Dortmunder Busbahnhof zieht nach Norden
27.01.2010 | 13:18 Uhr 2010-01-27T13:18:00+0100
Dortmund. Der Dortmunder Busbahnhof wird 2011 hinter den Hauptbahnhof in den Norden verlegt. Grund für den Umzug: Bis 2014 soll das neue Fußball-Museum des DFB auf dem prominent gelegenen Grundstück am Wall entstehen.
Es wird ernst: 2011 soll der Busbahnhof auf die Nordseite des Hauptbahnhofs verlegt sein. Grund: An seinem jetzigen Standort südlich das Bahnhofs entsteht das Nationale Fußballmuseum. Die Überlegungen, den Busbahnhof von der Süd- auf die Nordseite des Hauptbahnhofs zu verlegen, gewinnen neue Aktualität. Grund: Auf dem Grundstück des Busbahnhofs wird das DFB-Fußballmuseum gebaut.
Neuer ZOB kostet 1 Million Euro
Wie berichtet, beteiligt sich die Stadt nicht allein an einem möglichen jährlichen Verlustausgleich des Betriebes, der eher eine moderne Multi-Media-Show denn ein klassisches „Museum” wird. Auch ihr Grundstück neben der Katharinentreppe steuert die Stadt kostenlos bei. 33 denkbare Alternativen haben die Stadtplaner für den Busbahnhof untersucht - letztlich landete man dort, wo man schon im Zuge der 3do-Pläne gelandet war: auf dem nördlichen Bahnhofsvorplatz, südlich der Steinstraße. Rund eine Million Euro soll es kosten, eine Anlage für 16 Busse zu bauen, getreu dem Vorbild im Süden. 2011 soll sie fertig sein - aber das keineswegs endgültig. Der neue Busbahnhof wird vorläufig, vielleicht sogar auf Jahre, über den Stand eines Provisoriums nicht hinauskommen.
Grund: Noch immer kreist in den Amtsstuben der Planer die Idee, den nördlichen Bahnhofsvorplatz komplett neu zu gestalten. Grundlagen-entwürfe hatte vor Jahren der Düsseldorfer Architekt Prof. Niklas Fritschi im Schlepptau der 3do-Visionen geliefert. Längst sind seine Pläne, die sich immer auch an der Höhenentwicklung des Bahnhofsgebäudes samt dem Einkaufszentrum orientiertet hatten, von der Geschichte überholt.
Stadt wartet endgültige Bahn-Pläne ab
Von einer Anhebung des nördlichen Vorplatzes redet offiziell keiner mehr. Im Gegenteil: Die Stadt, erfahren und gewarnt, was Kooperationen mit der Bahn betrifft, will jetzt erst abwarten, wann die Bahn mit ihrem zweiten Bauabschnitt beginnt, der eigentlichen Sanierung des Hauptbahnhofes. Erst, wenn die Gestalt annimmt, wollen sich die Planer verschärft dem Umbau des Vorplatzes widmen.
Von der Bahn war zuletzt (wie so oft) zu hören, dass die eigentliche, rund 100 Mio. Euro schwere Sanierung vermutlich später starten werde. Man könne erst planen, wenn klar sei, wann (und ob) der Rhein-Ruhr-Express (RRX) auf die Schiene gesetzt werde. Genau darauf verweist nun auch die Stadt - womöglich diesmal gar nicht unglücklich über das neuerliche Hin und Her: Den nördlichen Vorplatz umzubauen, wird viele Mio. Euro kosten, die die Stadt zurzeit schlicht nicht hat. Und das Nationale Fußballmuseum? Daran wird gearbeitet: Der Wettbewerb für Konzeption und Inszenierung läuft, ihm soll ein EU-weiter Architektenwettbewerb für die äußere Gestaltung folgen. Im zweiten Quartal 2014 soll die Fußball-Show eröffnet werden.
18:10
Dortmund hat doch jetzt den Phoenixsee, wer braucht dann noch einen schönen Busbahnhof und einen repräsentativen Bahnhofsvorplatz und dann auch noch im Norden!?
Denn man muß immer gut überlegen, wo man sein (weniges?) Geld ausgibt und für wen eine Stadt aufgehübscht wird.
22:47
wer auf den RheinRuhrExpress RRX wartet, der kann lange warten !