Dortmund im Zeichen der Könige
01.07.2009 | 18:54 Uhr 2009-07-01T18:54:00+0200
Die internationale Schachwelt blickt auf Dortmund. Heute, 15 Uhr, beginnt im Schauspielhaus die 37. Auflage der Internationalen Schachtage. Sechs der spielstärksten Großmeister sind am Start.
Bürgermeisterin Birgit Jörder freute sich gestern bei der Auftaktpressekonferenz im Rathaus darüber, „dass Dortmund bis zum 12. Juli mal nicht auf den Fußball reduziert wird” und mit diesem Turnier Interessierte für andere Sportarten in die Stadt kommen. „Schach wird in Dortmund geliebt”, ist sich Uwe Samulewicz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse und Hauptsponsor des Turniers sicher und glaubt: „Dortmund ist eine Schachhochburg”. Samulewicz versicherte weitere Unterstützung. Strahlend verkündete Veranstaltungsleiter Gerd Kolbe, dass im Schauspielhaus für das Turnier alles vorbereitet sei und meinte: „Jetzt starten die 37. Schachtage. Ein Brett hat 64 Felder und wir arbeiten daran, alle voll zu bekommen”. Besonders konzentrieren werden sich die Schachfreunde auf den 18-jährigen Magnus Carlsen. Der Norweger geht mit der höchsten Wertungszahl von 2770 ins Rennen. Er habe sich vom Wunderkind zu einem der besten Spieler der Welt entwickelt und steht auf Platz 3 der Weltrangliste. Carlsen wirkt eher introvertiert, bescheiden. Das Blitzlichtgewitter der Fotografen scheint ihn zu irritieren.
Da sind die anderen Turnierteilnehmer, Etienne Bacrot, Dimitri Jakowenko, Peter Leko, Arkadij Naiditsch, deutlich selbstsicherer. Naiditsch Turniersieger 2005, ist so was wie ein Lokalmatador. Die Nummer 1 der deutschen Rangliste spielt zwar für Baden-Baden, doch er lebt noch in der Ruhrmetropole.
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