„Bringen die Uhr ans Ticken”
26.11.2009 | 17:57 Uhr 2009-11-26T17:57:00+0100
In die Diskussion über die baurechtliche Zukunft des Gewerbeparkes Siegerland in der früheren Bundeswehrkaserne auf der Lipper Höhe ist Bewegung gekommen.
Nach einer Mieterversammlung, zu der Bürgermeister Christoph Ewers im Laufe der Woche geladen hatte und an der auch der Eigentümer Axel Ebbecke teilnahm, gibt es zumindest wieder eine direkte Gesprächbasis zwischen der Gemeinde und dem Betreiber. Sie hatten in den vergangenen Monaten nur noch über Anwälte kommuniziert.
Die Resonanz auf die Einladung war weit größer als erwartet. Rund fünfzig Mieter, so Ewers, hatten Informationsbedarf. Ebbecke war in Begleitung seines Vaters, Gründer der Ebbecke Verfahrenstechnik, einem Anwalt und den Bürgermeistern der Städte Bruchköbel und Schöneck, wo das Unternehmen Produktionsstandorte unterhält, erschienen.
Kein Recht auf Bebauungsplan
Im Rahmen des Abends habe auch die Ebbecke-Gruppe sich den Argumenten der Gemeinde nicht entziehen können. Ewers widersprach der Darstellung des Betreibers, das Genehmigungsverfahren für den Gewerbepark sei wieder aufgenommen worden (wir berichteten).
Das sei nie gestoppt worden, man sei nur nicht weiter gekommen. „Wir müssen die Uhr ans Ticken bringen.” Aus Sicht der Gemeinde und des Kreises stellten Christoph Ewers und Kreisbaudezernentin Helge Klinkert die Notwendigkeit eines Bebauungs-plans für die weitere Entwicklung des Gewerbeparkes und der Unternehmen, die sich in den letzten drei Jahren dort angesiedelt haben, heraus.
Angesichts der unterschiedlichen Auffassungen beider Seiten betonte der Bürgermeister, „dass es aber kein Recht auf einen Bebauungsplan gibt.” Allerdings stehe Burbach nach wie vor zu den Planungen und habe die Voraussetzungen geschaffen. Ewers stellte klar, dass der momentane Betrieb auf der Basis eines so genannten Mitbenutzervertrages auf „einer wackeligen Grundlage steht”.
Verantwortung beim Betreiber
Zurzeit sei nur ein kleiner Teil der gewerblichen Nutzung vom Kreis genehmigt. Ewers ließ keinen Zweifel daran, dass für die Umsetzung des bestehenden Baurechtes die Firma Ebbecke zuständig sei. Deren Geschäftsführer hatte dies zuletzt bestritten. Er sei allerdings optimistisch, sagte der Bürgermeister nach dem Informationsabend, „dass jetzt Bewegung in das Verfahren kommt.”
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