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Aggressives Verhalten und dumpfe rechte Parolen

02.09.2007 | 11:49 Uhr

Weitaus mehr Polizisten als noch in den Jahren zuvor begleiteten die rund 400 Neonazis auf ihrem Marsch durch Dortmund. Letztlich verlief er - bis auf ein paar Rangeleien der Neonazis mit den Einsatzkräften - störungsfrei.

Von der Bevölkerung kaum beachtet, zogen die Neonazis vom Parkplatz an der Speestraße über Union- und Rheinische Straße nach Dorstfeld. Allerdings gab es beim Abmarsch erhebliche Verspätungen. So konnte der Veranstalter der Polizei erst mit Verzögerung 20 Ordner nennen, die über 18 Jahre alt und nicht vorbestraft waren.

Zudem ließ die Polizei die Rechten erst loslaufen, nachdem sie ihre Maskierungen (u.a. Sonnenbrillen) sowie schwarze Fähnchen, deren Fahnenstangen eher massiven Schlagstöcken ähnelten, abgelegt hatten. Die Verspätung: zweieinhalb Stunden.

Nachdem die Neonazis seit geraumer Zeit ihre Bomberjacken und Springerstiefel im Schrank hängen lassen und sich so kleiden, dass sie von den autonomen Linken nicht mehr zu unterscheiden sind, haben sie auch deren Taktik übernommen. So marschierte ganz vorne weg ein schwarz gekleideter Block, ebenso aggressiv beim Grölen rechtsradikaler Parolen wie auch im Verhalten gegenüber der Polizei. Immer wieder kam es zu Rangeleien mit den Beamten. Es scheint, als entferne man sich von dem "geordneten" Auftreten der vergangenen Jahre und zeige nun durchaus Gewaltbereitschaft.

Nicht zuletzt deshalb hat die Polizei dem Neonazi-Aufzug besonderes Augenmerk geschenkt, wenngleich Ingolf Möhring, stellvertretender Polizeipräsident, mehrfach betonte, "dass wir insgesamt weniger Beamte vor Ort haben als am 1. Mai".

Völlig unzumutbar erneut die Einschränkungen für die Bürger. So wurden viele Straßen nicht nur für den Autoverkehr abgeriegelt. Auch der Bus- und Bahnverkehr (etwa die Ost-West-Achse) lag stundenlang lahm.

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