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Bei Burger King gibt es nun Betriebsräte

21.05.2010 | 19:01 Uhr

Die erste Wahl eines Betriebsrates bei Burger King an der Brunnenstraße ist erfolgreich über die Bühne gegangen.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten teilte mit, dass 30 der 32 Beschäftigten im Restaurant persönlich ihre Stimme abgegeben hätten. „Sie haben gegenüber der Geschäftsleitung somit deutlich gemacht, dass sie in Zukunft mitbestimmen wollen, wenn es um ihre Arbeitsbedingungen geht”, sagte Gewerkschaftssekretär Benjamin Pankow.

Das Ereignis kann man durchaus als Erfolg bezeichnen, da Schnellküchen oft nur sehr schwerfällig bis erbost auf die Wünsche der Beschäftigten reagieren, wenn es darum geht, einen Betriebsrat zu installieren. 2006 ging es bei Burger King in Kley so weit, dass der Wahlvorstand sogar eine Anzeige kassieren musste. Es ging bis zur Kündigung – die von Burger King allerdings wieder zurückgenommen werden musste.

Pankow wünscht sich nun, dass auch die Beschäftigten des Burger King in der City ihre Chance wittern und auf die NGG zukommen. „Das ist erheblich einfacher”, meint er, „wenn wir von außen kommen und einen Betriebsrat installieren wollen, gibt es immer viele Vorbehalte bei der Geschäftsführung.”

Die Betriebsräte Veli Bektas, Salah Eddine Ziane und Ali Hayder Nabizada wollen erreichen, dass der Tarifvertrag der Systemgastronomie konsequent umgesetzt wird. Dabei geht es u.a. um die korrekte Erfassung von Arbeitszeit und die Abgeltung von Überstunden sowie der Erstellung von Dienstplänen. dib

DerWesten



Kommentare
20.07.2010
10:13
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #7

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

20.07.2010
09:08
Bei Burger King gibt es nun Betriebsräte
von Hamsterrad | #6

# Chevalier

Hier jault nur eine Person und die sind sie.
Sie haben anscheinend keine Ahnung, wie es bei Burger King und Konsorten zugeht und welchem Druck die Mitarbeiter ausgesetzt sind, wenn sie von innen heraus einen Betriebsrat gründen wollen. So schnell können sie überhaupt nicht Betriebsrat sagen, wie sie da geflogen sind. Da ist man für jede Hilfe von Aussen dankbar.
Ihr Hinweis auf Gulag und KZ ist ziemlich unanständig. Das ist eine Sache, die mit nichts Anderem zu vergleichen ist. Da reicht der Begriff Unmenschlich nicht aus. Unmenschlich ist es aber auch, wenn Mitarbeiter von Arbeitgebern ihrer Grundrechte beraubt werden. Oder meinetwegen menschenunwürdig..
Ist ihnen eigentlich bei ihrem verbalen Kotzanfall aufgefallen, daß der Artikel schon zwei Monate alt ist? Na ja, Hauptsache, es geht ihnen besser, die Türken konnten sie ja auch unterbringen........

20.07.2010
08:34
Bei Burger King gibt es nun Betriebsräte
von Chevalier57 | #5

Zitat: Neofeudaler Stil, der sehr an Leibeigenschaft erinnert Was haben Sie denn im Kopf? MIm Feudalismus und während der Leibeigenschaft (übrigens in Deutschland schon seit 350 Jahren abgeschafft) gabe es klarere Dienstpläne und Arbeitsbedingungen als im Industriezeitalter. Sie benutzen hier Schlagworte, die Sie nicht verstehen, und betätigen sich als Phrasendreschmaschine. Wir sind derzeit im Post-Industriezeitalter, da taugt die MarxSche Vorstellung nicht mehr ganz. Die Welt ist differenzierter geworden und durch den guten Strukturrahmen der sozialen Marktwirtschaft - sofern er nicht überbordend einseitig ausgebaut wird - kann sich jeder im Rahmen dieser Gesetze in einem Unternehmen Gehör verschaffen. Doch es soll ja Mitarbeiter geben, die keinen Betriebsrat mehr wollen, weil die Gewerkschaften dieses Gremium (unzulässigerweise) für ihre (politische) Propaganda nutzt. Würde sich die Gewerkschaft rein als Interessenvertretung gerieren, wäre Alles in Butter. So haben die Kollegen immer ein dummes Gefühl, eigentlich eine politische Partei zu unterstützen...
Dass Betriebsräte in den Betrieben notwendig sind und diese auch stark sein müssen, ist richtig und dafür muss immer wieder neu gekämpft werden. Aber - ich erinnere an das Paradebeispiel SAP - die Leute wollen keine Bevormundung durch wen auch immer. So sind die Zeiten nun einmal - das hat nichts mit Klassenkampf-Retorik zu tun. Und, wenn amkoppacker sich weniger am Kopp packen würde, sondern sich einfach mit den Kollegen kollegial zusammengetan hätte und Dienstpläne erstellt hätte, ich denke, der Franchise-Nehmer von BurgerKing (meistens Kleinunternehmer) wäre über diese Unterstützung, das Engagement und das Mitdenken der Mitarbeiter froh gewesen.
Zu dem aktuellen Fall: Ich kann den Unternehmer im Übrigen verstehen, obschon ich die Methoden strikt ablehne. Wenn die Leute einen Betriebsrat wollen, dann bitte sollen sie einen wählen, von innen heraus. Aber eine Einmischung von außen würde ich mir auch verbitten. Wie gesagt, die Methoden sind nicht akzeptabel, aber wohl in Istanbul üblich... (das ist jetzt nicht fremdenfeindlich gemeint, gelle?) Denn in Ländern wie der Türkei, die nicht unsere gesetzesstrukturen haben, gilt nach wie vor Faustrecht. Und deshalb passt die Türkei schon nicht in die EU, denn in der EU haben wir kein Faustrecht mehr, auch nicht im Vertragsverhältnis zwischen AG und AN.
Und wenn sich bei Lidl&ALDI nicht ans Gesetz gehalten wird, können die Mitarbeiter mit staatlichem Rechtsschutz klagen. Ach ja, un den Job verlieren sie nicht, wenn sie ansonsten gute Leute sind und ihre Arbeit engagiert machen. Denn Lidl&Aldi wären schön blöd, engagierte Mitarbeiter rauszusetzen - nur engagiert müssten sie schon sein, auch wenn der Lohn nicht allzu üppig ist.
P.S. amkoppacker: was sind unmenschliche Arbeitsbedingungen? 8 Stunden engagiert arbeitenn? In einer Hamburger-Bude ist es natürlich heiß und vielleicht unangenehm. Aber unmenschlich? Ich glaube, Sie sollten ihre Sprache mal anpassen. Unmenschlich ist ein Begriff, der hart an Körperverletzung oder Seelenverletzung reicht. Ich habe in der offenen Küche bei BurgerKing oder McDonalds noch nie Mobbing oder Unsauberkeit oder übertrieben Hitze bemerkt. Wegen der offenen Bauweise würde der gastraum dann nämlich auch sehr heiß, und dann wären die Kunden weg...Also, laßt die Kirche im Dorf. Unmenschlich waren die Arbeitsbedingungen im GULAG der Kommunisten oder den KZs der NAZIs.
Und jetzt dürfen die Profi-jauler jaulen...

23.05.2010
07:51
Bei Burger King gibt es nun Betriebsräte
von gemuesebaer | #4

LIDL & Aldi sind auch nicht viel besser wie Burger King 6 Co.!

22.05.2010
13:17
Bei Burger King gibt es nun Betriebsräte
von jcm | #3

@#1
Na, mal wieder ihre Klassenkampf-Rhetorik am auspacken?
Leider wird von Wirtschafts-Ultras wie ihnen jenes häufig übersehen, was im Artikel moniert und unter #2 gepostet wurde.
Was für Zeiten, in denen betriebliche Selbstverständlichkeiten wie etwa Dienstpläne angemahnt werden müssen.

Neofeudaler Stil, der sehr an Leibeigenschaft erinnert. Nicht nur bei Burger King...

22.05.2010
08:57
Bei Burger King gibt es nun Betriebsräte
von amkopppacker | #2

Na endlich. Ich war gezwungen einen Monat bei Burger King zu arbeiten um der Arbeitslosigkeit zu entgehen. Die Arbeitsbedingungen sind unmenschlich, Verträge werden nicht eingehalten etc... Es wird Zeit, dass sich da mal etwas ändert.

22.05.2010
01:08
Bei Burger King gibt es nun Betriebsräte
von vaikl | #1

„Das ist erheblich einfacher”, meint er, „wenn wir von außen kommen und einen Betriebsrat installieren wollen, gibt es immer viele Vorbehalte bei der Geschäftsführung.”

Nicht nur bei der GF, auch bei Mitarbeitern. Das ist auch kein Wunder, denn das originäre Instrument der Mitarbeitervertretung hat nun mal nichts mit euch Gewerkschaften am Hut. Leider wird das viel zu häufig übersehen.

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