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Beim BVB rasiert, verlängert und ausgewechselt

09.02.2010 | 11:25 Uhr
Beim BVB rasiert, verlängert und ausgewechselt

Dortmund. Der BVB hat am Montag gleich dreimal gut abgeschnitten: der ramponierte Stadionrasen ist gerichtet, Zidan hat sich als Friseur versucht, und Thomas Treß bleibt Geschäftsführer bei den Borussen.

Dreimal gut abgeschnitten – und das im wahrsten Wortsinn – haben Angestellte von Borussia Dortmund am Montag. Im Stadion, Friseursalon und am Verhandlungstisch.

Das Westfalenstadion bekommt einen neuen Rasen.

Am radikalsten arbeitete dabei wohl das Team um Greenkeeper Willi Droste. Denn mit Kamm und Schere war bei der am Sonntag endgültig in die Kategorie Rübenacker gerutschten Spielfläche im Signal Iduna Park nichts mehr zu retten. Deshalb wurde sie gegen einen neuen Rollrasen aus den Niederlanden ausgetauscht. Unterdessen bekam Geschäftsführer Thomas Treß einen neuen Vertrag und Angreifer Mohamed Zidan versuchte sich als Friseur. Dabei hatte er jedoch weniger zu tun als auf dem Spielfeld

Weil sich der kleine Ägypter nach dem Sieg seiner Mannschaft beim Afrika-Cup einen Ball und ein Herz in seine Millimeterfrisur rasieren ließ, kam ein Sponsor auf die Idee, diese Haarmode auch den BVB-Fans anzubieten. Vom Erfinder persönlich in Form gebracht. Für die ersten 50 sogar gratis. Mehrere Tausend Flyer sind am Sonntag vor und nach der Partie gegen Eintracht Frankfurt verteilt worden, um auf diese einmalige Chance aufmerksam zu machen.

Doch Zidans einrasiertes Liebesbekenntnis zu seinem Sport hat beim Dortmunder Fußballpublikum noch weniger Nachahmer gefunden als sich weiland der in Mönchengladbach „Tiger” genannte Stefan Effenberg die fauchende Raubkatze auf den Hinterkopf hat malen lassen.

Thomas Treß bleibt Geschäftsführer

Nachdem der Meister selbst am Nachmittag eine Stunde später als angekündigt den Salon „Twister” in der City betrat, waren es etwa 15 bis 20 Kunden, die bis in den frühen Abend ihren Kopf scheren ließen. Besonders der Beginn lief schleppend, so dass die engagierten Friseurinnen und PR-Agentinnen sogar in die Fußgängerzone ausschwärmen und ihren ganzen Charme einsetzen mussten, um die zögerliche Kundschaft zu ihrem Glück zu bringen. Der Satz: „Komm schon. Ist doch umsonst. Außerdem ist das in einer Woche auch wieder 'rausgewachsen”, nahm dann jedoch die Angst.

Ein wenig teurer als „umsonst” kam die Neuverlegung des Rasens im Dortmunder Stadion. Etwa 130 000 Euro kostet der neue grüne Teppich aus Holland, der wie sein Vorgänger zwei Jahre halten soll.

Sogar noch ein Jahr länger soll die Verbindung zwischen Borussia Dortmund und Geschäftsführer Thomas Treß halten. Gestern wurde der bis Ende 2011 gültige Vertrag vorzeitig um drei Jahre verlängert. Treß wird auch weiterhin für die Bereiche Finanzen und Organisation verantwortlich sein.

Gregor Boldt

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