CDU fordert Generalamnestie für Temposünder
19.03.2010 | 11:06 Uhr 2010-03-19T11:06:00+0100
Dortmund. Nach dem Blitzlichtgewitter der Donner: Wut und Empörung über die Radarmessungen auf der OW III a wachsen. „Abzocke statt Straßenerneuerung”, schimpft die CDU im Rat – und fordert Amnestie auch für die am Freitag geblitzten Temposünder.
Zweimal hatte die Polizei im neuen Tempo 60-Bereich der ehemaligen Schnellstraße kontrolliert – gleich hinter der A 45-Abfahrt Huckarde/Hafen. Freitagvormittag rollten binnen zweieinhalb Stunden 703 Autofahrer in die Falle, Montagnachmittag binnen dreieinhalb Stunden über 600. Letztere bleiben ungeschoren. Weil die Polizei nach der Messung ein Tempo 100-Schild vor dem 60km/h-Kontrollpunkt entdeckte, vernichtete sie die Kamerabilder. Autofahrer wollen das 100-er Schild bereits am Freitag gesehen haben. Die Polizei bestreitet das.
Christiane Krause, ordnungspolitische Sprecherin der CDU, prangert die Methoden an, „mit denen den Bürgern in dieser Stadt das Geld aus der Tasche gezogen wird”. Raserei sei nicht zu tolerieren und müsse geahndet werden. Aber auf der OW III a „zeigt die Stadt ihre Hilflosigkeit”, so Krause. Das Tempo von 100 über 80 auf 60 km/h zu drosseln, „ohne für eine ordentliche Befahrbarkeit zu sorgen”, sei „ein Armutszeugnis”.
Polizei wie Bienen im Honigtopf
Und dann die Polizei: „Hat man erst einmal den großen Honigtopf entdeckt, so stürzt man sich auf ihn”, beschreibt Krause die massiven Kontrollen. „Wie ein Bienenstaat” habe man sich über den süßen Nektar hergemacht. Sie sei „immer dafür, unangebrachtes Verhalten zu maßregeln”, stellt die Ratsfrau klar. Aber hier lägen die Dinge anders. Wegen der Schilder-Panne hoffe sie, „dass die Polizei die Kontrollen von Freitag ebenfalls als hinfällig ansieht”. Den Beamten empfiehlt Krause verstärkte Einsätze im Sinne der Sicherheit von Schulkindern.
Unterdessen rebellieren immer mehr Freitagssünder. Vera Komneg drehte sich der Magen um, als sie gestern über die OW III a fuhr „und drei Verkehrsschilder plötzlich weg waren: ein Tempo 100-Schild und zwei verhüllte 80 km/h-Schilder” – abgeräumt von der Stadt. Das spreche nicht für ein reines Gewissen, meint die Castroperin.
"Die beste Reklame" für Dortmund
Heinz Sasse wohnt in Winterberg, kauft aber gern in Dortmund ein und pendelt regelmäßig. Bisher jedenfalls. Seit er Freitag auf der OW III a geblitzt wurde, zweifelt er am Nutzen des Oberzentrums. „Das ist natürlich die beste Reklame, die sie für sich machen können”, sagt der Sauerländer zynisch. „Auch viele Bekannte kommen nach Dortmund. Wenn sie erkennen, dass die nur auf Nepp aus sind, wird sich das ändern.”
16:53
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, oder ?
Vielleicht sollte man beim Autofahren mal seine Arroganz und Ignoranz abschalten und ab und zu auch mal ein Verkehrsschild am Straßenrand beachten...tut dem Geldbeutel nicht weh.
Sicher istb es eine Frechheit, dass von den eingenommenen Steuern aus dem Straßenverkehr eher Blitzgeräte gekauft werden statt Straßen zu sanieren.
Abar naja, strafen wir Arroganz und Ignoranz durch den Griff in die Geldbörse...wer nicht hören und sehen will, muss zahlen
13:26
@11
wie weit gehst du denn mit, bis es selbst dir schwant, das du ver...scht wirst. Schrittgeschwindigkeit und geblitzt mit9?
11:20
Eine Generalamnestie sollte bei der Vielzahl an Fällen aus Sicht der Stadt allein schon aus Kostengründen erfolgen, sonst verdienen am Ende nämlich nur noch die Damen und Herren Rechtsanwälte.
08:01
Radarwarngeräte sind doch verboten - warum eigentlich?
06:11
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01:45
@#15
Ich schätze mal, Ihre Hexen und das trockene Holz haben dann die 500 Erwischten als Radarwarngeräte ausprobiert.
01:35
@vaikl
Hömma Kumpel vagiss die Bügerwehr nicht...
Und trockenes Holz sollte auch immer dabei sein...
00:24
Ich wäre dafür, dass die nächsten Radarkontrollen der Polizei nur noch nach öffentlicher Volks-Abstimmung stattfinden dürfen. Dann wären es an so einer Stelle wie der OWIIa nur noch 500, die an einem Tag erwischt würden.
23:51
Die Messungen der Stadt sind aus meiner Sicht auch eher zur Einnahmenmaximierung als zur Verkehrssicherheit geeignet.
Ich finde es gut, dass sich endlich großer Unmut gegen diese Mischung aus Versagen (relativ neue Straße mit Tempo 60) und Geldmaximierung bildet.
Außerdem ist es auch hilfreich, die LKWs in Wohnstrassen mit LKW-Verbot und Schulen zu überwachen.
23:20
Stop , das sollte jeden klar sein aber hier geht es um ein Irtum .