneben aber auch Osnabrück, Kassel. In Frankfurt und Mainz waren Freitag vor Pfingsten die Verhandlungen ergebnisoffen abgebrochen worden, sagt Schreckenberg. Aber: Für beide Häuser wird ein zweiter Verhandlungstermin vereinbart – „erste Schritte in die richtige Richtung“. Den Mitarbeitern geht es aber nicht reinweg um mehr Geld, sie wollen vor allem eine tarifliche Bindung. So, wie sie sogar Leiharbeitsfirmen haben, die in den Kinos wegen Aushilfspersonal bemüht wurden. Im Cinestar Bamberg hatten die Leiharbeitnehmer ihren Dienst sofort wieder quittieren müssen, weil sie vertraglich eben nicht bei Arbeitskämpfen eingesetzt werden dürfen. „Das prüfen wir jetzt auch in den anderen Häusern“, sagt Schreckenberg. Ebenso wie die Bereitschaft zum Streik in den Kinos, die bislang noch außen vor sind.

Von Anja Schröder



Kommentare
01.06.2012
06:27
und was macht die Gewerkschaft ?
von Applebeach4Ever | #6

..mit Sicherheit NICHTS !

Weil nun sind die ja nicht mehr beschäftigt und brauchen als ALG-Empffänger ja keine Gewerkschaft mehr.
Jaja: Gewerkschaft: dein freund und Helfer. Willst du gekündigt werden,tret einer bei !

1 Antwort
Erste
von jcm | #6-1

Na, war ne lange und feuchte Nacht, woll? Da können Rechtschreibfehler schomma vorkommen, gelle?
Aber inhaltlich ist es noch mehr unter aller S...:
Gewerkschaften dafür kritisieren, dass sie - angeblich - nichts für Gekündigte tun und gleichzeitig Gewerkschaften für Kündigungen verantwortlich machen - für solch´ gedanklichen Bocksprünge muss man offensichtlich reichlichst einen sitzen haben,
vermutet schwer:
icke

30.05.2012
14:32
@ESteiger | #4
von vaikl2 | #5

Falls Sie es wirklich Ernst meinen und "uns Arbeitgeber" sind: bei Ihren Rechtschreibkenntnissen sollten Sie jeden Tag loben, an dem Ihr Buchhalter nicht streikt.

30.05.2012
14:06
Erste
von ESteiger | #4

Ich würde Sie auch entlassen! Wer nicht will der hat schon! Die Zeiten wo Streiken ein gutes Mittel gegen uns Arbeitgeber war ist zum Glück vorbei!

Mitbestimmung, ich lach mich schlapp!

2 Antworten
@ESteiger
von chain | #4-1

Aua.

Jau, Chef...
von chain | #4-2

"...die Zeiten ist vorbei." :-D

30.05.2012
12:50
Cinestar - Kaufland - Schlecker
von GegenRealitaetsverweigerer | #3

Überall gibts nur Schikane.

Bin ich ja nachträglich froh, dass ich diese teure und recht unprofessionelle Kinobetriber seit langem meide.

30.05.2012
12:45
Erste
von MANFREDM | #2

Völlig richtig, diese Entlassungen.

1 Antwort
@MANFREDM
von chain | #2-1

Als Ironie daneben, als Meinung abseitig.

30.05.2012
12:29
Erste
von randori20 | #1

Danke für die Info, das Kino wird in Zukunft gemieden.

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