Die Zukunft hat begonnen
16.07.2009 | 17:40 Uhr 2009-07-16T17:40:00+0200Der Hamburger Einkaufscenter-Spezialist ECE lässt die Abbruchkolonnen anrollen. Erster wichtiger Schritt für den geplanten Einkaufstempel auf Thier. Ende der Partyzeit in stillgelegten Brauereihallen.
...und es geht doch: Nach zahllosen vergeblichen Anläufen, den stillgelegten Brauereihallen auf der Thier-Brache den Garaus zu machen und das Gelände neu zu bebauen, ließ der Hamburger Einkaufscenter-Betreiber ECE gestern schweres Gerät auffahren.
Die Abrissarbeiten auf Thier sind angelaufen: Für die ehemalige Polizeiwache an der Silberstraße und für das „Hippie-Haus” brechen die letzten Tage an. Danach geht's in einem zweiten Schritt an die alte Flaschenhalle - bis März 2010 will ECE sämtliche Abrissarbeiten erledigt haben. Inklusive der Theaterklause, die bis September verschwunden sein soll. Und inklusive des früheren Berlet-Hauses, das entgegen ersten Überlegungen nun doch einem Neubau weichen soll, dessen Fassade laut ECE-Baumanager Jan Steinhauer allerdings genauo aussehen wird wie die jetzige.
Die Eröffnung des rund 150 Geschäfte großen Einkaufspalastes ist weiterhin für Herbst 2011 geplant. Bedeutet: ECE wird mit dem Neubau seines insgesamt rund 70 000 qm-Centers lange starten, bevor auf Thier die letzte Mauer gefallen ist. Gegen Jahresende soll's soweit sein: Im November/Dezember will der Center-Spzialist mit ersten Hochbaumaßnahmen auf dem östlichen Teil des Geländes starten - die Archäologen sind mit den Grabungen so gut wie durch: Ihre Beute: Gefäße, Gießformen und ähnliche Hinterlassenschaften aus vergangenen Jahrhunderten. Nichts, was den Bau der 300 Millionen schweren Einkaufswelt verzögern könnte. Wie die Dortmunder Bauwirtschaft von dem Projekt proftiert? Indem Firmen nachgelagerte Aufträge erhalten - managen soll das Vorhaben ein Generalunternehmer, den man zwar noch nicht ausgeguckt hat, aber von dem ECE-Baumanager Steinhauer schon weiß, „dass es kein Dortmunder sein wird.” Wie berichtet, wird sich das Center (33 000 qm Verkaufsfläche) vom früheren Berlet-Haus am Westenhellweg bis zum Hohen Wall ziehen.. Mit drei Geschossen für Handel und vier Geschossen mit 800 Parkplätzen. (beus)
00:40
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17:48
liebe Tagesmutter - Wenn es dann wirklich mal Hirn regnet lauf ohne schirm rum.......
08:16
@#6 ein ehemaliger Bewohner
Eine Stadt ohne alernative Kultur verliert ihre Lebendigkeit.
Ich kann deine Enttäuschung voll nachvollziehen.
Auch ich war, in meiner Jugend, total enttäuscht, als das wunderschön angemalte Cochise-Haus in Dorstfeld abgerissen wurde und die ganze alternative Szene da damals plattgemacht wurde.
Hätten sie es mal nicht getan, heute zählt Dorstfeld zur Hochburg der Nazis.
Euch den Vorschlag zu machen, zieht doch in die Randgebiete, ist auch voll fett.
Die hätten ja diesen entstehenden Konsumtempel auch besser im Dortmunder Süden aufbauen können.
Da wohnt doch die Kaufkraft. Wär auch für die Umwelt besser gewesen, hätten die dann zu Fuß zum Einkauf gehen können...
Enttäuschungen führen oft zu Resignation, ich kenn das.
Aber Kopf Hoch - Bewegungen kann man nicht aufhalten.
Wir müssen durchhalten und ja, man kann was verändern, in dem man andere politische Mehrheiten hinbekommt.
Ich kämpf um jede Stimme für meine Partei und die steht auch für die Förderung von alternativen Kulturszenen.
Wer kämpft - kann gewinnen! Wer nicht kämpft - hat schon verloren!
Ein anderes - ein l-i-ebenswertes Dortmund ist möglich!
21:47
#8
Lieber Gott, lass Hirn regnen!
21:33
@Tagesmutter
neidisch ?
was ist dagegen einzuwenden wenn schön angezogene Mädels über den Hellweg flanieren ?
es müssen nicht alle frauen aus Huckarde kommen .
das auf deinem T-Shirt Jute statt Plastik steht gefällt auch nicht jedem.
20:32
Wenns so weiter geht, können sich ja dann die feinen Damen in diesem Einkaufstempel ihre teuren Schuhe mit Pfennigabsätzen kaufen, um dann damit weiter ins Konzerthaus, wo das Parkett ja gerade wieder aufpoliert wird, zu gockeln um sich die einzige Kultur reinzuziehen, die es in Dortmund noch geben wird.
SCHLIMM
13:34
Und wieder wird in Dortmund ein Stück Subkultur zerstört.
Bei den Geldsummen, die hier fließen, nicht gerade verwunderlich. Hoch lebe der Kapitalismus, nieder mit der Kultur.
Schön auch, dass Millionen in die kulturhauptstadt 2010 gepumpt werden, das Dortmunder U wird saniert. Der ECE verspricht ein Kulturzentrum im Innern des Einkaufhauses.
Doch für wen? Für die oberen 10.000 in Dortmund sicherlich feine neue Adressen in Dortmund.
Was passiert aber mit den anderen Einwohnern? Dürfen die da überhaupt rein? Alternative Kultur? Im Ruhrgebiet, besonders in Dortmund als unnötig abgestempelt.
Macht weiter so, vielleicht wirds ja irgendwann mal heißen: Dortmund - Hauptstadt der Reichen und Schönen
Wo aber bleiben wir? Alternativen im Innenstadt Bereich? Fehlanzeige! Geht doch an die Randbezirke, war der Vorschlag. Fantastisch.
Wieder ein Sieg des Geldes über die Menschlichkeit.
Möbelt die Stadt weiter auf und vertreibt die Alternativen und Armen und Kreativen. Macht Platz für die tollen Architekten und baut am besten alles aus Glas, sieht ja auch einfach schick aus.
Ich bin enttäuscht.
13:10
ECE = Geld ohne Herz und Sinn und Verstand
Politik = A*****kriecher sondergleichen!
Medien= einfach nur pfui, dass auch noch schön zu finden!
03:28
wo denn
02:52
Ein absolute Frechheit,das ECE erst so spät mit den Abrissplänen raus kommt!!! Eine Schande für die Stadt,die sowieso nur mit wenig Historischer Substanz prahlen kann. Danke Rot-Grün,die Zeichen stehen auf schwarz-gelb ;)