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Abschied eines Unternehmers

Welser geht in die nächste Generation

10.06.2012 | 17:52 Uhr
Welser geht in die nächste Generation
Ein großer Augenblick für den herausragenden Unternehmer Wolfgang Welser (l.). Als Erinnerung an die Entwicklung seiner Firma in Bönen und als Dank für die Unterstüzung, die ihm während der 15 Jahre von der WFG und der Gemeinde zuteil wurde, übergibt Kommerzialrat Welser symbolisch die Weltkugel an Dr. Michael Dannebom (m.) und Bönens Bürgermeister Rainer Eßskuchen.

Bönen.  Mit Wolfgang Welser hat sich einer der profilierten Unternehmer in der Region im Rahmen eines Familienfestes am Samstag in Bönen verabschiedet.

Mit Wolfgang Welser hat sich einer der profilierten Unternehmer in der Region im Rahmen eines Familienfestes am Samstag in Bönen verabschiedet. Ungezählte Angestellte, Auszubildende, leitende Mitarbeiter, gewerbliche Arbeitnehmer hatten sich mit ihren Familienmitgliedern und Bekannten sowie einigen hochkarätigen geladenen Gäste auf dem Freigelände der Firma Welser Profile GmbH an der Edisonstraße 23 eingefunden, um den 64-Jährigen gebührend aus dem aktiven (Chef-)Dienst zu verabschieden.

Die Söhne führen die Firma weiter

Der operativen Tätigkeit hat Wolfgang Welser bereits am 1. April 2012 ade gesagt. Auch die offizielle Geschäftsübergabe an seine beiden Söhne Thomas - nach eigener Aussage „Außenminister“ der Unternehmensgruppe mit den Produktionsstätten in Ybbsitz, Gresten (Beide in Österreich) und Bönen, sowie elf internationalen Vertriebsniederlassungen - und Andreas Welser („Innenminister“) hatte zu diesem Zeitpunkt bereits stattgefunden. Die Familie Welser war am Samstag in großer Schar aus Österreich angereist, um der Verabschiedung des Familienoberhauptes beizuwohnen – und ihm sicherlich auch ein wenig Trost zu gewähren.

Noch bevor die offiziellen Feierlichkeiten mit einem abwechslungsreichen Programm für Groß und Klein eingeleitet worden waren, hatte Wolfgang Welser ein außergewöhnliches Abschiedsgeschenk, eine Weltkugel aus gefrästen Welser-Edelstahlprofilen, an Bürgermeister Rainer Eßkuchen und an Dr. Michael Dannebom von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Kreises Unna übergeben. Symbolisch sozusagen, hat sie doch vier Meter im Durchmesser.

Eine Skulptur an „seine“ Gemeinde

Die riesige Skulptur, die die Kunstschmiede Martin Brandl in Kamen-Methler geschaffen hatte, ziert die Verkehrsinsel an der Edison- und Poilstraße, die als zentrale Schnittstelle zwischen dem Industrie- und Gewerbepark „Am Mersch“ und der neuen Kreisstraße K 35n im „Inlogparc“ gilt. Sie wurde nur einen Wurfweit vom Hauptstandort des expandierenden und weltweit agierenden Spezial-Profilherstellers installiert. „Die Skulptur soll als meine Erinnerung an die Gemeinde betrachtet werden“, so der Unternehmer im Gespräch mit unserer Zeitung.

Sein besonderer Dank gelte Dr. Michael Dannebom und dem Team der WFG, das ihn und seine Firma immer mit Rat und Tat auf unbürokratischer Weise unterstützt hätte.

Der 64-Jährige, der nach einer schweren Herz-Operation nun kürzer treten möchte, „weil ich noch etwas vom Leben haben möchte“, erklärte dann weiter: „Mein Herz bleibt hier! Hier in Bönen. Ich werde mit Sicherheit das ein oder andere Mal zurückkehren, ohne mich jedoch in die Geschäfte einzumischen.“

Tief bewegt lauschte Bönens Bürgermeister dem Gespräch mit Welser. Danach ließ Rainer Eßkuchen unsere Zeitung wissen: „Ich bin stolz und bewegt zugleich, dass ich mit Wolfgang Welser erfolgreich ein kleines Stück Wegstrecke gehen durfte.“

Von Friedrich Westerhoff

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