Elf BVB-Fans als brutale Schläger angeklagt
05.02.2010 | 16:47 Uhr 2010-02-05T16:47:00+0100
Dortmund. In Zusammenhang mit einer Massenschlägerei am 17. Mai 2009, bei der ein 40-jähriger Dortmunder schwerste Kopfverletzungen erlitt, hat die Staatsanwaltschaft jetzt elf Männer wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Alle gehören zur Fan-Szene von Borussia Dortmund.
Für ihr Opfer, einen 40-jährigen Dortmunder, wird das Leben nicht mehr so sein wie zuvor. Zwar habe sich sein Gesundheitszustand nach Auskunft von Staatsanwältin Carola Jakobs nach einer Reha einigermaßen stabilisiert, unter den Folgen der Attacke werde er jedoch lebenslang leiden. Die Sprachfähigkeit ist ebenso stark eingeschränkt wie die Fähigkeit sich fortzubewegen.
Am Abend des 17. Mai hatte es gegenüber der BVB-Fan-Club-Gaststätte "LenzsTUben” zunächst eine verbale Auseinandersetzung zwischen den Beschuldigten, dem späteren Opfer und dessen Begleitern gegeben. Diese eskalierte schließlich und endete mit einer Schlägerei im Fußgängertunnel unter der S-Bahnlinie. Blut überströmt und mit schweren Kopfverletzungen lag der 40-Jährige am Boden und schwebte in Lebensgefahr.
Geständnisse
Einige der elf Männer zwischen 18 und 25 Jahren haben sich zwischenzeitlich geständig zu den Vorwürfen geäußert und sich zum Teil gegenseitig belastet, sagte Carola Jakobs. Mit dem Beginn der Hauptverhandlung vor dem Dortmunder Landgericht sei jedoch nicht vor Mitte des Jahres zu rechnen. Einen rechtsradikalen Hintergrund der Tat schloss die Staatsanwältin aus.
Borussia Dortmund wollte vor einem Urteil des zuständigen Richters keine Stellungnahme zu der Angelegenheit abgeben.
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