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PCB-Giftskandal

Blutergebnisse für Envio-Nachbarn unbedenklich

22.07.2010 | 13:43 Uhr
Blutergebnisse für Envio-Nachbarn unbedenklich

Dortmund. Die Ergebnisse von 147 weiteren Blutuntersuchungen nach dem Giftskandal im Dortmunder Hafen liegen vor: Die PCB-Belastungen bei Mitarbeitern von Nachbarfirmen von Envio seien gesundheitlich ohne Risiko.

Der Bezirksregierung Arnsberg und dem Gesundheitsamt der Stadt Dortmund liegen seit Anfang der Woche die Ergebnisse von 147 weiteren Blutuntersuchungen auf PCB-Belastungen vor. 131 Blutproben stammen von Mitarbeitern, die bei Firmen auf dem Envio-Gelände tätig sind, eine von einem/einer Anwohner/in sowie 15 von Einzelpersonen, die aus speziellen medizinischen Gründen oder wegen beruflicher Zusammenhänge untersucht worden waren.

Bei keinem der 132 Mitglieder der ersten Gruppe (Mitarbeiter und Anwohner) wurde im Blut eine PCB-Belastung festgestellt, die nach heutigem medizinischen Kenntnisstand zu gesundheitlichen Risiken führt.

81 Proben unauffällig

Die Blutproben von 81 Personen sind gänzlich unauffällig. Für sie besteht kein Nachsorgebedarf. Bei 46 Blutproben sind ausschließlich leichte Auffälligkeiten festzustellen, da bei ihnen ein bis drei PCB oberhalb der analytischen Nachweis-grenze liegen. Eine weiterte Beobachtung dieses Personenkreises ist nicht not-wendig, wird den Betroffenen aber gleichwohl angeboten. Fünf Untersuchte weisen erhöhte Werte auf, in zwei Fällen oberhalb des vorläufigen gesundheitlichen Richtwertes. Allen fünf Untersuchten wird die Aufnahme in das Nachsorgeprogramm angeboten.

Unter den 15 Blutanalysen von Einzelpersonen ist eine völlig unauffällig. Zehn haben leichte Auffälligkeiten, die aber nach heutigem medizinischen Kenntnisstand gesundheitlich nicht relevant sind. Vier weitere Personen weisen erhöhte Werte bei mehreren PCB-Kogeneren auf, in einem Fall im Bereich des vorläufigen gesundheitlichen Richtwertes. Bis auf die Person mit völlig unauffälligen Werten erhalten alle Personen die Möglichkeit, in das Nachsorgeprogramm aufgenommen zu werden.

DerWesten



Kommentare
23.07.2010
00:18
Blutergebnisse für Envio-Nachbarn unbedenklich
von vaikl | #17

@ Laertes

Ich schätze eher, dass der Beitrag erst nach Fertigstellung des Sendungs-Rahmens noch reingerutscht ist.

Das Thema ist ja auch beim WDR mittlerweile aus der Lokalzeit zumindest in den AKS-Hauptteil gerutscht mit der Ankündigung Da werden wir wohl noch mehr von hören....

Damit sinkt die Hoffnung derer, die sich wie immer einen möglichst kleinlauten Skandal im heimischen Wohnzimmer erhofft hatten, von dem die Nachbarn möglichst nichts mitbekommen sollten.

22.07.2010
23:55
Blutergebnisse für Envio-Nachbarn unbedenklich
von Laertes | #16

@14, vaikl:

Der Beitrag wurde in der Sendung selbst nicht angekündigt. Lenken die so das Zuschauerinteresse auf womöglich brisante Beiträge?

Danke. Ich weiß nicht, ob es sich lohnt, auf diesen Beitrag im Ganzen zu warten. Seit Fertigstellung des Beitrags, und sei er auch noch so lucide, hatten wir hier leider quasi täglich eine neue Ungeheuerlichkeit zu vergegenwärtigen. Und der nächste zdf-Reporter wird wohl über etwas Neues berichten.

22.07.2010
23:45
Blutbefunde in Envio-Nähe eher unauffällig
von movienrz | #15

http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/Entensterben-in-Dortmunds-Fredenbaumpark-id3273950.html

22.07.2010
22:58
Blutergebnisse für Envio-Nachbarn unbedenklich
von vaikl | #14

Ja, Sendung von heute. Der Beitrag wurde in der Sendung selbst nicht angekündigt, aber in den div. EPGs. Vielleicht die Sendung als Ganzes gucken...

22.07.2010
22:39
Blutergebnisse für Envio-Nachbarn unbedenklich
von Laertes | #13

@12:

Den Beitrag habe ich nicht gefunden. (zdf reporter vom 22.07.2010)?

22.07.2010
22:26
Blutergebnisse für Envio-Nachbarn unbedenklich
von vaikl | #12

@ #11

Sie kennen doch die grundsätzliche Haltung von Fr. Düsterhaus, die sie ja vorhin noch im ZDF (zdf.reporter, 21 Uhr) verbreiten durfte: Spielende Kinder in Envio-Nähe? Überhaupt kein Problem, da passiert nix, da ist ja auch so gut wie nix. Rasen? Grünflächen? Ach was. Aber Gemüse bitte nicht verzehren...

In dieser verqueren Logik müssen die Envio-Mitarbeiter PCB-Öle und -Staub getrunken oder gegessen haben, denn in den einschlägigen Apotheker-Blättchen werden PCB ja auch nur über die Nahrung aufgenommen.

PS: Der Rest des ZDF-Beitrags war übrigens ähnlich enttäuschend wie der Report-Beitrag. RTL&Co. lassen vom Niveau her grüßen.

22.07.2010
22:01
Blutergebnisse für Envio-Nachbarn unbedenklich
von Laertes | #11

Sorgenkinder dieser Testreihe gibt es im Kreis von 15 besonders sensiblen Personen, darunter sind offenbar Schwangere und Stillende.

Was soll denn das jetzt heißen?! Wenn tatsächlich Schwangere und Stillende darunter sind, wie könnte die Stadt dann diese so wichtigen Ergebnisse verweigern?! Wieviel ungetestete schwangere und stillende Anwohnerinnen leben in der Nordstadt, die sehr gern erfahren würden, wie die _wirkliche_ Bedrohung für ihr Baby womöglich ist?

Ich glaube nicht, was ich hier lese.

22.07.2010
20:35
Blutergebnisse für Envio-Nachbarn unbedenklich
von vaikl | #10

Man sollte darauf hinweisen, dass der Ursprungsartikel mittlerweile von Herrn Brandt umgeschrieben wurde und sich nun - mal wieder - deutlich mehr der Wahrheit nähert, siehe der Hinweis auf das Verschweigen der Ergebnisse der besonders sensiblen Personen inkl. Schwangeren und Stilllenden.

22.07.2010
20:18
Blutergebnisse für Envio-Nachbarn unbedenklich
von Laertes | #9

@7:
Vorsichtige, nicht verstörende Ergebnisse und Berichte darüber sind bei den Aufgeregten nun mal nicht gefragt.

Sie haben einen merkwürdigen Spaß daran, hier unsachlich und destruktiv einzuwirken.

Ich gehöre zu den Aufgeregten, weil ich unmittelbar betroffen bin, und wenn etwas in dieser Situation unerträglich ist, sind es Leute, die rein gar nichts Sachliches beizutragen im Sinn haben, sondern offenbar für gezieltes Stören eine Belohnung zu erwarten haben. Allein die Phrase von Betroffenheit(s)-Eskapaden ist eine mehr als beleidigende Verhöhnung, die genauso von envio stammen könnte.

Den Interessierten hier sei gesagt, dass Proben auch in Aachen an der Uni-Klinik bei Professor Kraus ausgewertet werden, der allerdings nicht selbst Probenergebnisse veröffentlichen darf, sondern sie an die Bezirksregierung und das Gesundheitsamt weiterleitet, die dann die Bevölkerung entweder transparent anhand konkreter Daten unterrichten - oder, wie gewohnt, vage Statements abgeben, denen Bewohner und Betroffene - aus Erfahrung - einfach kein Vertrauen mehr entgegenbringen. Was ist so schwer daran, Daten und Zahlen zu liefern?

Wieso man sich in Arnsberg und Dortmund, obwohl man aufgrund eigenen eklatanten Versagens eher dringend Abbitte leisten müsste, immer noch diese Arroganz leistet, bleibt ein Rätsel. Ein Rätsel, das hoffentlich gelöst werden wird, auch, wenn nun offenbar sehr viel Energie in ablenkende, durchsichtige PR-Arbeit gesteckt wird.

22.07.2010
20:09
Blutergebnisse für Envio-Nachbarn unbedenklich
von vaikl | #8

Vorsichtige, nicht verstörende Ergebnisse - Warum tuten Sie nicht gleich in das schon bereitliegende Stadt-Hörnchen, dass doch fast garnix passiert sei?

Das einzig Verstörende an den Ergebnissen ist die Art, wie der Experten-Rat des Gesundheitsamtes die Bemessungsgrenzen für PCB-Mengen und -Arten willkürlich Richtung fast unbedenklich verschoben hat, obwohl die wirklich aktuellen medizinischen Erkenntnisse über PCB-Belastungen genau das Gegenteil empfehlen.

Bei der Beurteilung von weiteren Maßnahmen wie dem Bio-Monitoring gibt es überhaupt keinen Anlass zur Vorsicht, denn das würde die Auswahl der zukünftigen Bluttest-Reihen nur verfälschen und damit unsinnig machen.

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