Devise: Jeden Tag ein Ereignis
22.05.2012 | 14:20 Uhr 2012-05-22T14:20:00+0200
Bönen. Erst in einem Jahr feiert Bönen den 100. Geburtstag ihrer Zechenkolonien. Wie es zwischen dem 16. und 22. Juni 2013 werden kann, hat sich aber schon am Dienstagabend gezeigt.
20 Böner trafen sich in der Alten Mühle, um die Festwoche zu planen. Im kommenden Jahr ist es genau 100 Jahre her, dass Arbeiter die letzten Ziegelsteine für ein Böner Zechenhaus gesetzt haben.
Als Gerüst gab es vom Kulturamt einen Fahrplan: Jeden Tag ein Ereignis. Führungen, Geschichtswerkstatt, Kinderaktion, Lesungen und ein Fest.
Während der zweistündigen Sitzung entwickelte sich bereits die erste Geschichtswerkstatt. Immer wieder brechen die Teilnehmer aus, erzählen von früher. Dem Schinkenkloppen, alten Spielen, dem Schwätzchen über den Gartenzaun und mehr.
Straßenfest zum Abschluss
Im Großen und Ganzen bleibt aber der Plan des Kulturamtes bestehen – mit zwei Neuerungen. Kirche und Knappen möchten sich noch drauf einigen, die diesjährige Kirchschicht im Rahmen des Jubiläums zu feiern. Außerdem möchten die Organisatoren aus der Open-Air-Veranstaltung am Zechenturm ein klassisches Straßenfest machen.
Die gibt es nur noch selten. Und wenn die Anwohner mitmachen, könnten die Besucher zum Ende des Festes gemeinsam in der Straße feiern. Vielleicht kommen auch die Karnickel- und Taubenzüchter dazu, um ihr Hobby vorzustellen.
Konkretes gibt es auch schon zum Montag der Festwoche: Eine Lesung soll die Brücke zwischen Kolonieleben und den Sport schlagen. Ein Knaller wäre das Engagement von Fußballautor Dietrich Schulze-Marmeling, der sich bereits intensiv mit kickenden Kumpel auseinander gesetzt hat. Außerdem gibt es noch einen Zeitzeugen, der einiges vom VfL Nordbögge erzählen könnte.
Zeitzeugen sollen auch bei der Führung eine große Rolle spielen. Jutta Eickhoff berichtet von einer ihrer letzten Zechentouren, an der überraschend viele Leute teilnahmen. Jeder konnte dann noch etwas zu der Erzählung beitragen. Wenn Anwohner Lust hätten, könnten sie ja aus ihrer Haustür heraus etwas erzählen.
Die Teilnehmer des ersten Planungstreffens haben verschiedene Arbeitsgruppen gebildet und wollen sich spätestens im September wiedersehen, um die konkrete Planung vorzustellen.
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