An der Stange zum perfekten Körper
23.04.2010 | 18:32 Uhr 2010-04-23T18:32:00+0200
Dortmund. Angelina Jolie tut es. Madonna und Desperate Housewife Teri Hatcher angeblich auch. Viele Promis, die ihren Luxus-Körper in Form halten wollen, lassen Yoga und Pilates links liegen und greifen zur Stange.
Pole Dance heißt der akrobatische Fitness-Trend aus den USA und Australien, der jetzt auch in Dortmund erste Anhänger gewonnen hat.
Auf den ersten Blick sieht das mit hellem Laminat ausgelegte Studio der Gymnastik-lehrerin Vivien Feld am Westpark aus wie ein Ballett-Saal – mit einem Unterschied: die Stangen hängen nicht waagerecht vor den Spiegeln, sondern stehen senkrecht im Raum. Um sie, die Poles, dreht es sich bei dieser Sportart. „Pole Dancing beansprucht den gesamten Körper und ist deshalb so effektiv. Es ist der ästhetische und kraftvolle Tanz an der Stange aus dem Bereich der Striptease-Clubs”, sagt Vivien Feld, die jedoch gleich betont, dass sich bei ihren Kursen niemand auszieht und sie auch sonst nichts mit Table Dance in irgendwelchen Nacktbars zu tun haben.
Zur Feier der Neueröffnung des Poledance-Studios in der Rittershausstraße 55, am 8. Mai, geben Lehrerin Vivien Feld und ihr Team ab 12 Uhr einige kostenlose Schnupperkurse im Poledance und Go Go Dance.
Kontakt unter www.poledance-dortmund.de.
Dennoch erinnern die Steilwand gleichen Absätze der Plateau-Schuhe der Teilnehmerinnen und auch deren zum Teil recht knapp gehaltenes an den erotischen Tanz einschlägiger Etablissements. Aber nichts da, die Erklärung von Vivien Feld folgt im Handumdrehen: „Mit einer langen Hose würde man nicht die nötige Haftung an der Stange haben und die High Heels geben ebenfalls Halt.”
Haarlack für besseren Halt am glatten Messing
Und dann geht's los. Nach einer Aufwärmphase lernen Lina und Anissa, was das Wort Körperspannung bedeutet. Ohne sie ist die Messingstange so unbezwingbar wie die Eiger Nordwand ohne Steighaken. Beim 'Fireman', einer Figur, die ihren Namen in Anlehnung an eine Feuerwehr-Stange trägt, müssen die beiden Mädels Muskelgruppen beanspruchen, von denen sie bisher gar nicht wussten, dass sie sie besitzen. „Das ist total anstrengend, macht aber Spaß. Deswegen sind wir hier.” Die beiden Abiturientinnen hatten bei einem Schnupperkurs den Zugang zum Pole Dance gefunden und haben heute ihre zweite Übungsstunde. Drehungen und Figuren, die Lehrerin Vivien Feld scheinbar lockerleicht in eine grazile und durchaus eindrucksvolle Choreographie rund um die Stange einbaut, entpuppen sich als harte Arbeit. „Meine Arme sind zu schwach”, mault Lina. Da nützt auch der Haarlack nichts, den sich die Mädels in die Handflächen sprühen, um mehr Haftung am glatten Messing zu bekommen. „Macht nichts, nach drei Einheiten habt ihr den 'Fireman' drauf”, motiviert Vivien Feld. Doch das Brennen der Muskeln ist nicht der einzige Schmerz, den die Teilnehmerinnen aushalten müssen: es wird eine Weile dauern, bis ihre Haut auf das Auf und Ab an der Stange nicht mit ständig neuen blauen Flecken reagiert. Wer schön sein will, muss eben leiden.
19:31
Ganz bestimmt ist das Sport. Deshalb wird das ja auch zumeist in bestimmten Bars im Rotlichtmilleu dargeboten...(Ironie aus)
16:14
Bei sportlicher Betätigung hat ja jeder seine eigenen Interessen!
Und ich kann nur sagen: Das IST Sport.
Ausdauer und Kraft werden trainiert, und mit Vivien als Trainerin machts richtig Spass!
Ausserdem sind die Kurse hier auch für kleines Geld zu haben.
08:13
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21:58
LOL, ich muss nur an Carrie Heffernan und ihren Pole Dance denken...