CDU vor der Zäsur
22.10.2009 | 18:41 Uhr 2009-10-22T18:41:00+0200
Dortmund. Eine Frage steht besonders weit oben auf der Tagesordnung, wenn die Dortmunder CDU am Samstag, 7. November, ihre Delegierten zum 94. Kreisparteitag in den Brauersaal der Actien-Brauerei ruft: Wer wird Nachfolger des scheidenden Parteichefs Erich G. Fritz?
Bislang hat gerade ein einziger Bewerber seine Visitenkarte eingereicht, um Nachfolger des Dortmunder CDU-Chefs Erich G. Frictz zu werden: Klaus Wegener (48), Geschäftsführender Präsident der Auslandsgesellschaft NRW.
Darauf, dass lediglich ein Kandidat Lust auf den Parteivorsitz haben würde, hätten CDU'ler noch vor einem halben Jahr nicht unbedingt getippt. Viele gingen davon aus, dass zumindest Frank Hengstenberg, ihr Fraktionschef im Rat, nach seinem gescheiterten Versuch 2005 ein zweites Mal nach der Parteispitze greifen würde. Und natürlich hat Hengstenberg mit dem Gedanken auch immer wieder geliebäugelt, will sich jetzt aber „aus Gründen steigender Arbeitsbelastung”, wie inoffiziell zu hören ist, nicht zur Wahl stellen.
Lange war spekuliert worden, ob CDU-Parteivize Uwe Waßmann in den Ring steigen würde. Auch ihn sahen viele zunächst als „Shooting-Star” mit Ambitionen. Dass die Bäume nicht auf Anhieb in den Himmel wachsen, musste Waßmann allerdings vor kurzem erfahren, als er im Rennen um die Tickets für die Landtagskandidaten unterlag. Offiziell hält sich Waßmann bedeckt - Insider freilich mögen ihm im Falle einer Kandidatur nur geringe Chancen einräumen. CDU-Nachwuchsstar Steffen Kanitz, zuletzt als Vize in den Parteivorstand gehoben, hat gerade erst sein Studium mit besten Noten beendet und einen Job angetreten.
Sollte nicht doch noch ein Überraschungs- und Gegenkandidat auftauchen, läuft alles auf Klaus Wegener hinaus. Der hatte am Abend der Kommunalwahl seine Kandidatur verkündet - und damit bei dem ein oder anderen Parteifreund für Erstaunen gesorgt. Dass ihr Kandidat für die Europawahl im nächsten Schritt auch nach der Parteiführung greifen würde, hatten nur wenige auf ihrer Rechnung. Auf der öffentlichen politischen Bühne hatte der Unternehmer bis dato keine große Rolle gespielt.
Im Falle seiner Wahl übernimmt Wegener den Stab vom langjährigen Parteichef Erich G. Fritz (62). Der Bundestagsabgeordnete führt den Dortmunder Kreisverband seit 1985 und hatte sein Amt eigentlich schon längst an einen Nachfolger abgeben wollen. Nur hatte sich aus Sicht von Fritz damals kein geeigneter Kandidat angeboten.
00:29
Bravo CDU, Kanitz ist die richtige Wahl. Denke ich mal.
22:44
Hengstenberg verzichtet wegen Arbeitsüberlastung????
Bei der Post????
Eigentlich schade - aus der Sicht des politischen Gegners. Ein Politrambo und Dummbattel wie Hengstenberg hätte doch wunderbar den Niedergang der CDU in Dortmund beschleunigt.
Da darf man also nur noch gespannt sein, ob der dem Drängen seiner FraktionskollegenInnen nachgibt und auf einen Ausschussvorsitz verzichtet. Wenn das mit der Überlastung stimmt, wäre das doch nur konsequent, oder?
21:36
Scheinbar gilt für die Dortmunder Christdemokraten bei der Wahl zum neuen Vorsitzenden:
Tot, töter, CDU!
Wer ist Herr Wegener? Ein Epigon von Erich G. Fritz? Wohl mittnichten! Die 25% Partei CDU treibt vor sich hin und hofft wohl - bei guter Führung - auf einen Dezernentenposten im künftigen Dortmund.
Herr Hengstenberg: werfen Sie endlich Ihren Hut in den Ring! Oder haben Sie Angst vor Ihrer Courage? Herr Rütgers wird Sie wohl nicht auf seinem Spickzettel habe, oder doch?