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Electric Light Orchestra reist im Strobels in Vergangenheit

12.08.2012 | 16:16 Uhr
Electric Light Orchestra reist im Strobels in Vergangenheit

Dortmund.   Schöne Reise in die Vergangenheit: Das „Electric Light Orchestra“ begeisterte nun 500 Fans im Strobels in Dortmund. Es wurde ein Abend voller Nr.1-Hits, den vor allem Phil Bates prägte. Etwas Neues kann man von Bates und Co. allerdings nicht erwarten.

Wie in den besten Zeiten erklangen die Hits des „Electric Light Orchestra“ am Freitag im Strobels. Und manch einer wunderte sich, wie populär die Gassenhauer der Band auch heute noch sind. Phil Bates, der letzte Sänger von ELO und Nachfolger von ELO-Mastermind Jeff Lynne, brachte das Programm der Hitlieferanten nahezu perfekt auf die Bühne.

Jeff Lynne lässt, abgesehen von einem kurzem Comeback zu Beginn des Jahrtausends, das Orchestra ruhen und so führen andere Ex-Musiker der Band das Erbe weiter. Ähnlich wie bei Wishbone Ash, Jane, T.Rex u.a. gibt es auch bei ELO mehrere Bands, die das „Erbe“ verwalten. Phil Bates liefert dabei das musikalisch perfekteste Spiegelbild und wurde dafür von den Fans geradezu euphorisch gefeiert. Etwas Neues kann man von Bates und Co. nicht erwarten, denn dieses Publikum ist wegen der unzähligen Hits aus den 70er und 80er Jahren gekommen.

Und diese Klassiker sollten die gut 500 zu genüge bekommen.

22 Gassenhauer sollten es werden und mit „All Over The World“, „Rock’N’Roll Is King“ und „Showdown“ machte das perfekt eingespielte Quintett gleich klar, das es an diesem Abend keinen Leerlauf geben wird. „Confusion“, „Sweet Talking Woman“ und „Calling America“ das Publikum schwelgt schon zu Beginn des Konzerts in Erinnerungen. Mit Gattin Jo an den Keyboards, Drummer Chris Evans, Keyboarder Eric Herold und der Geigerin Susanne Filep ist die Band glänzend besetzt und so intoniert die Violinistin, mit einem von Szenenapplaus begleitetem Solo, den nächsten Evergreen: „Twilight“. Dann die Discophase, in der ELO die größten Hits landete. Das Rezept: eingängige Harmonien im Beatles-Sound, gepaart mit einem penetrantem Discofox-Rhythmus. Das funktioniert damals wie heute. „Shine A Little Love“, „Xanadu“, „Ma Ma Ma Belle“ sollten es beweisen. Man muss das mögen und die meisten im Strobels lieben es. Spätestens jetzt tanzen die ersten Ladys auf Hockern, Tischen und Bänken. Selbst Szenetypen und Musiker, die man nie und nimmer bei einem solchen Konzert vermutet hätte, outen sich als textsichere ELO-Fans, die als Kinder mit dem Kassettenrecorder und Mikrophon vor dem Radio der Eltern gesessen haben, um die neusten Hits des Rockorchesters aufzunehmen. Aber Phil Bates und Co konnten noch nachlegen. Jetzt folgte ein No.1-Hit nach dem anderen. „Mister Blue Sky“, „Hold On Tight“ und „Livin’ Thing“ – das Strobels stand Kopf während die Band rockte, als würden sie einige Meter weiter in der großen Westfalenhalle spielen. Besser waren ELO zu Zeiten mit Jeff Lynne und Bev Bevan auch nicht.

Bei „Don’t Bring Me Down“ wurde es laut, denn die gut 500 Mittfünfziger brüllen lautstark mit und nach Zugabe. Den Wunsch gewährte Bates gerne. Erst rockte er mit Chuck Berry und Beethovens, um dann mit einer perfekten „Rockaria“ den Abend zu beschließen. Zwei Stunden bester ELO-Sound standen da zu Buche und es fielen einem immer noch weitere Mega-Hits ein, die man an diesem Abend nicht gehört hatte „Evil Woman“, „Telephone Line“, „Do Ya“ und andere hätten Stoff für eine weitere Stunde geboten.

Uwe Meyer


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