Radfahrer erst verletzt, dann verprügelt
18.10.2009 | 16:21 Uhr 2009-10-18T16:21:00+0200Dortmund. Es sollte ein Ausflug mit seinem Mountainbike werden. Doch die Tour endete für den Dortmunder nach einem üblen Angriff mit einer Platzwunde und einem Oberschenkelhalsbruch im Krankenhaus.
Wie erst jetzt bekannt wurde, war der Mitvierziger am vergangenen Samstag im Hafen auf der Speicherstraße unterwegs, als plötzlich ein Auto aus der Seitenstraße auftauchte, dem er gerade noch ausweichen konnte. Während er um das Auto herumfuhr, kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung, bei der diverse Beleidigungen die Seiten wechselten. Wenige Meter später hatte der 20 Jahre alte Autofahrer den Dortmunder wieder eingeholt und stellte sich quer vor das Rad. „Dann stieg er aus und holte mich vom Fahrrad”, sagte der Mountainbiker. Er knallte auf den Asphalt – sein Oberschenkelhalsknochen brach. Der 20-Jährige, der danach das Weite suchte, erzählte den Vorfall hinterher der Polizei so, dass er den Radfahrer nur auf Grund der Beleidigungen zur Rede stellen wollte, der aber in ihn hineingefahren sei.
Ein Zeuge beobachtete die Tat und verständigte Polizei und Krankenwagen. Der 20-Jährige hatte das erste Wortgefecht offenbar immer noch nicht verwunden und holte sich Verstärkung durch seinen Bruder. Als beide erneut am Unfallort auftauchten, schlug der Herbeigerufene dem Radfahrer – vor Zeugen – unvermittelt ins Gesicht. Er habe sich für seinen Bruder rächen wollen, da dieser sich in seiner Ehre gekränkt gefühlt habe, gab er wenig später der Polizei zu Protokoll.
Eine Woche lang musste der Dortmunder stationär in der Unfallklinik bleiben, eher er anschließend in eine ambulante Reha-Maßnahme wechselte. Auch Tage nach der Tat zeigte er sich immer noch geschockt und verwundert über das Rechtsverständnis seiner Kontrahenten. Darüber werden sie sich bald vor Gericht wegen Körperverletzung verantworten müssen. Ein Anwalt ist bereits eingeschaltet.
Die Polizei wird die Betroffenen in Kürze erneut vernehmen.
15:33
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14:38
Zwei Vollidioten begehen ein Verbrechen und kommen dafür vor Gericht, und basierend auf dem Bericht werden sie dann wohl auch verurteilt. Sehe jetzt nicht, was hier so ungewöhnlich ist. Körperverletzung kommt in Großstädten wahrscheinlich täglich vor, oder? Aufgrund des etwas skurrilen Hergangs kommt diese hier sogar in die Zeitung, insofern kann von totschweigen wohl kaum die Rede sein...
Sind hier einige Leute wirklich so überrascht, dass Verbrechen stattfinden? War das jemals anders?! Eine zunehmende Vorrohung sehe ich nicht -- die müsste man dann erst einmal mit Quellen belegen.
13:13
Einzelfälle ???? Mach die Augen auf und lies Zeitung.
Jeden Tag passiert das. Nach dem gleichen Schema. Mannomann. Wie blind muß man sein, um die Zunehmende Verrohung in Deutschalnd zu übersehen.
13:00
Leute regt Euch doch nicht so auf, dass sind doch nur Einzelfälle.
12:14
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11:22
Ich glaube langsam, ich bin altmodisch, überhaupt nicht mehr auf der Höhe der Zeit...; ich habe mich zuletzt als 7-jähriger Grundschüler geprügelt - das war vor 29 Jahren !
In der Zwischenzeit habe ich eigentlich auch nichts vermisst, auch meine Ehre nicht, die ist bei denen, die mich kennen, ganz gut aufgehoben!
Jedenfalls vermute ich, daß Letztere mein Ansehen besser beurteilen können, als irgendwelche fremden Verkehrsteilnehmer..., aber wie gesagt; ich bin wohl sehr altmodisch...!
10:36
Liebe Mitbürger, wenn ich meinen Bruder herbeiholen muss weil ich nicht genügend Mut habe meine Angelegenheiten selbst zu regeln dann bin ich ein Feigling. Nix mit Ehre oder so, einfach nur feige.
Auffallend ist allerdings wie weit verbreitet diese Feigheit bei manchen Mitbürgern ist.
10:13
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