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CDU beantragt Saufraum

08.01.2010 | 18:58 Uhr
CDU beantragt Saufraum

Dortmund. „Wir haben schon wieder viel zu lange über eine Sache geredet, ohne dass etwas passiert ist”, sagt CDU-Ratsfrau Christiane Krause und packt das Thema „Saufraum für die Nordstadt” an: In der Ratssitzung am Donnerstag, 14. Januar, beantragt die CDU einen zweijährigen Modellversuch.

Der Saufraum soll die Alkoholiker-Szene von den Straßen holen. „Wir möchten den Bürgern in der Nordstadt endlich einen besseren Standard an Lebensqualität bieten”, sagt Krause, sozialpolitische Sprecherin der CDU. Der Dortmunder Ableger des in Kiel erprobten und bewährten Saufraum-Modells soll als kommunal finanzierte niederschwellige Aufenthalts- und Beratungseinrichtung an den Start. „Ein dringend notwendiger Schritt, um Chancen zu schaffen und die negative Entwicklung aufzuhalten”, meint Krause.

"Ein notwendiger Schritt": CDU-Ratsfrau Christiane Krause.

In der Nordstadt bestehe dringender Handlungsbedarf. „Nicht nur, dass sich Bürger belästigt und bedroht fühlen und Kinder nicht mehr die Spielplätze aufsuchen können, weil dort Ansammlungen von alkoholisierten Menschen anzutreffen sind. Auch für das Stadtbild ist die Nordstadt mittlerweile zu einer Art Schandfleck mutiert, den man gerne ignoriert” – zum Leidwesen der Bewohner.

In Kiel kommt schon der zweite Saufraum

„In Kiel findet der vor fünf Jahren eingeführte Saufraum eine solch hohe Akzeptanz, bei Nutzern wie bei Anwohnern, dass dort in Kürze ein zweiter Saufraum entstehen soll. Die Trinker-Szene, die sich sonst auf Kinderspielplätzen oder vor Trinkhallen aufgehalten hat, hat sich mittlerweile zerschlagen”, so Krause.

Dortmund gehe mit dem Treff „keinerlei Risiko ein”. Mit dem Antrag wolle die CDU die Basis dafür schaffen. Grüne sowie FDP/Bürgerliste haben bereits Zustimmung signalisiert. Damit wäre die politische Mehrheit für den Saufraum da. Die Standortsuche könnte beginnen.

Klaus Brandt

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